Test - Astro A40 Tr + Mixamp Pro Tr : Das Soundduo bekommt ein Update

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Fragt man nach guten Headsets, speziell für Konsolen, fällt unweigerlich der Name Astro. Der Hersteller ist bereits seit Jahren mit dem kabelgebundenen Astro A40 sowie dem kabellosen A50 auf dem Markt erfolgreich und konnte viele zufriedene Kunden gewinnen. Von Zeit zu Zeit spendiert der Hersteller seinen Babys eine Modernisierung. In diesem Frühjahr ist das A40 wieder mal dran, begleitet vom klangstarken MixAmp. Wir haben das 279 Euro (UVP) teure Gesamtpaket unter die Lupe genommen.

Das Astro A40 Tr (Gen 4) gibt es in drei Varianten, nämlich für PS4 und PC, für Xbox One und PC sowie in einer reinen PC-Variante. Wir haben für unseren Test die Xbox-Version erhalten. Das A40 sowie der MixAmp sind kabelgebunden. Beim Anschluss an die Konsole wird der MixAmp per optischem Kabel mit Klängen gefüttert, während ein USB-Kabel ihn mit Strom versorgt. Am PC reicht der USB-Anschluss. Das Headset wird am MixAmp am 3,5-mm-Klinkenkabel eingestöpselt, es muss also nicht extra mit dem Xbox-Gamepad verbunden werden.

Mit einem an der Rückseite des MixAmp befindlichen Schalters wird das kleine Gerät in den PC- oder Xbox-Modus versetzt. An der Rückseite befinden sich noch ein paar weitere Anschlüsse. So könnt ihr mehrere MixAmps koppeln, um beispielsweise bei einer LAN-Party ein Voice-Chat-System auf die Beine zu stellen. Weiterhin ist ein AUX-Eingang vorhanden, um weitere externe Signale einzuspeisen. Schlussendlich gibt es noch eine anpassbare Streaming-Ausgabe. Schön übrigens: Der MixAmp ist eine robuste und nicht zu leichte Kiste in formschönem Gehäuse, die recht sicher auf Tisch oder Schrank platziert werden kann und nicht bei jedem Kabelzupfer durch die Gegend segelt.

Ohnehin ist der MixAmp das Herz des Systems, dienst es doch nicht nur als externe Soundkarte, sondern auch als Steuerelement. Mit zwei großen Drehreglern mit angenehmem Widerstand regelt ihr die Gesamtlautstärke sowie die Game-Chat-Balance. Zudem verfügt es über einen Umschalter zwischen Stereo- und Surround-Sound, wobei der MixAmp Dolby Digital bevorzugt. Eine weitere Taste dient zum Umschalten der vorhandenen Sound-Presets. Am Headset selbst oder besser gesagt am Anschlusskabel befindet sich entsprechend lediglich ein Schalter für das Mikrofon.

Zusätzlich kann der MixAmp mittels Software gesteuert werden. Lobenswerterweise gibt es das zugehörige Command Center nicht nur für den PC, sondern auch als Xbox-App mit identischen Funktionen. Mit dabei sind Einstellmöglichkeiten für die Sound-Presets nebst Equalizer, das Mikrofon kann nachjustiert werden und ihr könnt die Abmischung von Spiel, Chat, Mikrofon und AUX-Eingang für den Streaming-Ausgang steuern. Das funktioniert auf allen Plattformen prima.

Das Astro-A40-Headset der neuen Generation ist im Wesentlichen dem Look der Reihe treu geblieben und macht einen etwas eigenwilligen, aber durchaus stylischen Eindruck dank viel Schwarz und chromglänzender Elemente. Die Verarbeitung ist solide dank der zugrunde liegenden Metallstruktur. Die Ohrmuscheln sind drehbar und leicht beweglich angebracht, was zusammen mit dem moderaten Gewicht von 369 Gramm und den weichen Ohrpolstern mit Veloursbezug für bequemen Sitz auch über mehrere Stunden sorgt. Wer das Velours nicht mag, kann dank Modkits entsprechende Umbauten vornehmen.

Das Astro A40 ist zwar ohrumschließend, setzt aber auf ein offenes Design. Das hat den großen Vorteil eines deutlich breiteren Surround-Effekts als bei geschlossenen Headsets, der enorm räumlich wirkt und eine tolle Richtungswahrnehmung zulässt. Der Nachteil ist allerdings, dass es keine Abschirmung nach außen gibt und etwaige Kollegen oder Mitbewohner ebenfalls in den Genuss der Klangwelten eurer Ohrmuscheln kommen. Abhilfe gibt es aber in Form der bereits erwähnten separat erhältlichen Modkits mit versiegelten Lautsprecher-Tags, Ohrpolstern aus Kunstleder und einem stimmisolierenden Mikrofon.

Apropos Mikrofon: Selbiges ist an einem abnehmbaren, hochklappbaren Arm angebracht, der im Gegensatz zum Headset ein wenig billig wirkt wegen seiner Gummiumhüllung, die sich zudem beim Positionieren ein wenig labbrig anfühlt. Hier hätten wir uns eine etwas elegantere Lösung gewünscht, die dem insgesamt hochwertigen Look des Headsets eher entspricht. An der Qualität des Mikrofons selbst hapert es allerdings nicht. Die Sprache wird sauber, klar und störungsfrei an die Mitspieler übertragen. Zudem können die Mikrofoneinstellungen mit der Software gut nachjustiert werden.

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