News - Xbox One Project Scorpio : Konkrete Infos zur neuen Konsole

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Die Kollegen von Digital Foundry durften sich auf Einladung von Microsoft in Redmond herumtummeln und exklusiv einen tieferen Blick in Hardware und Leistung der kommenden Xbox Project Scorpio werfen.

Es gehören schon Eier dazu, ein Magazin wie Digital Foundry für eine Präsentation der neuen Konsolen-Spezifikationen einzuladen. Microsoft wollte im Hinblick auf Project Scorpio offenbar nicht nur mit Zahlen aufwarten, sondern auch zeigen, was die Zahlen bewerkstelligen.

Fest steht auf jeden Fall, dass die Scorpio die angekündigte Leistung von mindestens 6 Teraflops problemlos stemmen wird. Hierzu kommt eine in Zusammenarbeit mit AMD von Grund auf neu gestaltete GPU mit 40 CUs und einer für Konsolen ungewöhnlich hohen Taktrate von 1.172 MHz (Xbox One: 914 MHz, PS4 Pro: 911 MHz) zum Einsatz. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die maximale Taktrate der derzeit stärksten Polaris-Grafikkarte von AMD nur geringfügig höher liegt.

Für die GPU wurde ein spezielles Kühlsystem entwickelt, das offenbar mit einem Kupferkörper und  im Vakuum ionisiertem Wasser arbeitet. Der Abtransport der Hitze aus dem Gehäuse ergfolgt über speziell designte Lüfter.

Hinzu kommt ein 8-Kern-Prozessor, getaktet auf 2,3 GHz, wobei es sich aber nicht um eine Ryzen-basierte CPU handeln soll. Weiterhin an Bord sind 12 GB GDDR5-Speicher mit einer Taktung von 6,8 GHz, verpackt in ein kompaktes Gehäuse mit internem 245-Watt-Netzteil und moderner Kühlung. 4 GB des Speichers werden fürs das OS reserviert, unter anderem um ein 4K-Dashboard zu gewährleisten, während 8 GB den Entwicklern für Spiele zur Verfügung stehen. Der bisherige ESRAM-Speicher entfällt offenbar komplett und wird im GDDR5 simuliert, um Rückwärtskompatibilität zu ermöglichen.

Die Speicherbandbreite beträgt, wie bereits vermutet, 326 GB/s mit einem 384-bit-Interface, ebenfalls deutlich mehr als bei Xbox One (219 GB/s) und PS4 Pro (218 GB/s). Eine 1 TB 2,5-Zoll-Festplatte nebst ein 4K-UHD-Blu-Ray-Laufwerk runden das Line-up ab.

Als Basis für die Konfiguration wurden offenbar aktuelle Titel daraufhin untersucht, welche Komponenten nötig wären, um sie auf native 4K zu bringen. HDMI 2.0 wird natürlich ebenfalls an Bord sein, nicht zuletzt für die HDR-Unterstützung. Wer weiterhin auf Full HD zockt, soll vom Downscaling des UHD-Rendering profitieren, wobei die Vorgabe von Microsoft an die Spieleentwickler ist, mindestens die aktuelle Performance der Xbox One zu erreichen. Auf der Audioseite können wir uns über das bekannte 7.1-Setup nebst neuer Dolby-Atmos-Unterstützung freuen, hinzu kommt ein proprietäres Format namens HRTF vom Hololens-Team.

Die Performance scheint vielversprechend zu sein - so wurde bereits eine Demo von Forza Motorsport mit nativem 4K und 60 fps gezeigt, welche die GPU aber nicht voll auslasten konnte, sondern nur 60 bis 70 Prozent des Systems beanspruchte. Dank cleverer Anpassungen dürfte die Wirkung und Effizienz der neuen Hardware weit über die reinen Spezifikationen hinausgehen.

Die finale Gehäuseform (und vermutlich ein finaler Name für die Konsole) soll offenbar auf der E3 vorgestellt werden und könnte um einiges kompakter werden als gedacht. Möglicherweise werden wir dann auch erfahren, welcher Preis uns für die Konsole letztendlich erwartet. Basierend auf der Konfiguration sind ca. 500 US Dollar recht wahrscheinlich. Noch viel wichtiger wird aber die Frage, ob und wann erste Ankündigungen zu Exklusivtiteln folgen, denn in dem Bereich gibt es reichlich Nachholbedarf.

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