Preview - Yager : Yager

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Yager
Fiesling Van Berg kreuzt auf.

Spannende Missionen mit Adventure-Touch
In unserer Preview-Version waren sechs der 22 Levels voll spielbar. Nach dem trainingsorientierten Start geht es in die Freetrade-Zone, wo bereits die interessanten Adventure-Elemente im Shooter-Gameplay auffallen. Ihr könnt frei über das riesige Gebiet fliegen und sollt eine Werkstatt finden. Hierzu befragt Tidus einfach vorbeifliegende Leute, die euch die ungefähre Richtung weisen. Dort angekommen, erfahrt ihr von einer Bar, wo ihr bei eurem Undercover-Auftrag eventuell mehr erfahren könnt, der sich um seltsame Vorfälle der letzten Zeit dreht. Also schippert ihr zu dieser verruchten Bar, wo man euch allerdings nicht gerade offenherzig empfängt – das eiserne Schweigen wird aber von einer Notfunkmeldung unterbrochen – ein Transportschiff wird angegriffen und der Kontakt bricht ab. Tidus stürzt sich natürlich sofort in seine Maschine und sucht die Flugroute des verschollenen Transporters ab. Natürlich wird er schnell fündig, doch kann er das Frack nur kurz untersuchen, da ein riesiges Kampfschiff in die Zone eindringt. Es handelt sich dabei um den fiesen DST Commander Gunther Van Berg, der einen Kleinkrieg mit den Freetraders führt. Schafft ihr es, ihm mit eurer Feuerpower und Fluggeschick einzuheizen, bevor er die Freetrader-Bar erreicht und angreift, hilft euch der dortige Barkeeper mit ausreichend Informationen aus, um eure Mission fortzusetzen.

In diesem Stil laufen die meisten Levels von 'Yager' ab – ein Level besteht also aus diversen Aufgaben, die nach und nach absolviert werden. Dabei werden öfters hübsche Zwischensequenzen oder Funkdialoge eingestreut, welche die Action auflockern und die Story vorantreiben. Ebenfalls für Abwechslung sorgen die Levels, die sich nicht nur grafisch, sondern auch von den Aufgaben her unterscheiden. So sollt ihr beispielsweise in einer Mission zusammen mit zwei verrückten Freetraders ein stark bewachtes Piratennest angreifen und in einer anderen Mission für die Marine feindliche Raketenstellungen markieren, damit die Fernraketen des Marineschiffs diese zerstören können. In diesen beiden Levels liegt es ganz an euch, ob ihr versuchen wollt, euch zunächst Stealth-mässig anzuschleichen oder gleich drauf loszupreschen – beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Auch in den anderen Missionen gibt es oftmals verschiedene Möglichkeiten, wie genau man die Aufgaben erledigen will, was zuweilen sogar zu Änderungen im Storyverlauf führt oder euch dazu verhilft, spezielle Bonuswaffen einzusacken. Zuweilen wünscht man sich allerdings, dass die Aufgabenbeschreibungen, die ihr mittels Funk bekommt, etwas genauer sind. So müsst ihr einmal ein riesiges U-Boot der Piraten aufhalten, das fliehen will. Anstatt dieses anzugreifen und dabei keine Chance zu haben, müsst ihr das U-Boot durch ein weitreichendes Level verfolgen und dabei gegnerische Stellungen zerstören, das eigene Marine-Schiff verteidigen, Wasserminen ausschalten, öfters mal auftauchende Fahrmaschinen stoppen und dabei immer das U-Boot im Auge behalten, ihm aber auch nicht zu nahe kommen. In einer anderen Mission verlässt Tidus sogar seine Flugmaschine, um das Geschütz einer russischen Freetrade-Basis vor dutzenden Gegnern zu verteidigen.

Yager
Angriff auf das Piratennest.

Für Abwechslung ist also gesorgt – egal ob durch den spannenden Story-Verlauf, die unterschiedlichen Missionsjobs oder die verschiedenen Möglichkeiten zum Lösen der Aufgaben. Allerdings dürfte der hohe Schwierigkeitsgrad bei Neulingen für Frust sorgen – den oftmals zahlenmäßig weit überlegenen Gegnereinheiten, der komplexen und etwas trägen Steuerung, der Crashgefahr mit der Umgebung oder den Feinden und den zu wenigen Savepoints in den teils sehr langen Levels sei dank. Immerhin stehen unendlich viele Continues zur Verfügung. Ebenfalls etwas zwiespältig wirkt in der vorhandenen Preview-Version die Intelligenz der Einheiten – richtig gelungen ist die KI bei den Gegnern, die individuell und sehr agil auftreten und angreifen, man hat nie das Gefühl, dass die Einheiten einfach stur vorgehen und bloß Kanonenfutter sind. Andererseits kommt es ab und zu vor, dass sowohl Feinde als auch befreundete Einheiten einfach schmerzhaft in euch reinkrachen, als ob ihr unsichtbar seid.

