Preview - Bus Simulator : Alles einsteigen! Bald auch für PS4 und Xbox

  • PC
  • PS4
  • One
Von Kommentieren

Alles einsteigen! Der Bus Simulator fährt auf die Konsolen. Bald dürfen endlich auch PS4- und Xbox-Spieler den Berufsalltag eines Busfahrers aus erster Hand erleben. Aber nicht nur das. Wie in einer Wirtschaftssimulation managt ihr ein komplettes Busunternehmen, kauft neue Fahrzeuge, stellt zusätzliche Fahrer ein und dürft sogar im Multiplayermodus zusammen mit euren Freunden den Freuden der Fahrgastbeförderung im öffentlichen Personennahverkehr frönen.

Männer lieben große Maschinen. Bagger, Traktoren, Lastwagen - oder eben Busse. Nicht umsonst kann man bei Erlebnisportalen wie Jochen Schweizer oder myDays neben Bungee-Jumping und Fallschirmspringen auch einfach mal einen Nachmittag auf der Baustelle buchen. Das erklärt auch den Erfolg von Simulationsspielen, die diese Faszination originalgetreu zu vermitteln versprechen.

Bus, Bus, wir brauchen Bus! Was geht'n, Alter?

Den Bus Simulator gibt es in der Ausgabe 18 schon seit etwa zwei Jahren für den PC. Nun kommt er auch für PS4 und Xbox One. Inhaltlich sind alle drei Versionen bis auf die hinzugefügte Controllerunterstützung nahezu identisch.

Trotz des hohen Grades an Realitätstreue ist man auch als Neuling vom ersten Moment an im Bus Simulator „drin“. Während mancher Simulator dafür berüchtigt ist, schon fast eine abgeschlossene Berufsausbildung in dem jeweiligen Betätigungsfeld als Tutorial zu verlangen, kann man im Bus Simulator auch als durchschnittlicher GTA-Spieler direkt loslegen. Nur dass man sich im Gegensatz dazu beim Bus Simulator an die Verkehrsregeln halten sollte, um keinen teuren Strafzettel zu kassieren. Das ist auch das erste, was einem als Otto-Normal-Videospieler auffällt: Wie sehr man es gewohnt ist, rote Ampeln zu ignorieren, auf die Rechts-vor-links-Regel zu pfeifen, andere Verkehrsteilnehmer selbst im dichtesten Verkehr auf der anderen Spur zu überholen oder einfach mal die Straßenlaterne zu überfahren, wenn sie im Weg steht. Und was man normalerweise niemals in Spielen macht: Blinker setzen.

Was sonst noch für den Beruf des Busfahrers notwendig ist, lernt man recht schnell. Das Navi zeigt den Weg zur nächsten anzufahrenden Haltestelle. Türen öffnen, warten bis alle eingestiegen sind, Wechselgeld geben, wenn jemand eine Fahrkarte kauft, beim Losfahren Blinker setzen nicht vergessen.

Winter der Leidenschaft

Der Bus Simulator spielt in der fiktiven Stadt Seaside Valley, doch auch wenn sie dem Namen nach vielleicht eher in Kalifornien zu vermuten wäre, so ist die Spielwelt ganz eindeutig verschiedenen typisch deutschen Gegenden nachempfunden. Wir beginnen in einer kleinen beschaulichen Vorstadtsiedlung mit angrenzendem Industriegebiet und Waldstück, in dem sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern auch die Bundesstraße in die nahe Kleinstadt führt mit seinem Einkaufszentrum am Stadtrand und der verwinkelten Altstadt mit ihren engen Gassen, die selbst für fortgeschrittene Busfahrer eine Herausforderung darstellen.

Gelungen ist nicht nur die Liebe zum Detail, mit der diese Spielwelt erstellt ist, sondern auch die vielen Kleinigkeiten, durch die der Busfahreralltag lebendig wird. So entwickeln die Gespräche der Fahrgäste nach einer Weile fast schon so etwas wie ihre eigene kleine Geschichte. Stadtgespräch ist häufig etwa die erfolgreiche Seifenoper „Winter der Leidenschaft“, über deren letzte Folge man fast täglich auf dem Laufenden gehalten wird – auch wenn sich die Dialoge nach einer Weile nur noch wiederholen.

Nach einer Fahrt muss man zudem gelegentlich zurückgelassenen Müll aufsammeln oder Fundsachen in Obhut nehmen. Der Bus Simulator mag bei Weitem nicht die spielerische Bandbreite des Landwirtschafts-Simulators besitzen, ist aber ähnlich unkompliziert aufgebaut und voller Möglichkeiten, die sich nach und nach erschließen.

Für ein ähnlich hohes Maß an Authentizität wie beim Landwirtschafts-Simulator sorgen die Lizenzen der Fahrzeughersteller MAN, Mercedes-Benz, Setra und Iveco, auf die Entwickler Stillalive zugreifen durfte, um die Busse bis in die letzte Schraube hinein exakt nachzubilden.

Bus Simulator 18 - Launch Trailer
Der neue Bus Simulator 18 ist ab sofort für den PC erhältlich.

Neue Busse, aber auch schicke Lackierungen für sie, kauft ihr von dem Geld, das euer Busunternehmen erwirtschaftet. An dieser Stelle offenbart sich das zweite Gesicht des Bus Simulators: Denn das Spiel ist nicht einfach nur eine reine Fahrzeugsimulation, sondern bettet diese in ein komplettes Managementspiel.

Ihr kauft neue Busse, arbeitet Fahrpläne für sie aus und stellt Fahrer ein, die auch unabhängig von euch Geld für euer Unternehmen erwirtschaften. Wer möchte, kann diesen Job auch von Freunden online im Multiplayermodus übernehmen lassen und ihnen zuwinken, wenn man sich mal zufällig auf der Strecke über den Weg fährt. Alternativ können eure Freunde auch als „Co-Pilot“ bei euch mitfahren und als Fahrkartenkontrolleur das erhöhte Beförderungsentgelt von Schwarzfahrern kassieren. Der Satz „Die Fahrkarten, bitte!“ kommt auf der Beliebtheitsskala schließlich gleich direkt hinter „Hefte raus, Klassenarbeit ...“

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel