Preview - Darksiders : Der Reiter der Apokalypse hat Pech

  • PS3
  • X360
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Stellt euch einfach mal vor, ihr wärt einer der vier Reiter der Apocalypse. Und zwar derjenige, dessen Name „War", also „Krieg", lautet. Hört sich doch schon mal nach einer klasse Arbeit an, oder? Was aber passiert, wenn die Welt vorzeitig untergeht beziehungsweise die Menschheit vor ihrem Ablaufdatum ausgelöscht wird? Tja, dann müsst ihr dafür geradestehen und kommt in Erklärungsnot. Aber vielleicht könnt ihr euren Kopf aus der Schlinge ziehen, indem ihr euch aufmacht und den Schuldigen sucht, der für den Schlamassel, für den ihr verantwortlich gemacht werdet, zuständig ist.

Diese Reise spielt ihr in dem Actionspektakel namens Darksiders aus dem Hause THQ nach. Erst vor Kurzem konnten wir eine Vorabversion auf einem Event in London anzocken. Insgesamt drei Levels waren spielbar und bilden die Grundlage unseres Previews.

Wie oben schon erwähnt ist die Menschheit vorzeitig über die Klinge gesprungen. Die Erde ist ein Ort der Verwüstung. Städte sind wie leergefegt, die Gebäude sind nur noch Ruinen. Und Spielfigur War wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Das heißt wiederum für euch, dass ihr euch mit War durch unzählige Horden von Dämonen, Trollen und allerlei anderen fiesen Gestalten prügelt und kloppt, um am Ende herauszufinden, was eigentlich passiert ist.

Leider wird das jedoch kein Zuckerschlecken, denn War wird seiner Macht beraubt und muss in Bezug auf seine Fähigkeiten ganz von vorne anfangen. Einzig und allein ein dickes Schwert steht euch zur Verfügung. Mit diesem schnetzelt ihr euch aber nur so durch die Gegner, welche schön brav kleine Seelen hinterlassen, die im Spiel als Währung dienen. Diese könnt ihr nämlich an bestimmten Punkten im Spiel gegen neue Fähigkeiten eintauschen. Denn auch wenn Darksiders keine offene Welt bietet, so hat es auch nicht die typischen linearen Levels.

Brutale Action

Entwickler Joe Madureira vergleicht Darksiders in dem Sinne gerne mit Metroid. Wie bei dem Abenteuer mit Samus schaltet ihr nach und nach neue Areale frei, je nachdem wie weit War sich entwickelt hat beziehungsweise welche Waffen und Items er schon sein Eigen nennen darf. Das heißt aber auch, dass man durchaus wieder Teile eines Levels, welches man schon mal besucht hat, durchlaufen muss, um dann an anderer Stelle weiterzukommen.

 

Darksiders Videointerview mit Joe Madureira - Videointerview mit Joe Madureira
Joe Madureira gibt ein paar Kleinigkeiten zu Darksiders, dem nächsten Actionspektakel aus dem Hause THQ, preis.

Die Action ist wie die Thematik: rau und brutal. Gegner gibt's immer jede Menge, aber dank Kombos und weiterer Waffen, wie einem Colt oder auch einem riesengroßen Wurfstern, werdet ihr mit derlei Situationen locker fertig. Etwas schwieriger gestalten sich da die Oberbosse, welche durch ihre Größe und ihr ekliges Design bestechen. Natürlich muss man hier erst mal die richtige Taktik finden, um eines dieser Ekelpakete über den Jordan zu schicken.

Die Entwickler haben im Kampf bewusst auf Quick-Time-Events verzichtet. Ihr werdet also nicht Trial-and-Error-mäßig Knopfkommandos auswendig lernen müssen. Auch gibt es im Spiel ein paar Schalterrätsel. Wirkliche Kopfnüsse solltet ihr aber nicht erwarten. Als wortwörtliche Begleiterscheinung steht War noch ein Dämon zur Seite, der hin und wieder durch seine düsteren Kommentare glänzt.

Hoch über den Wolken

Um die Metzel-Action etwas aufzulockern, gab es auch ein Fluglevel zu sehen. Ähnlich wie bei Panzer Dragoon gleitet das Flugtier hier auf einer festen Bahn durch das Level, während ihr euch im Bildausschnitt bewegt, ausweichen könnt und per Zielkreuz auf Gegner ballert. Zwar ist das von der Spielmechanik her nicht wirklich brillant, aber dennoch ganz gut umgesetzt. Denn während man spielt, kann man beobachten, wie stark zerstört die Welt ist, und das sorgt schon für Stimmung.

Überhaupt ist der technische Aspekt des Spiels recht gut gelungen. Vor allem das Design der verschiedenen Kreaturen weiß zu gefallen. Allerdings müssen die Entwickler noch dafür sorgen, dass das Ganze flüssig läuft. Zeit genug zur Optimierung gibt es aber noch, da der Titel erst Ende 2009 auf den Markt kommen soll. Ebenfalls überzeugen konnten die englischen Sprecher. Wars geisterhafter Begleiter wird von keinem Geringeren als Mark Hamill alias Luke Skywalker vertont. Und das richtig gut. Da kann man nur hoffen, dass bei der deutschen Synchronisation nicht wieder ins Klo gegriffen wird.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Ich bin der Meinung, dass es Darksiders nicht leicht haben wird. Ja, die Action ist gut umgesetzt, die Grafik ansprechend und auch sonst macht das Spiel auf den ersten Blick nichts falsch. Die Ähnlichkeiten zu einem God of War lassen sich aber nun mal nicht leugnen: Der Antiheld, der seine Kräfte in einer mit Mythen gefüllten Welt wiedererlangen muss. God of War tritt aber einfach noch pompöser auf und versprüht etwas mehr Charme. Zumindest in Bezug auf das, was ich von Darksiders gesehen habe. Dennoch bin ich gespannt, was das Spiel bringt, schließlich ist die Geschichte um einen der Reiter der Apokalypse durchaus vielversprechend. Wenn das mit dem etwas freieren Leveldesign noch klappt, dann steht uns auf jeden Fall jede Menge Action ins Haus.

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