Beeindruckende Grafik und toller Sound
Grafisch ist 'Yager' eine echte Augenweide. Die Flugmaschine des Helden und die verschiedensten Gegnertypen strotzen nur so vor teils animierten Details. Die Umgebungsoptik hingegen gefällt mit beeindruckender Weitsicht und flüssigem Scrolling, auch wenn um euch der Kampf tobt und dutzende Einheiten agieren. So weit das Auge reicht sind realistische Hügel, Täler, Flüsse, Seen, Wiesen, Wüsten, Flüsse und Ähnliches zu sehen. Allerdings sind während der Flugaction nur wenige Details wie vereinzelte Bäume oder mal ein Gebäude auszumachen; dies liegt aber auch nicht zuletzt an den etwas zu gleichmäßigen Bodentexturen. Dass es auch anders geht, sieht man in den zahlreichen tollen Ingame-Zwischensequenzen und wenn ihr mal über eine größere Anlage fliegt, strotzt die Optik nur so von liebevollen Details. Ebenfalls gelungen sind die Charaktere ausgefallen, die ihr in den Zwischensequenzen und während des Funkkontakts zu sehen bekommt. Das Grafikhighlight von 'Yager' sind aber die zahllosen Spezialeffekte während des Kampfs – getroffene Flieger ziehen Rauch nach sich, Funken sind zu sehen und bei zu vielen Treffern explodiert die Einheit äußerst realistisch, in Echtzeit berechnet. Darüber hinaus gibt es natürlich ansehnliche Licht- und Wassereffekte und coole Schadendetails in der Cockpit-Perspektive. Einer der wenigen optischen Mängel in der Preview-Version waren allerdings heftige Ruckler während der Kamerafahrt in den Zwischensequenzen.

Yager
Tide verteidigt mit einem Geschützturm.

Auch wenn es zunächst nicht so auffällt, kann auch der Sound durchaus mit der Grafikqualität mithalten. Die moderne interaktive Hintergrundmusik passt gut zur jeweiligen Szene, wirkt aber nicht zuletzt daher, dass sie ziemlich leise eingestellt ist, etwas unauffällig. Dafür kommen die realistischen und vielfältigen Soundeffekte im Kampfgeschehen sehr gut rüber. Besonders Besitzer von Surround-Anlagen dürften begeistert sein, wenn gegnerische Flugzeuge deutlich ortbar über euch wegbrausen, ihre Laser abschießen oder sich in einer krachenden Explosion verabschieden. Ein großes Lob muss man auch der deutschen Sprachausgabe zollen, die in der Preview-Version noch nicht ganz vollständig war. Insbesondere Großmaul Magnus, aber auch den anderen sympathischen Hauptcharakteren wurden überzeugende Synchronstimmen für die äußerst gelungenen Dialoge verpasst. Allerdings wünscht man sich nach einigen Stunden spielen, dass unser Held noch ein paar Sprachsamples mehr für Abschüsse und dergleichen bekommen hätte, da sie sich recht schnell wiederholen.

 

Fazit

von David Stöckli
Wow, Xbox-Besitzer sollten schon mal den Controller für 'Yager' anwärmen! Die Flugaction konzentriert sich ganz auf den Story-Modus und hinterlässt einen hervorragenden Eindruck. Die spannende Balleraction und gewagten Flugmanöver profitieren von dem abwechslungsreichen Leveldesign, den Gameplay-Freiheiten und Adventure-Anleihen und unterhält darüber hinaus mit einer dichten und packenden Geschichte, die mit vielen Zwischensequenzen und Dialogen weitergesponnen wird. Wenn die restlichen Missionen ähnlich gut ausfallen wie diejenigen in der vorliegenden Preview-Version, steht uns ein echter Hit bevor, zumal der Titel auch technisch einen mehr als überzeugenden Eindruck hinterlässt. Einzig der hohe Schwierigkeitsgrad in Verbindung mit der komplexen Steuerung und dem etwas trägen Flugverhalten könnte bei einigen Spielern für Frust sorgen.  

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