Special - Wrestlemania XXXI : Hulk Hogan im Interview

  • PS4
  • PS3
  • One
  • X360
Von Kommentieren

Er gewann sechsmal den World Title der weltgrößten Wrestling-Organisation. Er gründete – gemeinsam mit Kevin Nash und Scott Hall – die New World Order, die vielleicht bedeutendste Gruppierung in der Geschichte des Wrestlings. Er stand mit Hollywood-Größen wie Silvester Stallone vor der Kamera. Wer über Wrestling spricht, kennt auch Hulk Hogan. Er ist der bekannteste Wrestler aller Zeiten, eine Ikone der Popkultur. Und er stand uns im Interview Rede und Antwort.

Natürlich hat ein Plausch mit einem Star wie Hulk Hogan stets einen konkreten Anlass. 2K Games kündigte einen Handy-Ableger zu WWE 2K15 an und veröffentlicht dieser Tage den Story-DLC Path of the Warrior für die Konsolenversion seiner Wrestling-Simulation. Dieser porträtiert den Werdegang des legendären Ultimate Warriors und zeichnet unter anderem seinen Aufstieg an die Spitze von World Wrestling Entertainment (damals noch WWF, heute WWE) nach. Wer sich aber diesen Weg anschaut, dem springt sofort ein entscheidendes Match entgegen: Hulk Hogan vs. The Ultimate Warrior bei Wrestlemania VI.

Die Ultimate Challenge um den Intercontinental und um den World Heavyweight Title - fast 70.000 Fans im SkyDome von Toronto jubelten damals den beiden populärsten Stars der Liga zu. Hulk Hogan erinnert sich an das inzwischen 25 Jahre zurückliegende Mega-Event: „Ich wusste, dass mir der Kampf meines Lebens bevorsteht. Ich spürte, dass mit dem Warrior eine Wachablösung kam. Bereits im Vorfeld konnte ich merken, wie es die Fans zu ihm hinzog. Sein Charisma war geradezu magisch. Seine Energie verkörperte alles, was dieses Geschäft ausmacht. Ein Blick in seine Augen genügte, um dieses Feuer, diese Intensität, die ihn ihm loderte, zu sehen.“ Letztlich verlor Hulk Hogan diesen vielleicht wichtigsten Kampf seiner Karriere. Der Warrior wich seinem patentierten Leg-Drop aus, konterte mit einem Splash und nagelte den Hulkster bis drei auf der Matte fest.

Damit war The Ultimate Warrior gleichzeitig WWF- und Intercontinental-Champion. Ein Kunststück, das seitdem niemandem mehr gelungen ist. „Es war hart für mich, ihn mit beiden Gürtel feiern zu sehen. Aber ich habe an jenem Abend auch  Respekt für den Warrior gewonnen. Ich habe mir immer jemanden gewünscht, der das Erbe von Hulkamania weitertragen kann. Und der Warrior wäre definitiv jemand für diese Aufgabe gewesen“, führt Hogan diese besondere Beziehung aus.

Der Warrior verstarb im vergangenen Jahr an einem plötzlichen Herzinfarkt, nur wenige Tage nachdem er bei Wrestlemania XXX noch in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Der Hulkster findet auch zu diesem Thema einige beinahe rührende Worte: „Weißt du, mit dieser Niederlage hat der Warrior meine Serie in Toronto kaputtgemacht. Ich würde mich also freuen, wenn wir oben im Himmel noch einmal aufeinandertreffen könnten und ich diesmal siegreich davonginge.“ Der Warrior lebt weiter in den Herzen der Fans und war zuletzt fester Bestandteil der Feierlichkeiten von Wrestlemania XXXI. Im Rahmen der Hall-of-Fame-Zeremonie erhielt der im Alter von nur acht Jahren an Krebs verstorbene Connor „The Crusher“ Michalek den Warrior Award für seinen Mut und seine Lebensfreude im Angesicht schwerer Krankheit.

Eine Zukunft für die nWo?

Hulk Hogan selbst hielt bei Wrestlemania XXXI die Laudatio auf seinen einstigen Tag-Team-Partner, den „Macho Man“ Randy Savage. Doch gleichzeitig übernahm der Hulkster auch eine ganz aktive Rolle: Er griff nämlich in den Kampf zwischen Sting und Triple H ein. Gemeinsam mit seinen nWo-Kumpels Kevin Nash und Scott Hall wies er die New Age Outlaws und X-Pac – kurz D-Generation X – in ihre Schranken, musste dabei aber selbst einige Schläge einstecken.

Aber beim alten Eisen sieht er sich noch lange nicht: „Wir haben alles gut überstanden. Und wisst ihr was? Die New World Order hat noch einige alte Rechnungen offen. Wir planen einiges – vielleicht für Wrestlemania im kommenden Jahr. WWE will einen neuen Publikumsrekord im AT&T Stadium der Dallas Cowboys aufstellen. Wir werden da sein! Und wie in jeder anderen Liga – etwa die eine, die inzwischen von WWE gekauft wurde – übernehmen wir die Kontrolle.“

Weiter wollte Hogan auf diese Pläne allerdings nicht eingehen. Es hört sich aber fast danach an, als würdet ihr die nWo noch häufiger sehen. Wenn es nach ihm ginge, dann würde er einige neue beziehungsweise alte Gesichter mit in die Gruppierung holen: „Meinem Kumpel The Big Show würde ich erst mal links und rechts eine Ohrfeige geben, damit er wieder zu dem fiesen Riesen wird, der er tatsächlich sein kann. Und dann würde ich noch John Cena auf die dunkle Seite ziehen. Er ist ohnehin schon auf dem richtigen Wege. Ich weiß, was für ein mieser Bursche er sein kann, er muss es nur mal wieder rauslassen.“

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel