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Test - Battlefield 3: Aftermath : 8,5 auf der Richterskala

  • PC
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Als wir die ersten Runden im Scavenger-Modus auf den neuen Karten bestritten, packte uns sofort die dichte Atmosphäre. Überall laufen blutende, völlig erschöpfte Kämpfer durch die Trümmer, manchmal kommt es zu einem Nachbeben und jeder sucht wie verrückt nach Waffen, die überall verstreut auf den zerstörten Karten zu finden sind. Mit den gefundenen Waffen, aber ohne Klassenfähigkeiten, spielen wir dann "Conquest". Ein spaßiger Modus, der aber niemanden vom Hocker reißen wird.

Im ganz normalen Conquest-Modus kommen die drei neuen Jeeps ins Spiel, die bis auf den Rhino, mit dem ihr nun fahren und ballern könnt, kaum erwähnenswerte Neuerungen haben. Aber genau hier liegt unter den ganzen Trümmern auch ein Problem begraben. Es ist wirklich schwierig, mit einem Panzer oder einem der Jeeps über die Karten zu fahren, denn die Gänge sind eng und voller Schutt. Freie Straßen gibt es eigentlich kaum und wenn doch, werden sie von Panzerabwehrsoldaten belagert.

Gut durchgerüttelt

Aber die Schlachtfelder sind ohnehin auf den Infanteriekampf ausgelegt. Es gibt viele Versteckmöglichkeiten, Treppen sowie schmale Gänge und der Großteil der Gebäude hat nun mehrere Etagen, die gute Plätze für Scharfschützen bieten. Auch bei den Flaggenpunkten hat DICE gute Arbeit geleistet. Diese sind clever platziert und nicht zu weit voneinander entfernt, was den Gefechten ein tolles und angemessenes Tempo verleiht. Leider machen die Karten rein optisch nicht viel her. Grafisch bewegt sich die Erweiterung natürlich auf dem altbekannten hohen Niveau, aber vom Stil her ähneln sie sich doch recht stark. Es fehlt der Wiedererkennungswert, den bis jetzt alle Karten hatten. Viermal braun und kaputt ist auf Dauer nicht jedermanns Sache.

Der Aufbau der Karten ist allerdings fantastisch. Da haben die Jungs und Mädels aus Schweden wirklich gute Arbeit geleistet. Jede Karte spielt sich angenehm einfach, bleibt aber trotzdem stets herausfordernd. Ihr werdet immer wieder neue Taktiken entdecken und mit euren Freunden im Squad richtig gute, geplante Angriffe starten können. Mit den Karten gibt es also kaum gravierende Probleme, bis auf die Tatsache, dass sie schlecht befahrbar sind. Auch der Scavenger-Modus macht kurzweilig Spaß und die Armbrust dürfte sogar das Hauptspiel ein gutes Stück interessanter machen. Aber genau hier könnte es bald zu einem Problem kommen. Wer sich die Erweiterung nicht kauft, bekommt auch keine Armbrust und hat somit einen Nachteil, was die Spezialisierung der Klassen angeht. Die Zeit wird zeigen, ob die spaßige Armbrust nicht nur Segen, sondern auch Fluch ist.

Fazit

Marek Orzechowski - Portraitvon Marek Orzechowski
Als ich die ersten Bilder und Trailer zu Battlefield 3: Aftermath sah, hielt sich die Freude auf diese Erweiterung in Grenzen. Die Karten sahen nicht so ansprechend aus wie in Armored Kill, mit der Armbrust konnte ich mich nicht anfreunden und die drei neuen Jeeps ließen mich ebenfalls kalt. Immerhin sah das Szenario frisch und stimmig aus. Aber nach den ersten Gefechten im Erdbebengebiet war die Situation klar. Ich lag falsch mit meinen Vermutungen. Battlefield 3: Aftermath kann problemlos mit all den anderen Erweiterungen mithalten und erschafft zum ersten Mal in der Geschichte von Battlefield 3 eine völlig neue Atmosphäre auf den Schlachtfeldern. Man spürt durch die Umgebung und das Aussehen der Soldaten die Intensität der Kämpfe viel stärker, was zu fantastischen Mehrspielergefechten führt. Es mag den vier Karten zwar das gewisse Etwas, wodurch man sie besser hätte unterscheiden können, fehlen und Fahrzeuge scheinen hier aufgrund des Kartenaufbaus fehl am Platz zu sein, aber wer sich als Infanterist mit drei Freunden in einem Squad über die Schlachtfelder bewegt, wird begeistert sein. Mit Aftermath wurde das Tempo im Vergleich zum Hauptspiel oder zu Armored Kill perfekt angehoben und passt nun zum Survival-Ton des Spiels. DICE hat mal wieder so gut wie alles richtig gemacht und es nicht nur geschafft, eine frische Erweiterung aus dem Hut zu zaubern, in der sich kaum etwas findet, worüber man meckern könnte, sondern auch mit der unscheinbaren Armbrust dem Hauptspiel neue taktische Möglichkeiten verliehen und vier fantastische Karten designt, die zu den besten der Serie gehören.

Überblick

Pro

  • interessante Kulisse mit stimmigem Look und dichter Atmosphäre
  • drei neue Fahrzeuge, die vom Stil her perfekt in das Szenario passen
  • Armbrust erweitert auch das Hauptspiel um neue taktische Möglichkeiten
  • spaßiger Scavenger-Modus, der zur postapokalyptischen Stimmung passt
  • clever designte Schlachtfelder, die neue Taktiken erfordern
  • grafisch und klanglich immer noch beeindruckend

Contra

  • Karten mangelt es an Wiedererkennungswert
  • wer den DLC nicht kauft, hat im Hauptspiel durch das Fehlen der Armbrust einen kleinen Nachteil
  • Fahrzeuge lassen sich schwer durch die engen Straßen und den Schutt navigieren

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