Test - WWE Raw 2 : WWE Raw 2

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Mit 'WWE RAW' debütierte die World Wrestling Entertainment Liga auf Microsofts Konsole - mit qualitativ eher mäßigem Erfolg. Nun soll der Nachfolger die Mankos des Erstlings ausmerzen, wobei vor allem in puncto Umfang und Spielmodi deutlich gearbeitet wurde. Ob das Ergebnis zu überzeugen vermag und Wrestling-Fans zugreifen sollten, haben wir im virtuellen Ring in Erfahrung gebracht.
 

Auch wenn der Name des Spiels es nicht unbedingt vermuten lässt, beschränkt sich der Xbox-Titel keineswegs bloß auf die WWE-Sendung 'RAW', sondern behandelt auch die Geschehnisse der Wrestling-Show 'SmackDown'. Außerdem sind alle Großveranstaltungen, also so genannte PayPerViews, wie Wrestlemania, Unforgiven, Summerslam, Royal Rumble oder NoWayOut enthalten. Im Klartext heißt das, dass ihr sowohl die Settings von RAW und SmackDown als auch die Wrestling-Stars der jeweiligen Sendung auswählen und gegeneinander antreten lassen könnt. Und ihr dürft beziehungsweise müsst zumindest im Saison-Modus an den diversen PPVs teilnehmen.

Reichlich zu prügeln
Somit ist also zumindest bereits in puncto Settings für Abwechslung gesorgt. Aber auch sonst kann man sich über den Umfang von 'WWE RAW 2' nicht beschweren. Da die Anzahl der Spielmodi und die etwas krude Zusammenstellung der verfügbaren Wrestler für Kritik beim Erstling sorgten, haben sich hier die Entwickler besonders ins Zeug gelegt. Über 60 Wrestler stehen zur Verfügung, wobei die Auswahl und die Aktualität kaum etwas zu meckern geben. Neben Stars wie Triple H, The Rock, Brock Lesnar, Kurt Angle, Bill Goldberg, Steve Austin, Big Show, Hulk Hogan, Kane, Rey Mysterio Jr., Chris Jericho oder Undertaker findet ihr im vorhandenen Spiel-Kader auch Leute wie Tommy Dreamer, The Hurricane, Matt Hardy, Eddie Guerrero, Randy Orton, Goldust, Rob Van Dam, Rhyno, Chris Benoit oder Cristian. Außerdem dürfen natürlich WWE-Diven wie Torrie Wilson, Nidia, Trish Stratus, Victoria und Stacy Keibler nicht fehlen. Die meisten Charaktere im Spiel entsprechen dann auch betreffend Aussehen, Move-Repertoire und Outfit ihren Originalen im TV - allerdings gab man sich offensichtlich bei den Stars etwas mehr Mühe als bei den weniger wichtigen Figuren - so sind zum Beispiel Steven Richards, Novinski und Torrie Wilson kaum zu erkennen, während Brock Lesnar und Goldberg in puncto Bewegung und Aussehen nahezu perfekt gelungen sind.

Nach dem Intro, das dem Vorspann der TV-Show entspricht, könnt ihr im Hauptmenü wählen, ob ihr in 'Exhibition' ganz nach euren Wünschen ein Match zusammenstellt, an einem 'Tournament' teilnehmt, einen eigenen Wrestler erstellt, Teams bildet, am 'King of the Ring' oder 'Royal Rumble' teilnehmt oder den 'Season'-Modus startet. Letzterer ist besonders für Einzelspieler interessant, da ihr hier einen Wrestler wählt und an den diversen Events und Shows der WWE teilnehmt. Genau wie im Fernsehen werden hier nicht bloß Matches bestritten, sondern es gibt kleinere Storys, Backstage-Ereignisse und erbitterte Fehden. Leider sind diese in Zwischensequenzen gehaltenen Szenen ziemlich einfach ausgefallen und wenig spannend, zumal komplett auf Sprachausgabe oder Text verzichtet wurde. Meist wird dann halt euer Wrestler beispielsweise hinterrücks angegriffen, streitet sich mit einem anderen Wrestler, schließt Bündnisse oder bekommt von den Bossen ein besonderes Match vorgesetzt.

Immerhin dürft ihr vor Beginn einer Show einige Aktionen planen, wie beispielsweise Ruhepausen, Eingriffe in andere Matches, Fallen und so weiter. Diese Entscheide haben dann mehr oder weniger Einflüsse auf euren Beliebtheits- und Fit-Status und darauf, gegen wen ihr gerade besonders auf Kriegsfuß seid. Löblicherweise darf der Season-Modus auch mit bis zu vier Spielern angegangen werden, wo dann gegeneinander um den Weltmeistertitel gekämpft wird. Insgesamt macht dieser Modus durchaus Spaß und ist auf jeden Fall besser als ein simples Turnier, trotzdem hätte man hier noch deutlich mehr machen können. Wenig zu kritisieren gibt es dafür beim spaßigen Create-A-Superstar-Modus, in dem ihr aus unzähligen Details euren Wunsch-Charakter zusammenbastelt und mit entsprechenden Moves ausstattet. Ihr dürft sogar den Einmarsch des Editor-Gladiators bis hin zur Beleuchtung und zum auf der Xbox-Festplatte gespeicherten Soundtrack einstellen, was nicht nur Wrestling-Fans gefallen dürfte.

 

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