Test - Cities in Motion : Verkehr ist nicht gleich Verkehr

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Vor 17 Jahren schuf Chris Sawyer eine Droge namens Transport Tycoon. Die Entwicklerlegende erkannte das süchtig machende Potenzial hinter der Idee, dem Spieler eine Stadt zur Verfügung zu stellen, deren Bewohner mit öffentlichen Verkehrsmitteln versorgt werden müssen. Natürlich gab es Nachahmer, doch so richtig befriedigen konnte bislang keiner. Cities in Motion soll die hinterlassene Lücke des Sawyer-Meisterwerks nun endgültig schließen.

Eure Ziel ist es, ein erfolgreiches Verkehrsunternehmen aufzubauen. Abseits des Sandbox-Modus spielt ihr euch in der Kampagne durch zwölf Szenarien in vier Städten zwischen 1920 und 2020: Berlin, Wien, Helsinki und Amsterdam. Jede Metropole stellt euch vor unterschiedliche Herausforderungen. So werdet ihr euch in Amsterdam mit Wasserwegen auseinandersetzen müssen, während euch Berlin nach der Wiedervereinigung mit zwei unterschiedlichen und noch strikt voneinander getrennten Verkehrssystemen konfrontiert.

Im Laufe der Jahre bekommt ihr immer mehr Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind es über 30 verschiedene, die sich auf die Hauptgruppen Busse, Straßenbahnen, Wassertaxis, Helikopter und U-Bahnen verteilen. Ihr könnt also sogar unter der Erde bauen. Jedes Fahrzeug hat bestimmte Eigenschaften, die ihr vor dem Kauf beachten solltet. Vor allem bei den Punkten Fassungsvermögen, Attraktivität, Wahrscheinlichkeit von Schäden und natürlich den Kosten kann sich schon hier viel entscheiden, das eurem Unternehmen auf lange Sicht hilft oder eben schadet. Zwar dürft ihr auf einer Route beliebig viele Fahrzeuge einsetzen, solange das Geld reicht. Aber wenn ihr erst mal die Bürger mit zu langen Wartezeiten und zu kleinen Wägen verärgert habt, dauert es seine Zeit, bis sie euch wieder ihr volles Vertrauen schenken.

Bedürfnisbefriedigung

Wie es um die Gunst eurer Kunden steht, seht ihr an kleinen Smileys direkt über den Köpfen der wartenden Bürger sowie oben links anhand eines kleinen, farbigen Balkens. Klickt ihr darauf, öffnet sich die Darstellung eurer Beliebtheit bei verschiedenen Sozialgruppen. Davon gibt es in Cities in Motion insgesamt sieben, und jede besitzt ihre eigenen typischen Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Diese zu kennen, ist für die Planung eurer Routen immens wichtig. Der normale Arbeiter verlangt eine möglichst schnelle Verbindung zwischen seinem Zuhause und der Arbeitsstelle, während Touristen am liebsten vom Hotel aus alle Sehenswürdigkeiten erreichen möchten. Studenten bevorzugen günstige Fahrgelegenheiten, während die besser betuchten Geschäftsleute auch mal in den Helikopter steigen.

Cities in Motion - Tram Trailer
Ein neues Video zu Cities in Motion zeigt die Möglichkeiten der Tram in der Aufbau-Simulation.

Doch woher wisst ihr, wo sich die Gruppen befinden und wo bestimmte Ziele sind? Hierzu wendet ihr bestimmte Filter auf eure Miniaturkarte an. So seht ihr sofort, wo sich die meisten Touristen, Geschäftsleute, Rentner, Studenten, Arbeitslose oder die zwei verschiedenen Arbeitergruppen besonders häufen. Aber auch, wo sich die meisten Arbeitsstätten oder Einkaufsmeilen befinden und vieles mehr. Insbesondere für eure geplanten Buslinien wichtig ist die Information, wo genau auffällig viel Verkehr herrscht. Achtet ihr auf all diese Aspekte, wird das von den Bürgern entsprechend positiv registriert.

Zu Hilfe, Herr Zwegat!

Euren Ruf pflegt ihr zusätzlich mit diversen Werbekampagnen, aber auch durch das richtige Verteilen eurer Gelder. Senkt ihr die Ticketpreise, freut sich zwar die Kundschaft, ihr müsst aber darauf achten, dass ihr noch genug übrig habt, um eure Angestellten vernünftig zu bezahlen. Und auch die Wartungskosten eurer Fahrzeuge und Haltestellen solltet ihr nicht unterschätzen. Reichen die Moneten partout nicht mehr, könnt ihr immer noch bei einer der Banken einen Kredit aufnehmen. So lassen sich auch mal Bauprojekte finanzieren, wenn die Kasse leer ist. Aber denkt daran: Dieses Geld ist nicht geschenkt und muss natürlich wieder zurückgezahlt werden!

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