Preview - Call of Juarez : Call of Juarez

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Wie kommt es eigentlich, dass ausgerechnet europäische Studios sich immer wieder mit dem Thema Wilder Westen beschäftigen? Wie auch immer, nachdem die Thematik mittlerweile in einigen Genres brauchbare Vertreter gefunden hat, ist nun das polnische Studio Techland ('Chrome') dabei, einen munteren Mix aus First-Person-Shooter und Action-Adventure auf die Beine zu stellen. In 'Call of Juarez' erlebt ihr die wendungsreiche Story sogar aus der Sicht von zwei Charakteren. Wir hatten Gelegenheit, fünf Levels des Wildwest-Spektakels ausgiebig anzuspielen.

Die Story von 'Call of Juarez' dreht sich vor allem um eben diese beiden gegensätzlichen Charaktere. Da wäre zum einen der Tunichtgut Billy, der aufgrund der ewigen Streitereien mit seinem ruppigen Stiefvater die heimischen Gefilde verlassen hat und nun, Jahre später, wieder mal bei Muttern vorbeischauen will. Dem gegenüber steht Reverend Ray, der Bruder von Billys Stiefvater und zudem ehemaliger Revolverheld, der sich jetzt aber mehr der Bibel als dem Colt widmet.

Die beiden Protagonisten geraten aneinander, als kurz nach Billys Rückkehr dessen Eltern ermordet werden und Ray ausgerechnet Billy am Tatort vorfindet. Lediglich der blutige Schriftzug 'Call of Juarez' an einer Scheunenwand gibt Hinweise auf die weiteren Ereignisse. Billy nimmt entsprechend die Beine in die Hand, um den Mord an seiner Mutter aufzuklären und seine Unschuld zu beweisen, immer gejagt von Reverend Ray, der Billy für den Mörder hält und getreu seiner Vergangenheit das Lebenslicht auspusten will.

Klein-Billy und der Revolverheld

Rein spielerisch bietet 'Call of Juarez' eine gesunde Mischung aus First-Person-Shooter und Action-Adventure, wobei auch Stealth-Elemente nicht zu kurz kommen. Da ihr die Rolle von zwei Charakteren übernehmt – natürlich nicht auf einmal, sondern in jedem Level nur einen – und die beiden Herren recht unterschiedlicher Natur sind, ist auch das Gameplay aus der Sicht des jeweiligen Charakters etwas anders ausgerichtet. Billy ist nicht so unbedingt der Action-Held vor dem Herrn, hier sind eher trickreiches Vorgehen sowie reichlich Schleicheinlagen gefragt. Insbesondere bei Billy kommt auch zum Tragen, dass ihr einiges an Entscheidungsfreiheit habt und viele Aufgaben auf unterschiedliche Arten lösbar sind, ohne euch zu viel Freiraum zu geben und ohne dass ihr den Faden verliert.

Reverend Ray hingegen ist da schon ein härteres Kaliber, kein Wunder als Ex-Revolverheld, der seine Colts rachsüchtig wieder aus dem Schrank kramt und sich natürlich nicht damit aufhält, nur mit einer Wumme zu ballern, sondern gleich beidhändig mit beiden Maustasten die Kugeln fliegen lässt. Da passt es gut, dass Techland der Angelegenheit auch gleich noch eine Art Bullet-Time spendiert hat. Mit Colts in beiden Händen erhaltet ihr einige Sekunden Zeitlupe, in welcher der Cursor über verschiedene Ziele wandert, die ihr mit gutem Timing ausknipsen könnt. Und wenn alle Stricke reißen, wird kräftig aus der Bibel zitiert, um den Gegnern die Leviten zu lesen. Ob der Charakterwechsel über das gesamte Spiel funktioniert, ohne zu einem Bruch der Story zu führen, bleibt abzuwarten. Ersatzweise gibt es noch einen Multiplayer-Modus, über den wir allerdings noch nichts verraten können, da er in der vorliegenden Preview-Version noch nicht implementiert war.

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