Test - Alone in the Dark 4 : Alone in the Dark 4

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Lange ist es her, seit Edward Carnby in den ersten drei Teilen der 'Alone in the Dark'-Reihe über die Bildschirme geflimmert ist. Im Sommer dieses Jahres meldete sich der Privatdetektiv im Kampfe gegen dunkle Mächte erfolgreich auf PSone, PC und Dreamcast zurück. Nun kann Carnbys Erkundungstour auf Shadow Island auch auf der PS2 in 'Alone in the Dark: The New Nightmare' gespielt werden.

Alone in the Dark 4
Das spektakuläre Intro

Edward Carnbys bester Freund und Privatdetektiv Charles Fiske ist bei Ermittlungen auf einer mysteriösen Insel vor Boston tot aufgefunden worden. Die Todesursache war ein Schuss ins Herz. Für Carby, der ebenfalls Privatdetektiv ist, ist der Fall klar: er muss der Sache nachgehen. Um an erste Anhaltspunkte zu gelangen, nimmt Carby Kontakt zu Fiskes Kunde auf und biete ihm an, Fiskes Ermittlungen weiterzuführen. Dieser willigt ein und stellt Carnby dazu noch Aline Cedrac zur Seite, welche Wissenschaftlerin und Expertin für altindianische Sprachen ist. Carnby weiss allerdings nicht, dass Aline auch ihre ganz eigenen Motivationsgründe hat für den Trip nach Shadow Island, so der Name der besagten Insel.

Allzuviel Zeit für Besprechungen bleibt den beiden auch gar nicht, da mittem im Anflug auf Shadow Island etwas von oben gegen das Flugzeug zu drücken scheint und dieses zum Absturz bringt. Carnby und Aline schaffen es, sich mit Fallschirmen zu retten, werden dabei aber getrennt. Und genau hier seid ihr das erste mal gefragt. Hier stellt sich nämlich die Frage, mit welchem der beiden Charaktere ihr ins Abenteuer ziehen wollt. Kleine Hinweise darauf, wie die beiden Abenteuer verlaufen, bietet das Inventar. Während Carnby sich nämlich schon von Anfang an seiner doppelläufigen Pistole bedienen kann, um den dunklen Bestien gegenüberzutreten, muss sich Aline einzig auf ihr Geschick verlassen. Wie nun schon zu erahnen ist, wird bei Carnby eher der Finger am Abzug gefragt - hingegen müsst ihr euch bei Aline auf euren Grips verlassen und mehr Rätsel lösen.

Alone in the Dark 4
Während Carnby im Wald ins Abenteuer startet …

Ist die Wahl auf einen der beiden Protagonisten gefallen, findet ihr euch entweder im Wald oder auf dem Dach eines grossen Herrenhauses wieder. Von hier aus werden die beiden ineinander verstrickten Geschichten nun weitererzählt. Allerdings ändert sich die Geschichte je nachdem, wen ihr wählt. Zwar bleiben die Grundzüge erhalten, einige mehr oder weniger wichtige Details hängen aber davon ab, welchen Part ihr übernommen habt. Da die spannende Story mit das wichtigste am Spiel ist, will ich hier nicht weiter verraten. Doch ich kann auf jeden Fall versichern, dass die gruselige Atmosphäre exzellent gelungen ist und die Story mit so mancher Wendung oder Enthüllung zu begeistern und auch erschrecken mag.

Bei der Grafik von 'Alone in the Dark: The New Nightmare' erleben stolze PS2-Besitzer allerdings die erste Enttäuschung. Was sehr schnell auffällt ist die katastrophale Framerate, die zwischen gut und beinahe unspielbar hin und her wechselt. Das Verwunderlichste ist aber, dass diese Wechsel oft nicht nachzuvollziehen sind. So gibt es Räume, in denen ihr umherrennen könnt wie ihr wollt und die Framerate konstant bleibt, während in anderen stetiges Ruckeln angesagt ist. Nachvollziehbarer, aber längst nicht verständlich sind da schon die Ruckler, zu denen es kommt, sobald Gegner auftreten. Während der Kampf gegen einen oder zwei Zombies noch in annehmbarer Flüssigkeit verläuft, werdet ihr bei einem Raum voller kleiner Krabbelmonster ernsthafte Probleme haben, euch in die richtige Richtung zu bewegen.

Alone in the Dark 4
… findet sich Aline auf einem Haus wieder.

Auch Positives gibt es aber zu berichten. Nach wie vor sehr schön anzusehen sind nämlich die vorgerenderten Hintergründe und der realistische Lichtkegel, den ihr mit eurer Taschenlampe erleuchtet. Neu sind Details wie die Lippen, die sich nun während des Redens bewegen. Alle bisherigen Versionen von 'Alone in the Dark: The New Nightmare' mussten mit leicht nickenden Köpfen Vorlieb nehmen. Überarbeitet wurden auch die Schatten in der PS2-Version. Viel gebracht hat das aber nicht, da die exakteren, direkt von den Polygonmodellen übernommenen Schatten der PC- und Dreamcast-Versionen am Ende doch besser ausgesehen haben und die neuen sogar noch Fehler mit sich bringen. So könnt ihr zum Beispiel ganz am Anfang von Carnbys Abenteuer beobachten, wie euer Schatten neben euch her läuft, weil dieser auf eine unsichtbare Wand fällt, die eigentlich nur verhindern soll, dass der Spieler vom Weg abkommt. Auch später kann man ab und zu falsche Schattenwürfe beobachten, bei denen man sich fragt, wieso die alten Schatten überhaupt ersetzt wurden.

 

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