Preview - Spiel der Woche 37/04: Warhammer 40.000: Dawn of War : Spiel der Woche 37/04: Warhammer 40.000: Dawn of War

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Den Kennern der Tabletop- bzw. Pen & Paper-Szene ist der Name 'Warhammer' sicherlich schon seit vielen Jahren ein Begriff. Immerhin existieren schon mehrere Varianten dieses beliebten Spiele-Universums. Jetzt will Relic Entertainment das packende Kriegstreiben auch auf den PC bringen - in Form eines Echtzeitstrategie-Spiels. Doch kann das bekannte Prinzip überhaupt in ansprechender Art und Weise präsentiert werden? Wir haben uns das mal etwas genauer angeschaut.

Der eine oder andere unter euch hat sicherlich schon mal eine der schicken und sehr detailliert gestalteten Zinnfiguren der gleichnamigen Tabletop-Spiele zu Gesicht bekommen oder sogar selbst bemalt. Neben dem altertümlich angehauchten Fantasy-Szenario werden die Gefechte auf dem heimischen Küchentisch aber auch in der fernen Zukunft ausgetragen. Genau dieses Setting pickten sich die Entwickler heraus, um 'Warhammer 40.000: Dawn of War' auf euren Monitor zu zaubern. Der wilde Kampf zwischen Menschen und Orks geht weiter und sie stehen noch zwei weiteren Gegnern gegenüber.

Eine Basis muss her

Im Gegensatz zu vielen aktuellen Vertretern des Strategie-Genres bietet 'Warhammer 40'000' im Kern das bewährte Prinzip des Basenbaus und der Rohstoffgewinnung. Ohne ein gut ausgebautes Hauptquartier samt zahlreicher Nebengebäude wird man auf dem Schlachtfeld schnell in den staubigen Boden gestampft. Abhängig von der gewählten Rasse stehen verschiedene Methoden der Konstruktion zur Verfügung. Bei den Menschen übernehmen fleißige Roboter diesen eigentlich Schweiß treibenden Job, während die mysteriösen Eldar ihre Bauten mit Hilfe einer Kombination von Telekinese und Beschwörungsmacht vor sich entstehen lassen. So entstehen nach und nach Kasernen, Waffenfabriken oder stationäre Geschütze - bzw. die rassenspezifischen Pendants. Nebenbei darf man auch den Energienachschub nicht vernachlässigen, so dass man den Bau des einen oder anderen Generators einplanen sollte. Sehr viel wichtiger sind aber die so genannten Resource-Points, ohne die ihr nicht mal einen einfachen Space Marine aus der Basis laufen lassen könnt. Zwar liegen zu Beginn einer jeder Mission bereits einige Einheiten auf dem Konto, doch eine verstärkte Militärproduktion benötigt reichlichen Nachschub.

An die begehrten Punkte gelangt man jedoch nur, wenn man die auf der Karte verstreuten Miniplattformen erobert und hält. Für jede dieser eingenommenen Platten steigt der Nachschub, der kontinuierlich in eure Kasse fließt. Mit Hilfe von kleinen Befestigungskonstruktionen lässt sich nicht nur die Verteidigung dieser strategisch wichtigen Punkte erleichtern, gleichzeitig sorgt dies für einen kleinen Bonus für die Staatskasse. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich besonders rund um diese Plattformen erbitterte Kämpfe entwickeln, denn ohne sie läuft nicht sehr viel. Das bringt frischen Wind in das Geschehen und hat einen angenehmen Nebeneffekt: Leute, die sich bei anderen Spielen dieser Art gerne in der Basis eingeigelt haben, werden zur Aktivität gezwungen.

Allgemein steht die Action deutlich stärker im Vordergrund als bei so manchem Konkurrenztitel und vor allem in den packenden Multiplayer-Partien ist schnelles Taktieren weitaus wichtiger als langfristige Planung. Diese kommt eher bei den teilweise epischen Missionen der Kampagne zum Tragen, da diese schon mal mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Hier ist es besonders wichtig, gerade eroberte Punkte möglichst schnell gegen feindliche Angriff abzusichern und sich langsam vorzuarbeiten. Übrigens werden viele Ereignisse durch kleinere Skripts ausgelöst, die teilweise aber einige unnötige Schnitzer aufweisen. So seht ihr beispielsweise, wie gerade eine befreundete Einheit angegriffen wird, aber die Gegner sind bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gegen Waffen aller Art immun und können nicht getötet werden. Dies geschieht auch bei völlig unwichtig erscheinenden Stellen und wirkt somit etwas deplatziert.

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