Preview - Yager : Yager

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Was lange währt, wird hoffentlich gut: Nach einigen Release-Verschiebungen soll der potentielle Xbox-Hit 'Yager' in wenigen Monaten endlich erscheinen. Doch kann der Flugaction-Titel aus deutschen Landen mit der internationalen Konkurrenz mithalten oder sogar nach dem Genre-Thron auf der Xbox greifen?

Yager
Held Magnus und sein 'Baby'.

Ein Mann und seine Flugmaschine
Wie man das als Videospieler bestens kennt, entführt uns auch 'Yager' in eine düstere, aber nicht allzu ferne Zukunft: Zum Ende des 21. Jahrhunderts steht es nicht sonderlich gut um die Erde – die Regierungen sind schwach und haben kaum noch Kontrolle über die durch Kriege schwer in Mitleidenschaft gezogenen Länder. Stattdessen haben Mega-Konzerne die Macht übernommen und kontrollieren die Regionen mit eigenen regimeartigen Kräften. Zwar gibt es zwischen diesen Konzernen Spannungen und ein Wettstreit in der Waffenentwicklung, doch die mehr oder weniger ausgeglichenen Kräfte hielten die Situation bisher einigermaßen im Zaum. Doch es gibt auch noch Leute, die nicht gewillt sind, sich unter das Joch der Konzerne zu begeben. Diese so genannten Freetraders leben im Niemandsland wischen den Regionen der Konzerne, wo sie meist friedlich dem Handel und Transport von Gütern nachgehen. Es finden sich dort aber auch Söldner, die sich für Geld von den verschiedenen Seiten anheuern lassen, um hin und wieder einen Job zu erledigen. Allerdings tummeln sich in diesen verwahrlosten Zonen auch Diebe und Piraten, welche die Freetraders immer mal wieder angreifen, ausrauben und für Chaos sorgen.

Die Handlung beginnt mit einem Satellit der Proteus Company, der seltsame Daten schickt und dann plötzlich abstürzt. Ähnliches wiederholt sich mit Proteus-Transportern, die eine angrenzende Freetrade-Zone mit starken Piratenaktivitäten passieren wollten. Proteus verdächtigt allerdings weniger die Piraten, sondern mehr den feindlichen Konzern DST auf der anderen Seite der wilden Zone. Um aber das Gleichgewicht und somit den Frieden zwischen den Konzernen nicht zu gefährden, engagiert man einen Freelancer, welcher der ganzen Sache unauffällig auf den Grund gehen soll. Zu diesem Zweck wird der ehemalige Proteus-Mariner Magnus Tide angeheuert. Der 28-jährige amerikanische Pilot wundert sich zunächst, dass man ihn trotz eines unschönen Zwischenfalls vor einiger Zeit wieder anheuert und sich scheinbar keiner mehr an die damalige Sache erinnert. Also beginnt er mit seinem Job, der zunächst ungefährlich und einfach wirkt, aber schon bald komplexer wird. Die Story entwickelt sich nach und nach weiter, bis Magnus erst merkt, in was für eine komplizierte und weitreichende Situation er geraten ist.

Yager
Die virtuelle Flugschule.

Knifflige Flugaction
'Yager' konzentriert sich ganz auf den Story-Modus, in dem ihr in die Rolle von Magnus Tide schlüpft und nach und nach die insgesamt 22 Missionen absolviert - einen Multiplayer-Modus darf man also nicht erwarten. In der ersten Mission geht es noch relativ ruhig zu: Tide wird zunächst über seine Aufgaben informiert und trifft auf die hübsche Sarah McDavid, die wenig Begeisterung für unseren Helden aufbringen will, ihn aber während seinem Einsatz per Funk unterstützt. Ihr befindet euch anfangs im Hauptquartier von Proteus, ein idyllischer Inselkomplex, dessen Bauten etwas an das alte Griechenland erinnern.

Während der meisten Einsätze befindet ihr euch im Cockpit einer futuristischen Flugmaschine, deren Steuerung allerdings alles andere als einfach ausgefallen ist. Zum Glück muss Magnus zunächst eine mehrstufige Flugprüfung absolvieren, die ein praktisches Tutorial darstellt. Euch stehen drei verschiedene Perspektiven zur Auswahl, zwischen denen jederzeit umgeschaltet werden kann – eine Verfolgersicht, eine Cockpit-Perspektive und eine Ego-Ansicht ohne Cockpit-Elemente wie spiegelnde Scheiben. Das Komplexe an der Steuerung sind vor allem die beiden unterschiedlichen Flugmodi, zwischen denen ihr mittels Druck auf den rechten Analog-Stick wechselt. Im Schwebe-Modus fliegt die Maschine zwar nur langsam in eine Richtung, dafür steuert sich das Teil ähnlich präzise wie ein Helikopter – ihr könnt also beispielsweise bequem nach links oder rechts und nach oben oder unten schweben. Beim anderen Modus verändert sich die Flugmaschine in eine Art Flugzeug, mit dem ihr schneller vorankommt, allerdings nicht so einfach zur Seite ausweichen oder steigen und sinken könnt. Allgemein fällt allerdings auf, dass die Geschwindigkeit der Flugmaschine ziemlich tief ausgefallen ist, was aber immerhin beim genauen Zielen hilfreich ist.

Yager
Das idyllische Proteus-Quartier.

Denn in den Missionen müsst ihr natürlich nicht nur in der Gegend herumfliegen, sondern auch kräftig ballern – neben der Standardlasergun mit unendlich Munition wechselt ihr auf Knopfdruck zu einer der anderen drei Schiessarten, die sich je nach Mission ändern. Bei den meisten Guns unterstützt euch beim Schiessen ein Lock-On-System, mit dem euch das Treffen deutlich erleichtert wird. Wem das nicht reicht, der kann außerdem auf eine Zoom-Funktion zurückgreifen, mit der ihr fast wie bei einem Snipergewehr zielen könnt. Da man also während der Einsätze je nach Situation zwischen den beiden Flugmodi umschalten, Gegner angreifen, mit dem Waffensystem hantieren und im dreidimensionalen Luftraum rasante Flugmanöver hinlegen muss, brauchen selbst erfahrene Spieler einige Übung, bis sie Tides Maschine fest im Griff haben – doch auch dann ist man in der Hektik noch nicht vor der einen oder anderen schmerzhaften Bruchlandung gefeit.

 

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