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Test - Anno 1404: Venedig : Venezianischer Aufbauspaß

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Die Entwickler von Related Designs haben mit Anno 1404: Venedig das bisher umfangreichste Add-on der Seriengeschichte angekündigt. Große Worte, doch was steckt wirklich dahinter?

Auf dem Marktplatz der lauschigen Siedlung Goldfurt ist mal wieder einiges los. Händler preisen lauthals ihre Waren an, einige Frauen treffen sich am Brunnen zu einem Schwätzchen und zwischen den Marktständen tollen mehrere Kinder vergnügt umher. Eine wahrhaft idyllische ... aber was ist das? Eine vermummte Gestalt sieht sich verstohlen um, verschwindet wenig später in einer dunklen Gasse. Man konnte trotz des allgemeinen Gemurmels fast ein hämisches Kichern von dem Unbekannten vernehmen. Wenige Augenblicke später ist er ganz verschwunden und Rauch steigt empor. Feuer! Eines der Wohnhäuser brennt! Die Bürger rennen panisch umher, rufen um Hilfe. Hat etwa dieser Vermummte das Feuer gelegt?

Diebisches Vergnügen

Dies ist eine beispielhafte Szene für den Spielablauf im Add-on Anno 1404: Venedig, wie ihr sie häufiger zu Gesicht bekommen werdet. Bei der vermummten Gestalt handelt es sich um einen der neu eingeführten Spione, die dem aus dem Hauptspiel bekannten Geschehen neue Akzente verleihen. Um besagte Spione einsetzen zu können, müsst ihr zunächst ein Geheimkabinett in eurer Siedlung errichten. Dann sucht ihr euch ein Gebäude des Gegners aus und lasst ihn dort sein Lager aufschlagen. Von diesem Geheimversteck aus führt er seine Sabotage-Aktionen aus. Der Clou dabei: Abhängig von der Zivilisationsstufe des bezogenen Hauses stehen ihm unterschiedliche Aktionen zur Verfügung. Agiert er von einem einfachen Bauernhaus aus, kann er „nur" mit Brandsätzen hantieren. Zieht er hingegen in ein Adligenhaus, kann er sogar den Dorfbrunnen vergiften.

Anno 1404: Venedig - Launch Trailer
Anno 1404: Venedig ist seit heute im Handel erhältlich, passend dazu hat Ubisoft einen Launch-Trailer mit neuen Impressionen veröffentlicht, den wir euch nicht vorenthalten wollen.

Speziell in den Mehrspielerpartien sorgt diese Neuerung für frischen Wind und vor allem jede Menge Schadenfreude. Zwar bringen die Sabotage-Aktionen keinen Spieler an den Rand einer Niederlage, doch sind sie stets unangenehme Nadelstiche, die von anderen Aufgaben ablenken. Damit die Sabotage nicht ausartet, haben die Entwickler eine Abklingzeit für alle Fähigkeiten eingebaut. Zudem könnt ihr euch vor Spionen schützen, indem ihr selbst ein Geheimkabinett baut oder die Spione durch eigenhändige Suche in eurer Siedlung aufspürt.

Her mit dem Stadtschlüssel

Die Spione sind jedoch nur ein Beispiel für das inoffizielle Motto von Anno 1404: Venedig. Dies könnte man als „Angriff aus dem Verborgenen" oder „Kampf ohne Schwert" zusammenfassen. Denn mit der Einführung von Venedig als neuer neutraler Fraktion erhaltet ihr Zugriff auf eine besondere Aktionsmöglichkeit. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt, könnt ihr euch einen oder mehrere Sitze im Stadtrat einer gegnerischen Insel kaufen. Habt ihr euch dort die Mehrheit gesichert, dürft ihr sogar den - sündhaft teuren - Stadtschlüssel erwerben und somit die Insel übernehmen. Quasi eine Eroberung ohne Krieg.

Diese neue Möglichkeit spielt ebenfalls im Mehrspielermodus ihr volles Potenzial aus. Denn ihr könnt euch eigentlich nie wirklich sicher sein; zu jeder Zeit könnte einer der Kontrahenten Sitze in eurem Rat und im schlimmsten Fall den Stadtschlüssel kaufen. Allerdings könnt ihr euch gegen diese „friedliche Übernahme" indirekt wehren. Mithilfe der zahlreichen neuen Dekorationsobjekte - besonders reiche Spieler bauen sich sogar einen Palast - steigert ihr den Wert eurer Insel und treibt gleichzeitig den Kaufpreis der Ratssitze in die Höhe. Nicht selten entbrennt in Anno 1404: Venedig ein regelrechtes Wettrennen um den Wert eines Eilands.

Spaß mit mehreren Spielern

Überhaupt ist der Mehrspielermodus das eigentliche Prunkstück von Anno 1404: Venedig. Zwar benötigt ihr für Online-Partien zwingend einen Ubi.com-Account, doch das ist leicht zu verschmerzen. Viel wichtiger ist der gebotene Inhalt, und der kann punkten. Bis zu acht Spieler können in maximal vier Teams gegen- oder miteinander siedeln. Zu diesem Zweck stehen zahlreiche Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, sodass ihr jede Partie nach eurem Geschmack anlegen könnt.

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