Test - World Series of Poker: Tournament of Champions : Pokern ganz ohne Sonnenbrille

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Kein anderes Kartenspiel erfreut sich derzeit solcher Beliebtheit wie Poker. Activisions 'World Series of Poker: Tournament of Champions' folgt dem Trend und will sowohl Anfänger als auch Profis an den Controller locken. Ob der Hersteller dabei bloß blufft oder tatsächlich ein Full House in der Hand hat, lest ihr im Test.

Kein anderes Kartenspiel erfreut sich derzeit solcher Beliebtheit wie Poker. So ist es auch kein Wunder, dass Poker-Videospiele derzeit im Aufwind sind. Der aktuelle Ableger von Activision namens 'World Series of Poker: Tournament of Champions' folgt dem Trend und soll auch Profis ans Pad locken. Damit sich auch Anfänger zurechtfinden, wurden zehn hilfreiche Videoclips in das Spiel integriert, in denen euch Chris ''Jesus'' Ferguson über Spielregeln, Gewinnstrategien und dergleichen informiert. Selbst für Profis eignen sich die Tutorial-Movies, um eventuell nochmals kurz ein bestimmtes Thema nachzuschlagen.

Ein Karrierestart

Richtig los geht es dann im Karrieremodus. Als Erstes müsst ihr euch einen Spieler nach eurem Gusto erstellen und diesen mit Namen und individuellem Aussehen ausstatten. Vor dem eigentlichen Start müsst ihr euch auch noch für einen der drei Schwierigkeitsgrade – Amateur, Semi-Pro und Professional – entscheiden. Der Spielablauf funktioniert dann nach bekannten Regeln, wobei nicht nur nach Texas Hold'em gespielt wird, sondern euch insgesamt acht verschiedene Poker-Spielarten erwarten. Die Events, an denen ihr teilnehmt, variieren deshalb stark, womit auch für Abwechslung gesorgt ist. Das Geld, welches ihr im Verlaufe des Spiels gewinnt, könnt ihr wiederum in Events investieren.

Wer noch nicht genug hat, kann sich zwischendurch noch ein paar Quickmatches widmen oder in den Online-Mehrspielermodus wechseln, wo ihr euch bis zu acht realen Kontrahenten stellt. Einen lokalen Mehrspielermodus enthält das Spiel hingegen leider nicht. Die Bedienung ist unterdessen sehr komfortabel ausgefallen: Sämtliche Entscheidungen werden per Analog-Stick getroffen und per X-Taste bestätigt. Zusätzlich steht es euch frei, jederzeit per R1-Taste eine Übersicht der Kartenkombinationen aufzurufen, was besonders Anfängern entgegenkommt.

So sieht Poker aus

'World Series of Poker: Tournament of Champions' punktet in Sachen Präsentation. Es gibt zahlreiche Zwischensequenzen und Aufnahmen von Pokerspielen, die euch in die richtige Stimmung versetzen. Auch erwartet euch keine simple Vogelansicht des Spielbretts. Die Kameraperspektive wechselt oft und orientiert sich voll und ganz an den TV-Übertragungen. Das eigentliche Design ist zwar gerade mal durchschnittlich, reicht aber allemal aus. Leider ist das Spiel komplett auf Englisch, was gerade bei Erklärungsversuchen der Regeln für den einen oder anderen etwas hinderlich sein könnte. Die Synchronisation ist, von der Originalstimme Fergusons abgesehen, ziemlich mittelmäßig.

Fazit

von Sacha Röschard
'World Series of Poker: Tournament of Champions' richtet sich an Pokerfans, die eine etwas professionellere Präsentation wünschen und nicht nur auf Texas Hold'em limitiert sein wollen. Dank der Tutorials sind auch Anfänger mit dem Spiel gut beraten. Abzüge gibt es für den fehlenden lokalen Mehrspielermodus und die fehlende deutsche Sprachunterstützung.

Überblick

Pro

  • umfangreicher Karrieremodus
  • Online-Mehrspielermodus
  • komfortable Steuerung
  • ganze acht Spielarten

Contra

  • kein lokaler Mehrspielermodus
  • nur auf Englisch
  • mittelmäßige Synchronisierung

Wertung

  • PS2
    82
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