Test - Zoo Tycoon DS 2 : Lahmer Strategiespielbesuch im Zoo

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Wer noch immer nicht genug hat von Knut, Flocke, dem schlecht gelaunten Krokodil mit dem abgebissenem Arm im Maul oder sonstigen Tierchen aus den aktuellen Zeitungsschlagzeilen, bekommt nun endlich neues Futter: Mit ’Zoo Tycoon DS 2’ dürfen sich angehende Tierpfleger und Zoodirektoren schon mal am virtuellen Tierpark versuchen – und schnell die Lust daran verlieren.

Zoo Tycoon DS 2Schon vor knapp dreieinhalb Jahren kam der zweite Ableger der beliebten Zoosimulation für den PC auf den Markt. Warum also erst jetzt für den DS? Mit dem oft gehörten Spruch „gut Ding will Weile haben" kann man diese späte Umsetzung letztendlich nicht erklären, eher aber vielleicht mit dem neu entfachten Tierbaby-Boom, der seit einigen Wochen und Monaten Groß und Klein gleichermaßen ein Funkeln in die Augen zaubert. Dieses Funkeln dürfte aber ganz schnell wieder vergehen, sobald sie ihren Handheld mit 'Zoo Tycoon 2 DS' füttern.

Alleine im Zoo?

Für Einzelspieler bietet das Programm eine recht kurze Kampagne, die in fünf Kapitel mit jeweils drei Szenarien unterteilt ist. Dazu gehört auch ein knappes Pflicht-Tutorial, das leider nicht mal ansatzweise alle Funktionen erklärt, sondern bloß auf wenige Grundeigenschaften des Spiels eingeht, beispielsweise das Anlegen von Gehegen und Wissenswertes über den Umgang mit den Tieren.

Dabei fällt direkt die misslungene Präsentation ins Auge: Auf dem oberen Bildschirm bekommt ihr eine minimalistische Skizze des Parks vorgesetzt, in der Wege, Gehege, Gebäude, Datum, Geld, Besucherzahl und so weiter angezeigt werden. Auch der Blick auf den unteren Bildschirm will nichts Gutes verheißen: Das krümelige Spielfeld im Gitternetz-Look, welches kaum Details und erst recht keine Effekte zulässt, ist eine Zumutung für die Augen. Die Zoom-Funktion lässt dann die schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Die vorgegebene Auflösung ist tatsächlich diejenige, die noch am nächsten am Geschehen dran ist.

Mit dem Herauszoomen verliert die Optik ganz nebenbei noch mehr an Details, besonders die Tiere sind so kaum noch erkennbar. Im Gegenzug gewinnt das Spielfeld dadurch an Übersicht und lässt sich in vorgegebenen Winkeln drehen. Mit dem Stylus oder dem Steuerkreuz kann man die Ansicht verschieben. Für die gebotene Sparoptik auf niedrigem Game-Boy-Advance-Niveau sind die Ladezeiten dafür erfreulich kurz.

Der Sound wirkt weniger störend, sobald ihr den Ausschaltknopf für das unerträgliche Safari-Gedudel gefunden habt. Die restlichen Geräusche sind aber ebenso minimalistisch gehalten wie die Grafik. In den weiteren Kapiteln absolviert ihr Standardaufgaben der Sorte „Baue 3 Gehege, 4 Gehege mit 3 Sternen, finanziere die Forschung, um ein Löwengehege bauen zu können, sorge für 70% Zufriedenheit bei den Löwen, errichte sanitäre Anlagen" und so weiter. Dabei tickt das Rad der Zeit gnadenlos runter, sodass in fünf Minuten ganze achtzehn Monate im Spiel vergehen!

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