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Test - Battlefield 3: Close Quarters : Mann gegen Mann

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Battlefield und Call of Duty sind die beiden großen Streithähne, wenn es um die Gunst der Ego-Shooter-Mehrspielerfraktion geht. Auch wenn sich beide von der Thematik her gleichen wie ein Ei dem anderen, so spielen sie sich doch unterschiedlich: Battlefield 3 mit seinen Fahrzeugen und der teils zerstörbaren Umgebung auf der einen Seite und Call of Duty mit seinen schnellen Infanteriegefechten auf der anderen. Mit dem Add-on Close Quarters nähert sich Battlefield 3 nun mit Riesenschritten Call of Duty an. Bleibt die Frage: Warum nur?

Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus bei Close Quarters auf engen Räumen und dem Kampf Mann gegen Mann. Weite, offene Areale und steuerbare Fahrzeuge sucht ihr auf den vier neuen Karten vergeblich. Dafür gibt es neue Waffen und zwei neue Spielmodi, die im Endeffekt eins zu eins von CoD abgekupfert wurden. "Conquest Domination" ist dem normalen Conquest-Modus sehr ähnlich. Auf jeder Karte gibt es drei Flaggenpunkte, die erobert und gehalten werden müssen. Im Endeffekt also genau so, wie man es eben kennt. Bloß dass Flaggen weitaus schneller erobert werden und so im Zusammenspiel mit den engeren Räumen eine ganz andere Spieldynamik entsteht: eine, die lauthals "Call of Duty!" schreit. Außerdem gibt es noch "Gun Master". Hier startet ihr mit einer einfachen Pistole und arbeitet euch alle zwei Kills die Waffenleiter hoch.

Die vier Karten legen es auf schnelle Gefechte an und an bestimmten Punkten kommt es immer wieder zu heißen Scharmützeln, wofür die Flaggenpunkte sorgen. Zwei davon sind in der Regel in engeren Räumen und einer in einem etwas offeneren Areal. Kaum seid ihr im Spiel, seid ihr auch schon mitten in der Action. Ruhepausen gibt es wenige. Wie Ebbe und Flut schwappen die Gefechte hin und her.

Tod von oben

Ziba Tower schickt euch durch einen Apartment-Komplex, sticht aber von den neuen Karten am wenigsten heraus und bietet spielerisch die wenigste Finesse. Besser sieht das bei Donya Fortress, einer nahöstlichen Villa, aus, die eine Flagge auf einem kleinen Balkon bietet, von dem man schön die unten stehenden Kontrahenten ins Visier nehmen kann. Operation 925 erinnert ein wenig an Ziba Towers, hat aber einen Flaggenpunkt in einer halbwegs weitläufigen Tiefgarage, wo die Feuergefechte natürlich besonders spektakulär aussehen. Zu guter Letzt ist da noch die Karte Scrapmetal, wo ihr in zwei heruntergekommenen, verwinkelten Lagerhäusern, die über kleine Gänge miteinander verbunden sind, um die Vorherrschaft kämpft.

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Optisch sieht alles natürlich erwartungsgemäß schick aus. Durch den Fokus der Karten auf Gefechte in engen Räumen fällt die große Zerstörungswut in Sachen Häusern weg. Ist ja klar, sonst würde am Ende eines Matchs kein Stein mehr auf dem anderen stehen. Stattdessen wirft DICE den Begriff "HD Destruction" in den Raum. Hierbei handelt es sich im Endeffekt um nichts anderes als einen Marketing-Begriff für kleine Zerstörungen, wie Einschusslöcher und hier und da zerstörbare Elemente, etwa Türen und Trennwände.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Close Quarters ist schon eine spaßige Angelegenheit. Die Frage nach dem Warum stellt sicher aber immer noch. Die neue, schnelle, fast schon hektische Run-and-Gun-Spielmechanik hat mit Battlefield nicht mehr viel gemein und erinnert sehr stark an Call of Duty. Mehr denn je hat man das Gefühl, DICE will zeigen, dass sie das, was die Konkurrenz kann, auch beherrschen. Close Quarters ist in dem Sinne ein deutliches Zugeständnis an CoD. Dadurch bleiben die Qualitäten, die Battlefield ausmachen, auf der Strecke. Und genau die sind es ja schließlich, welche die Zocker überhaupt erst angezogen haben. So ist fraglich, ob Hardcore-Battlefield-Enthusiasten diese Erweiterung über einen längeren Zeitraum hinweg annehmen werden. Genauso wie Call-of-Duty-Fans wohl kaum wegen vier Karten wechseln werden. Wer sich aber von der traditionellen Battlefield-Spielmechanik lösen kann und offen für diese neue „alte“ Spieldynamik ist, wird mit Close Quarters seinen Spaß haben.

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