Test - Battlefield 1943 : Weniger ist manchmal doch mehr

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Ein Klassiker entschlackt: Als sommerlich schlanke Download-Version lädt der Shooter-Klassiker Battlefield auf PS3 und X360 zu spannenden Mehrspielergefechten ein. Doch kann der Titel unter all den starken Genre-Vertretern bestehen? Wir haben zahlreiche Online-Schlachten geschlagen und sagen klar: Ja.

Eine schwierige Beziehung

Die Battlefield-Reihe ist seit dem Release des Erstlings im Jahre 2002 eine Erfolgsgeschichte. Der Mehrspieler-Shooter avancierte auf PC rasch zu einem der beliebtesten Online-Titel überhaupt. Mittlerweile gibt es fünf erfolgreiche Battlefield-Spiele für den Heimcomputer. Lange Zeit war die Situation im Konsolenbereich ganz anders; Konsolen und Battlefield - eine höchst schwierige Beziehung. Die komplexe Steuerung ließ sich kaum auf die Controller-Buttons abwälzen und die Online-Infrastruktur der Konsolen verhinderte große Schlachten mit vielen Nutzern gleichzeitig. So blieb die komplett für Konsolen entwickelte Version von Battlefield 2 kommerziell hinter den Erwartungen der Entwickler zurück. Erst mit Battlefield: Bad Company gelang der Durchbruch im Konsolenlager.

Bad Company ist allerdings weit vom Original-Battlefield entfernt, deshalb ist das Download-exklusive Battlefield 1943 nun mehr als ein nettes "Nebenprodukt", das mit dem Frostbite-Programm dieselbe Engine verwendet wie Bad Company. Battlefield 1943 ist nämlich nichts Geringeres als eine Art Remake des PC-Erstlings, dessen Xbox-Umsetzung vor einigen Jahren abgebrochen wurde. Erneut dreht sich also alles um den Konflikt zwischen den USA und Japan während des Zweiten Weltkriegs. Ein eher kompliziertes PC-Spiel als Konsolen-Download-Zockerei? Klingt unpassend, sind die Download-Titel im Konsolenlager doch eher als Fast Food konzipiert, also als kleine Spielerei für zwischendurch.

Weniger ist mehr?

Genau das ist aber auch DICE bekannt und so musste Battlefield mächtig abspecken (siehe Kasten): Anstatt fünf Klassen stehen nur noch drei zur Verfügung und die Kartenanzahl wurde auf ebenfalls drei zurückgefahren. Weniger entscheidend der Rückgang der Fahrzeuge: Nach wie vor wird an Land, in der Luft und auf See gekämpft, einzig der Wegfall der steuerbaren Flugzeugträger fällt ins Gewicht. In puncto Match-Varianten gibt es im Konsolenlager nur noch Conquest. In diesem geht es darum, fünf Stützpunkte zu erobern und zu verteidigen. Ein eingenommener Stützpunkt fungiert zugleich als Respawn-Punkt. Sogenannte Tickets entscheiden, wie oft ein gefallener Soldat zurückkehren darf und welches Team am Ende gewinnt.

Battlefield: 1943 - Launch Trailer
Battlefield: 1943 will an den großen Erfolg seines Vorgängeres Battlefield: 1942 anknüpfen. Dieser Launch Trailer zeigt vor allem die positive R
Vergleich Battlefield 1942 Battlefield 1943
Einheiten: Aufklärer, Assault, Panzerabwehr, Sanitäter, Ingenieur Kundschafter, Infanterist, Schütze,
Karten: 16 3 (Wake Island, Iwo Jima, Guadalcanal)
Fahrzeuge: Panzer, U-Boot, Kampfflieger, Bomber, Kastenwagen, Flugzeugträger/Kriegsschiff, Halbkettenfahrzeug, Schützenpanzerwagen, Panzerhaubitze, Landeboot, Mannschaftstransporter (insg. 35 Fahrzeugmodelle) Jeep, Landeboot, Bomber, Kampfflugzeug, Panzer, Flugzeugträger/Kriegsschiff (nicht steuerbar)
Engine: Refractor II Frostbite
Spielmodi: Einzelspielerkampagne (Bots), Online/LAN-Multiplayer Einzelspieler-Tutorial, Online-Multiplayer
KI-gesteuerte Bots: Ja Nein
Spielmodi: Conquest, Deathmatch, Capture the Flag, Koop Conquest
Auto-
Spawnpunkt:
Nein Ja
Anzahl Spieler: 32 24
Ranking/Award-System: Nein Ja
Squad-Funktion: Nein Ja

Shooter-Fans müssen sich bezüglich der Steuerung nicht großartig umgewöhnen, orientiert sich Battlefield 1943 doch am Controller-Standard. Ihr dirigiert also wie bei der aktuellen Konkurrenz euren Soldaten aus der Ego-Sicht über die Maps. Dabei ist nicht nur die Bedienung unkomplizierter, sondern das Spieltempo auch höher als im PC-Vorbild. Des Weiteren gibt es keine Energie-Anzeige mehr - werdet ihr getroffen und verfärbt sich der Bildschirm rot, geht ihr für einige Sekunden in Deckung. Die Steuerung ist insgesamt sehr gelungen, doch vor allem auf der PS3 sorgen das fehlende Auto-Aiming und die sehr hoch eingestellte Analog-Stick-Abfrage für einen Ausflug in das Optionsmenü. Apropos Flug: Einzig die Flugsteuerung braucht definitiv einiges an Training, die restlichen Fahrzeuge sind einfacher zu handhaben.

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