Test - Avencast – Rise of the Mage : Zauberhaftes Hack'n'Slay

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Nach innen gerichteter Blick, leises Murmeln, ein explosionsartiges Strecken des Arms, und schon rast eine Lanze aus violettweißem Licht auf das Ungeheuer zu, Tod und Vernichtung in die Schneisen der dunklen Horden pflügend. Wer möchte sie nicht besitzen, die Macht des Erzmagiers, durch Wort und Geste orangerote Flammen und türkisblaue Eissplitter zu versenden? Und wenn man gleichzeitig noch die Welt vor dem Untergang retten kann, warum denn nicht. Hokuspokus oder fauler Zauber, ob Avencast – Rise of the Mage in dieser Hinsicht euer Begehren erfüllt, soll hier verraten werden, also nehmt Platz und hört zu.

Es war einmal ein alter Magier, der hatte einen Schüler – als Findelkind unter ungeklärten Umständen in seine Obhut gelangt – dessen Wissensdurst dermaßen ausgeprägt war, dass bald die Grenze dessen, was ihm sein Ziehvater beibringen konnte, erreicht war. Offensichtlich verfügte der Jüngling über Begabungen, die nur in der berühmtesten aller Zauberakademien voll entwickelt werden konnten. So machte er sich also auf den Weg nach Avencast, deren Fundamente auf den geheimnisvollen Kristallhöhlen standen, deren Macht die dort ansässigen Magier zu entschlüsseln trachteten.

Ab hier übernimmt der Spieler die Kontrolle und fährt direkt einen Anschiss seines Alchemieprofessors ein, weil er, anstatt dem Unterricht zu folgen, lieber schnarchend auf der Hörsaalbank fläzte. Hier wird deutlich, was das in Sepiatönung gezeichnete Intro schon vermuten ließ: Grafisch stellt das Spiel mit Sicherheit keine Referenz dar, zu grob sind Texturen und Models, doch dazu später mehr.

Unsanft aus dem Schlaf geschreckt lassen wir uns aus dem Hörsaal werfen und weil man uns anscheinend los haben möchte, machen wir uns auf Geheiß des Professors daran, unsere Abschlussprüfung vorzubereiten. An dieser Stelle fällt die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung auf, die wahlweise unabhängige oder Verfolgerkamera erlaubt. Zoomen und Drehen ist drin, auch lässt sich der Kamerawinkel von recht steil bis sehr steil (senkrecht) beeinflussen. Anfangs wird man das Gefühl nicht los, aufgrund des steilen Winkels zu wenig nach vorne zu sehen – eine Konzession an die Engine? – später fällt dies jedoch gar nicht mehr auf. Dafür werden Levelteile weich und zügig ausgeblendet, bevor sie des Spielers Sicht behindern können.

Kann ich helfen?

Im Auftrag Malvarens, des Mentors des Spielers, versuchen wir, die drei erforderlichen Zulassungsstempel zu ergattern, im Rahmen dieses Tutorials werden Kampf und Interaktion mit der Umwelt erklärt. Beim Durchstreifen der Akademie eröffnen sich dem Spieler diverse Gelegenheiten, Nebenaufgaben zu erfüllen, die ordentlich Erfahrungspunkte geben. Und nebenbei noch nützliche Ausrüstungsgegenstände einbringen, die noch lange im Spielverlauf nützlich sind.

So erlaubt ein auf Wunsch rufbarer Goblin-Händler-Doppelgänger den Ein- und Verkauf von Ausrüstung und Tränken jederzeit und allerorts. Sehr praktisch.

Angelegt verändern Rüstungsteile das Aussehen des Protagonisten und verleihen zusätzliche Fähigkeiten.

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