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Preview - Colin McRae DIRT 2 : Schmutz und Schmadder, Baby!

  • PS3
  • X360
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Harte Kämpfe auf dem Schotter

Auf der Piste geht es bretthart zur Sache, zum einen dank der gewohnt guten Fahrphysik, bei der sich nun auch endlich schwere Fahrzeuge nicht mehr anfühlen wie aus Leichtplastik gebaut, zum anderen dank der aufgebohrten EGO-Engine. Selbige zaubert sehr ansehnliche Landschaften und Strecken auf den Bildschirm, garniert mit reichlich Partikeleffekten sowie guter Rennatmosphäre vor allem bei den Rallye-Cross-Veranstaltungen.

Das Fahrverhalten ist exzellent und mit etwas Übung kann man die Boliden sehr genau durch die Kurven scheuchen. Unterschiedliche Fahrbahnbeläge machen sich ebenso deutlich bemerkbar wie die Fahreigenschaften der diversen Fahrzeuge. Neu dabei sind großflächige Pfützen, die sich fühlbar auswirken und einem schon mal den schönsten Drift ruinieren oder ordentlich Tempo rauben können.

Die KI liefert euch deftige Rennen, um jeden Millimeter wird gekämpft und oft mit harten Bandagen. Eure Konkurrenten dürften euch nicht selten bekannt vorkommen, denn siehe da, es tauchen Namen bekannter Fahrer und Extremsportler auf, wie Dave Mirra (BMX-Fahrer), Ken Block (US-Rallye-Pilot) oder Travis Pastrana (Dirtbike-Fahrer). Zu den Fahrern entwickelt ihr mit der Zeit ein besonderes Verhältniss und macht euch dadurch Rivalen, die euch im Rennen hart angehen, oder auch Freunde, die euch nach Kräften unterstützen.

Need for Speed: Offroad?

Die Präsentation des Spiels insgesamt fällt ins Auge. Weg sind die trockenen Menüs mit Dudelsound, diesmal geht es mit knackiger Rockmusik stylischer zur Sache. Euer Hauptquartier ist ein Trailer auf einer Rennveranstaltung, es fallen massig lockere Sprüche. Das gefällt uns nicht wirklich, denn auf den ersten Blick erinnert die Aufmachung irgendwie an Need for Speed: Pro Street. Etwas mehr Eigenständigkeit hätten wir uns da schon gewünscht.

Ansonsten gibt es wenig zu meckern. Wie schon erwähnt, sehen die Strecken sehr schick aus, ebenso wie die Fahrzeuge und das tolle Schadensmodell. Ein bisschen dreckiger könnte das Ganze allerdings sein, was die Verschmutzung der Fahrzeuge angeht. Schade ist auch, dass die Engine offenbar weiterhin nicht in der Lage ist, Fahrspuren deutlicher abzubilden, wie es Sega Rally bereits gezeigt hat. Ebenso muss Codemasters noch ein bisschen an den Ladezeiten und der Framerate arbeiten.

Gelungen ist die Replay-Funktion, die euch ohne großes Gezuppel per Analog-Stick vor- und zurückspulen lässt. Apropos zurückspulen: Codemasters hat sich beim hauseigenen Race Driver GRID bedient und eine Flashback-Funktion eingebaut. Falls ihr euren Wagen schrottet, könnt ihr damit, abhängig vom Schwierigkeitsgrad, im laufenden Spiel ein paar Sekunden „zurückspulen" und euren Fehler damit ungeschehen machen.

Über den Mehrspielermodus können wir leider noch nicht viel sagen, denn der war in dieser Version noch nicht enthalten. Fest steht nur, dass alle Fahrzeuge und Strecken aus dem Spiel auch online spielbar sein werden.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Offroad-Fans können schon mal ihr Lenkrad ölen. Der Nachfolger bietet erneut sattes Offroad-Vergnügen mit einigen sinnvollen Ergänzungen. Die Fahrphysik überzeugt und visuell gibt es wenig zu meckern. Dass der gepimpte Karrieremodus hinter der sogenannten Lifestyle-Kulisse prinzipiell genauso funktioniert wie im Vorgänger, fällt eigentlich nicht ins Gewicht. Die Art der Präsentation ist allerdings Geschmackssache – zwischen den Rennen musste ich mich doch einige Male fragen, ob sich DIRT nicht langsam, aber sicher zu einem Need for Speed: Offroad entwickelt. Solange die Rennen aber so fordernd bleiben und so spektakulär umgesetzt sind wie in DIRT 2, mache ich mir da keine Sorgen. Eine echte Offroad-Simulation solltet ihr allerdings nicht erwarten, DIRT 2 führt den eingeschlagenen Weg fort und zeigt sich als Arcade-Racer mit Simulationselementen.

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