Test - Alone in the Dark 4 : Alone in the Dark 4

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Eines Tages erhält Edward Carnby die Nachricht, dass sein langjähriger Freund Fiske vor der Küste Maines tot aufgefunden wurde, genauer gesagt wurde er in der Nähe von 'Shadow Island', einer sagenumwobenen Insel gefunden. Carnbys Ermittlungen führen ihn daraufhin zu Frederick Johnson, der ihn darüber aufklärt woran Fiske zuletzt gearbeitet hat. Er war auf der Suche nach drei mysteriösen indianischen Schrifttafeln die der Schlüssel zu grosser Macht sein könnten. Da Edward nicht gerade Professor in 'Indianologie' ist bekommt er von Johnson Aline Cedrac zur Seite gestellt, eine Spezialistin für alte Indianersprachen. Gemeinsam mit ihr reisst Carnby nach Shadow Island um die Forschungen von Fiske fortzuführen und seinen Tot aufzuklären. Natürlich kommt es anders als geplant.

Auf dem Weg nach Shadow Island zieht eine mysteriöse Kraft das Flugzeug gen Boden, Carnby und Aline können sich nur mit Mühe per Fallschirm retten, werden jedoch getrennt. Das das kein Urlaub werden würde war beiden zwar klar, das es zu einem wahren Horrortrip werden wird jedoch nicht.

Alone in the Dark 4
Die gerenderten Zwischensequenzen erreichen beinahe Filmniveau.

Nach dem fulminanten Intro schlüpft ihr wahlweise in die Haut von Edward Carnby oder Alice Cedrac. Da sich aus der hier getroffenen Wahl jeweils unterschiedliche Geschichten ergeben ist der Wiederspielwert im Vergleich mit anderen Horror Action-Adventures relativ hoch. Wer sich für Aline entscheidet wird seine Hirnwindungen etwas mehr anstrengen müssen, wer Carnby wählt lässt hingegen öfters die Waffen sprechen.

Wer schon ein paar Spiele dieser Art ( Action-Adventures im Horror Ambiente ) kennen gelernt hat wird sich umstellen müssen, denn 'AlitD4' spielt sich ausschließlich mit Tastatur, auf Maussteuerung wird verzichtet. Wenn man sich die vermurkste Steuerung der Konkurrenz wie zum Beispiel 'Blairwitch' anschaut eine nachvollziehbare Entscheidung. Dem Spielspass tut das keinen Abbruch, im Gegenteil, hat man sich erst einmal daran gewöhnt will man die sehr präzise und flinke Steuerung gar nicht mehr missen. Ausserdem kann man die Tasten ganz nach eigenem Gusto belegen damit wirklich jeder damit klarkommt.

Dies ist allerdings auch wirklich nötig, denn von Anfang an machen euch diverse Monster das (Über-)Leben schwer. Schlagt ihr euch anfangs noch mit Zombiehunden rum die man relativ gefahrlos entsorgen kann fährt das Spiel im weiteren Verlauf immer härtere Gegner auf. Zecken die sich von der Decke herabfallen lassen und dem Charakter das Hirn aussaugen wollen, Zombies oder Schattenskorpione die sich im Dunkeln anpirschen um euch dann nichtsahnend zu überfallen sind nur einige weitere Beispiele.

Alone in the Dark 4
Am Anfang steht ihr vor der Qual der Wahl, wer soll es sein?

Eigentlich unnötig erschwert wird der Kampf gegen das Böse dadurch das in schon 'gesäuberten' Gebieten nach einiger Zeit wieder neue Monster auftauchen. Um der Monsterschar Herr zu werden haben euch die Entwickler einige interessante und einfallsreiche Schiessprügel mit ins Reisegepäck gelegt.

Anfangs habt ihr nur einen schnöden Revolver, später gesellen sich solch illustre Geräte wie eine Plasmakanone oder ein Blitzgewehr hinzu. Auch der obligatorische Raketenwerfer fehlt natürlich nicht. Insgesamt dürft ihr euch mit acht mehr oder minder wirksamen Waffen zu Wehr setzen.
Damit das Ganze nicht zur hirnlosen Ballerei verkommt müsst ihr umsichtig mit der nur rar gesäten Munition umgehen. Da man längst nicht jedes Monster besiegen muss um weiterzukommen ist es oft hilfreich die meist langsameren Monster einfach links liegen zu lassen und die Beine in die Hand zu nehmen. Sollte es euch doch einmal etwas erwischt haben heilt ihr euch mit Hilfe eines Medizinköfferchens die, genau wie die Munition, einfach eingesammelt werden können. Wer speichern will muss sogenannte 'Speicheramulette' bei sich tragen, ein paar trägt Carnby schon zu Anfang mit sich rum. Wer alle verbraucht hat allerdings schlechte Karten, ärgerlich wenn man nach zwei Stunden ohne Speichern stirbt nur weil man keine Amulette mehr hatte.

Alone in the Dark 4
Hübsche Lichteffekte an einem weniger hübschen Ort, die Kanalisation hat ihre Tücken.

Eingefangen wird das Geschehen, wie inzwischen üblich bei Action-Adventures dieser Art, von einer automatischen Kamera. Der Charakter bewegt sich vor vorgerenderten 2D Hintergründen, euer alter ego und die Monster werden in 3D dargestellt. Verlasst ihr einen Raum lädt das Spiel kurz nach, ähnlich wie bei 'Resident Evil' oder 'Evil Dead'. Alles in allem kann man die Grafik als gelungen betrachten, die durchweg dunkle Farbgebung ist durchaus beabsichtigt und zaubert eine ganz besonders gruselige Atmosphäre auf den Screen. Die Hintergründe sind sehr detailverliebt gezeichnet und wirken teilweise extrem real so dass schnell ein 'mittendrin' Feeling aufkommt.

 

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