Test - XCOM 2 : Blut, Schweiß und Tränen

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XCOM: Enemy Unknown nebst Erweiterungspaket XCOM: Enemy Within brachten einen Klassiker in die Gegenwart und verhalfen der guten alten Rundenstrategie zu neuem Leben. Zwar fehlte hier und da noch ein wenig die Komplexität des Ur-XCOM, aber dennoch fand das muntere Katz-und-Maus-, Verzeihung, Mensch-und-Alien-Spiel eine Menge Freunde. Nun ist XCOM 2 da (wenn auch vorerst nur für den PC) und macht vieles ähnlich, aber auch einiges anders. Dabei bleibt es seinem Vorgänger treu, wartet aber dank des Seitenwechsels von Mensch und Alien mit einigen neuen Elementen auf.

Beginnen wir mit besagtem Seitenwechsel, denn der bestimmt viele Grundlagen des Spiels. XCOM 2 setzt voraus, dass die Aliens bei ihrer Invasion den Sieg davongetragen haben. Zwar gibt es immer noch reichlich Menschen, doch die werden von Aliens und der ADVENT-Organisation ordentlich unter der Fuchtel gehalten, alles unter der Propaganda des sorglosen Lebens in glitzernden Städten und des bösen menschlichen Widerstands als Störenfried. Aber wer weiß schon, was die Aliens unter dieser Fassade noch alles im Schilde führen.

Nieder mit den Besatzern!

Die traurigen Überreste der Alien-Abwehrorganisation XCOM haben da so eine Ahnung. Rund 20 Jahre nach der Niederlage gegen die Invasoren gelingt dem Widerstand ein entscheidender Schritt: Der einstige Commander von XCOM wird befreit und liefert dank eines Implantats ganz neue Erkenntnisse. Nun ist es also an der Zeit, den Spieß umzudrehen und den Plänen der Besatzer ein Ende zu machen. An Bord eines erbeuteten Alien-Schiffes, der Avenger, steht euch nun die Aufgabe bevor, den weltweiten Widerstand zu organisieren und die Aliens von der Erde zu jagen.

Leichter gesagt als getan, und das nicht nur, weil XCOM 2 bereits im normalen der vier verfügbaren Schwierigkeitsgrade eine verdammt harte Nummer ist. Während ihr nämlich das Widerstandsnetzwerk erweitert, sind auch die Aliens nicht untätig und arbeiten verbissen und energisch an einem mysteriösen Avatar-Projekt. Sollte es euren Widersachern gelingen, es erfolgreich zu beenden, hat die Menschheit keine Chance mehr.

Die zwei Spielebenen

Nachdem man in einigen Missionen langsam an die wichtigen Spielelemente herangeführt wird, geht es recht schnell ans Eingemachte. Grundsätzlich besteht auch XCOM 2 aus zwei Spielebenen. Zum einen wären da die rundenbasierten Gefechte, in denen euer Squad sich mit Aliens und ADVENT herumschlägt und bestimmte Aufgaben zu erfüllen hat. Zum anderen wäre da die Avenger als Basis, in der ihr Einrichtungen baut, euch um Forschung und Entwicklung kümmert, aber auch globale taktische Entscheidungen trefft – ein Aspekt, der gegenüber früheren Teilen deutlich ausgebaut wurde.

XCOM 2 - Willkommen auf der Avenger Gameplay Demo
Diese Gameplay-Demo hält zwölf Minuten Eindrücke aus dem Sequel XCOM 2 für euch bereit.

Beginnen wir zunächst mit der Avenger. Sie ist ein erbeutetes Alienschiff, in dem sich zunächst nur einige wenige Abteilungen befinden, wie Waffenkammer, Quartier, Labor oder Technikabteilung. Nach und nach könnt ihr andere Räume im Schiff freiräumen und dort weitere Einrichtungen bauen. Ein gut verzahntes System, denn ihr benötigt entsprechende Energieversorgung, Ressourcen zum Bau, aber auch Personal. Einzelne Abteilungen können aufgewertet werden und arbeiten mit zusätzlichem Personal effizienter. Wissenschaftler und Ingenieure können zuweilen angeheuert werden oder schließen sich nach einer erfolgreichen Mission an.

Die Abteilungen sind recht vielfältig und es ist aufgrund der Platz-, Personal- und Ressourcenknappheit gar nicht so einfach, die richtigen Prioritäten zu setzen. Errichtet man erst eine Ausbildungsstätte, um neue Taktiken zu erlernen oder um Rekruten auszubilden? Oder setzt man auf Kommunikationsanlagen, um mehr Widerstandsnester auf der Erde zu kontaktieren? Oder soll man zusätzliche Forschungseinrichtungen bauen, um die Schlüsselmissionen weiter voranzutreiben? Gar nicht so einfach, aber in dieser Form deutlich interessanter und komplexer als in den Vorgängern. Nebenher bietet die Avenger nette Details, wie eine Gedenkwand für die Gefallenen oder Hintergrundinformationen im Quartier.