Test - Borderlands 2: Commander Lilith & The Fight for Sanctuary : Test: Kostenloser DLC leitet zu Teil 3 über

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Damit hat wohl niemand gerechnet. Sieben Jahre nach dem Release von Borderlands 2 zaubert Gearbox Software noch einen kostenlosen DLC für den Looter-Shooter aus dem Hut. Bis zum 8. Juli können sich Besitzer von Borderlands 2 und Borderlands: The Handsome Collection kostenlos auf Pandora austoben oder den DLC danach gegen schmales Geld erwerben. Commander Lilith & The Fight for Sanctuary soll das Bindeglied zwischen dem zweiten Teil und dem kommenden Borderlands 3 bilden. Vor- und Nachspeise in einem also.

Nachdem ihr euch gemeinsam mit den Crimson Raiders am Ende von Borderlands 2 Handsome Jack gestellt und den Warrior besiegt habt, kehrt etwas Ruhe auf Pandora ein. Allerdings nicht lange. Mit Hector taucht ein neuer Bösewicht auf, der sich gleich mal richtig unbeliebt macht. Nicht nur, dass er Sanctuary attackiert und die so mühevoll eroberte Vault-Karte stiehlt, er setzt zudem noch ein Gas frei, das Pandora und seine Bewohner vergiftet und teilweise zu Pflanzenhybriden mutieren lässt.

Erneut schlüpft ihr in die Rolle eines eurer Helden, so ihr denn das empfohlene Level 30 erreicht habt, um Hector entgegenzutreten. Habt ihr keinen Spielstand mehr oder besagtes Level noch nicht erreicht, ist das kein Beinbruch, denn ihr könnt neu erstellte Charaktere direkt auf Level 30 hochstufen. Über die Schnellreiseterminals im Spiel ist der Zugang zum DLC schnell gefunden.

Wie gewohnt setzt sich der DLC aus einer Reihe von Storymissionen sowie optionalen Nebenaufgaben zusammen, die euch in neue Areale auf Pandora führen, darunter auch die Überreste der Raumstation Helios sowie eine neue Basis namens Backburner. Ihr trefft auf eine ganze Reihe alter Bekannter wie Brick, Lilith, Dr. Zed oder Ellie, die euch stets mit Arbeit versorgen. Allein schon deswegen ist der DLC eine willkommene Auffrischung der Erinnerungen an Borderlands 2.

Der DLC hat einiges an Umfang zu bieten. Story- und Nebenmissionen dürften euch, je nach Schwierigkeitsgrad, fünf bis sechs Stunden oder länger beschäftigen. Veteranen dürfen sich ferner über eine Anhebung der Levelgrenze von 72 auf 80 freuen. Neben bekannten Charakteren und Gegnern sind natürlich auch neue Widersacher dabei, unter anderem besagte Pflanzenhybriden bekannter Archetypen und neue Bosse, darunter auch ein knackiger Raidboss, dem ihr für Sir Hammerlock den Garaus machen sollt.

Natürlich mangelt es nicht an Beute. Gerade bei den Bossen geht ein wahrer Platzregen an mehr oder minder brauchbaren Waffen und Upgrades nieder. Mit dabei ist eine neue Lootstufe, die über die früheren raren und legendären Gegenstände hinausgeht und mit massig Power und regenbogenfarbigen Texturen glänzt. Hinzu kommen neue Skins für eure Charaktere sowie massig Sammelobjekte, allem voran Echos, die weitere Teile der Geschichte verraten.

Ein neuer DLC zu Borderlands 2 in 2019! - Video-Review zu Borderlands 2: Commander Lilith & The Fight for Sanctuary
Überraschung! Sieben Jahre nach Borderlands 2 zaubert Gearbox noch einen kostenlosen DLC für den Looter-Shooter aus dem Hut.

Überraschend fällt auf, wie gut Borderlands 2 gealtert ist, speziell hinsichtlich des Gameplays. Die Shooter-Mechanik mit den unzähligen Zusatzeffekten funktioniert immer noch hervorragend, ebenso wie der Sammeltrieb in Sachen Loot. Schon nach wenigen Minuten ist man wieder voll drin im Spiel, nicht zuletzt dank der unkomplizierten Action. Der brachiale Humor mit den kauzigen Charakteren kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Geblieben sind allerdings auch einige Mankos sowohl technischer Natur als auch beim Spieldesign. Erneut werden Gebiete, die bereits für die Storymissionen genutzt wurden, für Nebenmissionen recycelt, wobei sich das Backtracking immerhin in Grenzen hält. Überdies fallen wieder unschöne Schwächen der alten Unreal-Engine auf, speziell wenn Texturen erst Sekunden nach dem Laden eines Abschnitts vollständig angezeigt werden. Immerhin, dank des Cel-Shading-Looks wirkt der DLC optisch nicht allzu veraltet und weiß vor allem stilistisch zu gefallen.

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