Test - ASUS ROG Zephyrus S GX701 : Ultraflacher 17-Zoll-Bolide

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Vorbei die Zeiten, als ein Gaming-Notebook noch die Dicke eines Oxford-Wörterbuchs hatte. Dank neuer CPU- und GPU-Generationen passt mehr in die Gehäuse als je zuvor. Das ASUS ROG Zephyrus S GX701 gehört mit nur 18,7 mm zu den ultraflachen Daddelflundern, die trotzdem volle Leistung bieten. Wir haben geprüft, ob es wirklich in allen Bereichen überzeugen kann oder nur mit seiner Modelfigur punktet.

Das ASUS ROG Zephyrus S GX701 spielt allerdings in der gehobenen Preisliga. Für unsere Testkonfiguration müsst ihr immerhin satte 3.199 Euro opfern. Als Gegenleistung erhaltet ihr ein 17-Zoll-Notebook, das von seinen Abmessungen her kaum größer als ein alter 15-Zöller ist. Mit seinen 399 x 272 x 18,7 mm und einem Gewicht von etwa 2,6 kg ist es tatsächlich noch rucksacktauglich. Zu den kompakten Abmessungen trägt auch der schmale Rahmen von 6,9 mm rund ums 17-Zoll-Display bei.

Optisch macht das Zephyrus einiges her. Das mattschwarze Aluchassis mit seinen kupferfarbenen Zierstreifen sieht ziemlich edel aus und ist sauber verarbeitet. Ärgerlich ist nur, dass es keine vernünftige Wartungsklappe gibt – im Falle eines Falles müsst ihr das Gehäuse mehr oder weniger komplett auseinandernehmen. Typisches Gaming-Bling-Bling ist nicht zu entdecken. Trotz des recht großen Logos auf dem Deckel kann man das Zephyrus in einen Meetingraum stellen, ohne vor Scham im Boden zu versinken.

Hinsichtlich der Anschlüsse gibt sich das GX701 ein klein wenig sparsam. An der linken Seite befinden sich Audio, HDMI 2.0, USB 3.1 Type-A und USB 3.1 Type-C, rechts hingegen 2x USB 3.1 Type-A und USB 3.1 Type-C. Ein LAN-Anschluss ist ebenso wenig vorhanden wie ein Kartenleser. Den einen oder anderen könnte zudem die Anordnung stören: Aufgrund des generellen Layouts liegen die Anschlüsse recht weit vorn an den Seiten und können, wenn belegt, Mausnutzern ins Gehege kommen.

Beim Layout gibt es einige Besonderheiten. Die erste ist, dass beim Hochklappen des Displays ein Teil des Bodens ausgefahren wird, um den Lufteinlass zu vergrößern. Das fällt nicht weiter störend auf und ist eine ziemlich clevere Idee. Zum anderen ist die komplette Tastatur auf der unteren Hälfte des Chassis positioniert, mit dem Touchpad dort, wo man normalerweise den Zahlenblock erwartet. Das ist zunächst ungewohnt, hat aber den Vorteil, dass die heißen Bereiche des Notebooks nicht mit dem Tastenfeld kollidieren.

Die Tastatur selbst ist qualitativ in Ordnung, der kurze Hubweg und das etwas weiche Feedback der Tasten sind aber Geschmackssache. Unsereins mag es eigentlich gern ein wenig knackiger. Störend fallen die Pfeiltasten auf, die zwar abgesetzt, aber dafür arg klein sind. Die Größe ist auch das Problem des Touchpads. Aufgrund der Einbindung ins Tastenfeld ist es sehr schmal geraten, dafür funktioniert es aber schnell und präzise und hat gute Gleiteigenschaften. Praktisch: Per Tastendruck blendet ihr auf dem Touchpad den Zahlenblock ein, der physisch nicht vorhanden ist. Ebenfalls praktisch ist der Lautstärkedrehregler oberhalb des linken Tastenfelds.

Beim Display hat sich ASUS für ein IPS-Panel von AU Optronics mit Full-HD-Auflösung und 144 Hz Bildwiederholrate sowie einer guten Reaktionszeit von 3 ms entschieden. Für die vorliegende Konfiguration eine gute Wahl, werden doch die meisten Spiele problemlos mit mehr als 60 Bildern pro Sekunden auf das Display geschubst. Der Bildschirm sammelt zudem Punkte mit seiner Pantone-Zertifizierung, die eine hohe Farbgenauigkeit verspricht und das auch hält. Zudem unterstützt das Display Nvidia G-Sync, sodass Ruckler und Tearing kein Thema sein dürften.

Das Innenleben verfügt über jede Menge Kraft. Der Sechskerner Intel Core i7-8750H stemmt aufwendige Anwendungen problemlos und ist kräftig genug, die schnelle Grafikkarte nicht auszubremsen. Bei selbiger handelt es sich um eine Nvidia GeForce RTX 2080 MaxQ, die bei aktuellen Spielen zumeist keine Probleme hat, knackige Bildraten aufzufahren. Mit dabei sind 16 GB DDR4-2667, was man bei einem Notebook mit dieser Basis erwarten kann.

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