Preview - XIII : XIII

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Bereits vor einigen Wochen kündigte Ubi Soft mit 'XIII' einen neuen First Person-Shooter an, der auf einer Comic-Vorlage von Van Hamme und Vance basiert, die insbesondere im französischsprachigen Raum seit 1983 große Erfolge feiert. Während der Montreal Press Tour 2002 hatten wir die Möglichkeit, einen ersten Blick auf das Spiel zu werfen und waren vor allem von dem erfrischend neuen Styling des Titels angenehm überrascht. Aber auch Story und Gameplay sind nicht ohne, wie euch unser First Look zeigen wird.

XIII
Fast wie gezeichnet: der neue Grafikstil.

Bei 'XIII' handelt es sich um einen waschechten First Person-Shooter mit reichlich Stealth-Elementen, der im Frühjahr 2003 für PC, Xbox, PS2 und GCN erscheinen soll. Vorlage für das Spiel ist die gleichnamige belgische Comic-Reihe, die seit 1983 in 15 Ausgaben erschienen ist und im französischsprachigen Raum einen recht hohen Bekanntheitsgrad hat. Die Story des Spieles ist dicht an der Comic-Reihe angelegt und Mitte der 80er Jahre angesiedelt, wobei auch Einflüsse aus Geschichte und Literatur der USA ihren Einzug halten. Auch kommen Analogien zum Kennedy-Attentat zum Tragen.

Filmreife StoryHintergrund der ganzen Angelegenheit ist der Mord an US-Präsident Sheridan. Ähnlich wie beim Kennedy-Mord sind die Hintergründe mysteriös und als einziger Hinweis existiert ein Amateur-Video, das verschwommen einen Scharfschützen zeigt. Kurz nach diesem Ereignis findet sich der Spieler mit einer Schusswunde, Amnesie, einem Tattoo mit XIII auf der Schulter und einem Safeschlüssel an einem Strand wieder und wird von einer Krankenschwester aufgepäppelt. Im besagten Safe findet sich Geld, eine Liste mit 20 Namen und die Namen Jones und Carrington, zudem entdeckt XIII, benannt nach seinem Tattoo, dass er durchaus über einiges an Kampffähigkeiten verfügt. Als XIII dann kurze Zeit später von Amos, der die Mord-Untersuchung leitet, unter dem Verdacht verhaftet wird, das Präsidenten-Attentat durchgeführt zu haben, und er auf die Pilotin Jones trifft, die für den Armeegeneral und Gründer einer Spezialeinheit Carrington arbeitet, wird alles noch verworrener. Denn besagte Jones erzählt XIII so ziemlich das Gegenteil, nämlich das XIII für Carrington gearbeitet hat und kurz vor dem Aufspüren einer Verschwörung war. Als Carrington dann von Amos wegen Verrats verhaftet wird, wird XIII schnell klar, dass er zum einen die wahren Mörder von Sheridan finden, gleichzeitig aber auch das Geheimnis um seine eigene Vergangenheit lüften muss. Die NPCs sollen dabei auch eine tragende Rolle spielen und nicht nur zur Garnierung der Story dienen.

XIII
Lichteffekte trotz Comic-Look.

Ein völlig neuer Look
Umgesetzt wird die ganze Sache auf einem stilistisch sehr interessanten Weg. Zwar basiert 'XIII' auf der 'Unreal'-Technologie, diese wurde jedoch in einigen Belangen extrem modifiziert, um dem Spiel einen eigenständigen Look zu geben. Auch hier zeigt sich wieder, dass besagte Technologie in absehbarer Zeit wohl erste Wahl für Entwickler sein wird, nicht zuletzt aufgrund der Grafikfähigkeiten, der KI und dem Netzwerk-Code, sowie der Verbreitung des Editors, die den Entwicklern die eigene Entwicklung einer Engine ersparen und somit die Zeit geben, an gutem Gameplay zu arbeiten.

Um dem Spiel besagten eigenen Look zu geben, wurde beim Rendering ein anderer Weg gegangen, als bei normalen 3D-Shootern. So handelt es sich zwar weiterhin um 3D-Grafik, dank scharfer Konturen und dicker Randschatten wird jedoch ein Comic-artiger Look erzeugt, der mittlerweile bei einigen Konsolenspielen nicht ungewöhnlich, auf dem PC aber in dieser Form wohl bisher einzigartig ist. Zusätzlich wird in den einzelnen Levels darauf geachtet, dass sich die Farbgebung mehr oder weniger aus zwei Grundfarben zusammensetzt, was den Comic-Look noch zusätzlich verstärkt. Um selbiges auch bei den Effekten zu erreichen, wurde realistische Effekte entwickelt und für den Grafikstil adaptiert, auch Comic-Elemente à la 'CRASH' - 'BOOM' - 'BANG' werden integriert. Das alles klingt im ersten Moment etwas abgefahren, ist aber durchaus sehenswert, zumal es stilistisch vor allem in die Richtung der Adult-Comics geht, also nicht kunterbunt à la Disney. Dass dieser Look nicht zu Lasten des Level-Designs gehen muss, zeigt allein die Tatsache, dass es sowohl umfangreiche Außenlevel mit Bergen, Seen und Dschungeln gibt, als auch Innenlevel wie zum Beispiel das FBI-Gebäude.

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Auf Innenlevel müsst ihr nicht verzichten.

Auch in der Verbindung von Grafik zu Story und Gameplay gibt es Interessantes zu vermelden. Naheliegend bei dem Hintergrund mit der Amnesie wird im Spiel mit interaktiven Flashbacks, also Rückblenden, gearbeitet. Diese dienen sowohl zur Vertiefung der Story, als auch als Hinweise auf das aktuelle Gameplay, die durch aktuelle Locations, Personen und Ereignisse ausgelöst werden und dem Spieler Tipps geben, was zu tun ist. Auch diese sind stilistisch sehr ungewöhnlich, so wird nur das wichtigste gezeigt, nämlich Gegenstände, Objekte oder Personen, ohne Hintergründe, teilweise schemenhaft.

 

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