16.08.2012 - Daniel Gräbner
Vor acht Jahren brachte Warren Spector Thief: Deadly Shadows auf den Markt, seither schwört der texanische Game-Designer hingegen auf bunte Farben und gewaltfreie Inhalte, wie sein kommendes Werk Disney Epic Mickey 2: Die Macht der 2. Bereits auf der E3 hat sich Spector in einem Interview gegen Gewalt ausgesprochen und legte im Rahmen der gamescom nun in dieser Thematik noch einmal nach.
"Ich glaube, wir konzentrieren uns ein wenig zu sehr auf Gewalt, weil wir einfach wissen, wie es geht. Es ist leicht, einfach. Und viele Spieler scheinen es zu mögen. Es ist aber nicht alles, was wir sein können und auch nicht alles, was wir sein sollten. Wir haben nun Mal einen Controller mit einer Menge Buttons drauf und das lässt sich wirklich gut darauf übertragen, in einer bestimmten Millisekunde einen Knopf zu drücken, der darin resultiert, einen Pixel über den Bildschirm zu bewegen und einen anderen Pixel zu erschaffen. Und das machen wir ziemlich gut, weil es sich dazu passt, den Abzug einer virtuellen Waffe zu ziehen. Das ist einfach für uns", so Spector gegenüber Eurogamer.
"Ich habe in der Vergangenheit aktiv versucht, einige meiner Entwicklerkollegen zu beschämen. Besonders John Carmack und Tim Sweeney. Kannst du dir vorstellen, wie Spiele heute aussehen würden, wenn die beiden genau so viel Zeit in Non-Combat-KI stecken würden, wie in das Rendering ihrer Spiele? Kannst du dir vorstellen, was für Spiele wir hätten, wenn John Carmack sich entscheiden würde, einen glaubwürdigen Charakter zu kreieren, anstatt einer glaubwürdigen Waffe? Ich will, dass ihr das schreibt: 'Tim Sweeney und John Carmack: Hört auf zu rendern, fangt an Menschen zu erschaffen - oder Mäuse. Mir egal, welches von beiden."
Was meint ihr: Hat Waren Spector Recht?
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Kommentare zu Warren Spector
Gedanke 1: Verdammt Kacke ist der Mann gut!
, stell dir vor Sid Meier oder Shigeru Miyamoto hätten ihren Gehirnschmalz in Sooter gesteckt...
Gedanke 2: Nun hat er sich ja aber mit Carmack und Sweeney zwei Herren rausgesucht, deren Firmen durch ähnliche (Fanboys: Pscht! :> ) Spiele im Arcade-Shooter Bereich aufgestiegen sind. Es muss einfach jedes Klientel bedient werden (Unternehmen wären sonst schön dämlich). Und man kann ja nicht verlangen das alle Shooter-Fans sich umstellen nur damit in jedermans Gedanken hübsche Blümchen sprießen.
Wenns nicht gefällt - weitergehen.
PS: @Waren: Kopf hoch Digga
Und dann...?
was sollen wir in Spielen mit realistischen Mäusen und Menschen machen?
Die Realität nachspielen?
Oder nur noch Adventures?
Ich bin ja auch nicht der Meinung, dass alle Spiele gewalttätig sein müssen, aber Shooter & Co. machen halt einfach ne Menge Spaß.