Test - Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall - Episode 1 : Stobbart schnüffelt wieder in 2-D

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Weg von den Polygonen, zurück ans Zeichenbrett: Revolution Software nutzt die Chance des Kickstarter-Hypes und gibt den Fans der Baphomets-Fluch-Serie einen neuen Teil im klassischen 2-D-Gewand. Die Frage ist, ob das automatisch Spielspaß garantiert.

Manche Tage sind einfach zum Vergessen: George Stobbart besucht eine kleine Kunstausstellung, als ein Unbekannter das Gebäude stürmt, eines der Bilder stiehlt und obendrein den Besitzer der Galerie kaltblütig erschießt. Als verantwortlicher Versicherungsbeauftragter macht sich George sogleich an die Arbeit, um den Fall aufzuklären, und erhält dabei Hilfe von seiner alten Freundin Nico. Dass es dabei mehr als nur um einen Raubmord geht, erfahren die beiden sogleich von einem panisch agierenden Priester, der allein aufgrund des gestohlenen Gemäldes über Tod und Hölle sinniert.

In der Tat wäre Der Sündenfall kein echtes Baphomets Fluch, wenn der Fall keine religiösen oder okkulten Elemente beinhalten würde. Leider verrät die erste Hälfte des Spiels - die zweite wurde noch nicht veröffentlicht - nicht allzu viel darüber, in welche Richtung die Auflösung driftet. Aber die zweite Episode soll bereits nächsten Monat folgen und zudem kostenfrei für alle Käufer der ersten sein, weshalb der Cliffhanger zu verschmerzen ist.

Guter Start, schwache Weiterentwicklung

Von der wirklich gelungenen Einleitung abgesehen, die zudem mit einer interessanten Rückblende in die 30er-Jahre gekoppelt ist, gibt es leider keine guten Nachrichten zu vermelden. Ist die rudimentäre Plotentwicklung noch ganz ordentlich, so knabbern zahlreiche Mängel im Detail an der Atmosphäre des Spiels.

Baphomets Fluch: Der Sündenfall - Studio-Talk mit Charles Cecil
Baphomets-Fluch-Schöpfer Charles Cecil war bei uns zu Gast und sprach über den kommenden fünften Teil der Reihe.

So schlägt etwa das Charakter-Design über die Stränge, wenn es einen selbstsicheren Inspektor namens Navet auf eine völlig überzogene Weise zu einem lächerlichen Deppen macht. Klar: Der Mann soll keine große Leuchte darstellen und bewusst den blinden Übereifer der örtlichen Polizei symbolisieren. Aber dass er sich als vermeintlicher Blutanalyst hochstilisiert und selbst Tage nach dem Mordfall einen Klecks Pizzasoße nicht als solchen erkennt, ist einfach nur doof. Davon abgesehen ist die Art, wie Nevat redet und dargestellt wird, weder lustig noch originell, sondern schlicht und ergreifend peinlich.

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