Preview - Watch_Dogs 2 : Das müsst ihr wissen: 5 Fragen zum Open-World-Nachfolger

  • PC
  • PS4
  • One
Von Kommentieren

Am 15. November 2016 ist es so weit: Watch_Dogs 2 erscheint für PlayStation 4 und Xbox One. Die PC-Version rückt am 29. November 2016 nach. Üblicherweise bekommen wir wenige Wochen vor der Veröffentlichung eines wichtigen Titels ein letztes Mal die Gelegenheit, den aktuellen Entwicklungsstand zu prüfen. Für Watch_Dogs 2 wurden wir nach Paris eingeladen, wo wir uns satte vier Stunden in den diesjährigen Assassin's-Creed-Ersatz stürzten.

Dieser „Build“ von Watch_Dogs 2 sei noch nicht final, betonten die Entwickler, bevor sie uns einen kurzen Überblick über die in Paris spielbaren Abschnitte boten. Anzocken durften wir die rund halbstündige Einleitung sowie die darauf folgenden Hauptmissionen. Anschließend machten wir einen Zeitsprung in einen späteren Spielabschnitt, um uns nach Lust und Laune in der offenen Spielwelt auszutoben. Dazu gehörten auch diverse „Online Activities“ wie Koop-Missionen und typische Open-World-Nebenaufgaben wie Konkurrenz-Hackern Daten zu stehlen, zusammen mit der Polizei Jagd auf sie zu machen oder nahen DedSec-Kollegen zu helfen.

Wir nutzten unsere Zeit diesmal hauptsächlich für die Hauptmissionen. In unserer Multiplayer-Preview zu Watch_Dogs 2 könnt ihr mehr über den Online-Teil des Action-Adventures nachlesen. Unsere letzte Vorschau vor dem Test gestalten wir etwas anders und klären die fünf wichtigsten Fragen zu Watch_Dogs 2:

1. Worum geht es in Watch_Dogs 2?

Kein Aiden Pearce mehr weit und breit. Der weitaus lässigere Marcus Holloway ist nun der Held. Zum Glück, denn mit Aiden konnten sich nur wenige Spieler anfreunden. Mit seinem Vorgänger gemein hat Marcus nur noch das Hacker-Talent und seine Mission: den Kampf gegen die totale Überwachung in Gestalt der Blume Corporation. Diese Firma steckt hinter dem berüchtigten ctOS, mit dem in Watch_Dogs ganz Chicago beobachtet und teilweise sogar gesteuert wurde. In Watch_Dogs 2 kommt nun ctOS 2.0 zum Einsatz. Doch die erweiterten Möglichkeiten spielen der „Hacktivism“-Gruppe DedSec, ebenfalls bekannt aus dem Vorgänger, letztendlich nur in die Hände.

Moment mal, was genau soll denn, bitte, „Hacktivism“ sein? Im Grunde bezeichnet dieser Ausdruck eine Protestbewegung der Hacker. In der Praxis heißt das, dass ihr ctOS 2.0 für euch und gegen die Blume Corporation einsetzt. Das kann von simplem Vandalismus bis zum Eindringen in diverse Server-Standorte und das Hacken derselben alles Mögliche bedeuten. Letzteres dient in der Intromission als DedSec-Aufnahmetest für Marcus Holloway und ähnelt von der Grundidee her der Intromission des Vorgängers: Ihr werdet einfach mitten in eine laufende Operation geworfen.

Im Gegensatz zu Aidens Geschichte traut sich Watch_Dogs 2 witzig zu sein. Eine der Hauptmissionen, die wir spielten, nannte sich „Cyberdriver“, was auch der Name einer Fernsehserie in der Welt von Watch_Dogs 2 ist. Stellt euch eine Art „Knight Rider“ vor – nur noch überdrehter. Wenn ihr die verschiedenen Missionsabschnitte erledigt und dabei unter anderem Drehbücher und E-Mails gestohlen habt, steht euch sogar das „Cyberdriver“-Auto zur Verfügung. All das deutet eine im Gegensatz zum ersten Teil weitaus weniger bedrückende Gesamtstimmung an. Wie viel Humor letztendlich im kompletten Spiel steckt, können wir aber erst mit der Testversion prüfen.

2. Nerven die Watch_Dogs-2-Hipster?

Die kurze Antwort darauf ist ein nur auf den ersten Blick unbefriedigendes „Jain“. Tatsächlich nervten die Watch_Dogs-2-Hauptfiguren zu Beginn mit ihrer überdreht jugendlichen Art und der arg betonten Coolness. Es dauerte jedoch nicht lange, bis wir uns daran gewöhnten und erkannten, dass zumindest manche von ihnen interessanter waren als zunächst gedacht.

Durch das virtuelle San Francisco in Paris - Vorschau-Event zu Watch_Dogs 2
Felix war in Paris und konnte gut zwei Stunden das neue Watch_Dogs 2 anzocken und außerdem noch mit einem der Entwickler sprechen.

Paradebeispiel ist Wrench. Zur Erinnerung: Das ist der besonders auffällige Watch_Dogs-2-Charakter mit der Brille, die seinem Gegenüber diverse Zufallssymbole anzeigt. Wie sich herausstellt, ist Wrench zwar auch nach ein paar Stunden weiterhin im Kern ein Hipster, erinnert aber mit seiner schrägen Art sogar ein wenig an Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“. Das macht ihn sympathischer, als wir vor dem Hands-on für möglich gehalten hätten.

Marcus selbst hält sich im fröhlichen Hipster-Reigen angenehm zurück. Ja, auch ihm ist Coolness offensichtlich wichtig. Aber er strahlt gleichzeitig einen gewissen Charme aus, der Aiden Pearce vollkommen fehlte. Allerdings vermissten wir zumindest in den vier gespielten Stunden Hinweise auf Charaktertiefe bei unserem neuen Helden. Marcus war uns am Ende des Hands-ons noch genauso fremd wie zu Beginn.

3. Wie sieht Watch_Dogs 2 aus?

Die San-Francisco-Bay-Area mit Oakland und dem Silicon Valley vermittelte uns beim Anspielen an einigen Orten sofort dieses besondere Flair, das diese Gegend auszeichnet. An vielen anderen Ecken könnte die Watch_Dogs-2-Welt jedoch genauso gut „Zufallsstadt XY“ sein. Arg austauschbar wirken manche Bereiche, auch wenn ein paar Blocks weiter die nächste bekannte Sehenswürdigkeit auf euch wartet.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel