Preview - War on Terror : War on Terror

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Der größte Unterschied gegenüber ’Command & Conquer: Generals’ ist der fehlende Aufbaupart. Betrachtet man den Rahmen der Handlung kann man aber nicht von Fehlen in dem Sinne sprechen. Eure Einheiten werden wie in ’Mech Commander’ oder ’Ground Control’ mit einem Dropship beziehungsweise per Transporthubschrauber eingeflogen. Nachschub gibt es im Multiplayer und Singleplayer Spiel nur beim erreichen vorgegebener Ziele. Dann könnt ihr die erworbenen Punkte verbraten und eine weitere Ladung Kriegsmaterial anfordern.

Und warum soll ich das Spiel trotzdem kaufen?

Weil es einfach geil aussieht. Mit ’War on Terror’ kann man sich alle kommenden Actionfilme mit terroristischem Setting am heimischen PC selbst basteln. Und das inklusiv emporschießender Dreckfontäne beim Einschlag einer Panzergranate. Den Funkenregen, Feuerball und die animierte Druckwelle verschweig ich euch einfach mal.

Das Setting stellt sich durchweg in aller Pracht dar. Egal ob in der Wüste bei gleißendem Sonnenschein. In den Häuserschluchten einer Smog geplagten Großstadt. Oder gar durch tiefstes Schneegestöber. Bei ’War on Terror’ sitzt die Grafik immer.

Das gleiche gilt für den Umfang der Ausstattung. 26 Singleplayer-Missionen erwarten euch im Laufe der Kampagne. Zirka 60 verschiedene Einheiten. 20 Multiplayermaps für bis zu acht Spieler mit insgesamt fünf verschiedenen Spielmodi. Zusätzlich gibt es zufällig generierte Szenarien. Zudem verspricht der Hersteller noch eine hervorragende, detaillierte Storyline.

Für alle Grafik-Fetischisten sei erwähnt, das ’War on Terror’ unter anderem Shadows- und Bump-Mapping, Specularity, Self-Illumination, Glow, Deferred Shading, Detailed-, Normal-Mapping und Parallax Mapping bei der Darstellung der Grafik benutzt.

Also pustet schon mal den Staub aus den Lüftern und wischt euren Monitor ab. Schöner wird ein RTS so schnell nicht mehr. Und wenn ihr den Rechner schon auf habt setzt lieber gleich noch ein bisschen zusätzlichen Arbeitsspeicher ein.

Ich spiel lieber erstmal die Demo an!

Das die neusten grafischen Kniffe in ’War on Terror’ benutzt wurden steht außer Frage. Und das dieses Spiel nichts für schwachbrüstige Rechner ist sollte auch klar sein. Allerdings ist anhand der uns zur Verfügung gestellten Preview-Version noch schwer abzuschätzen, welche Qualität das für den 17. März angekündigte Endprodukt haben wird.

Die uns vorliegende Version ist auf Ende Dezember 2005 datiert und wartet mit einer gehörigen Portion Instabilität und Programmfehlern auf. Savegames funktionieren nicht, Spezialeinheiten können nicht laufen, tote Gegner stehen noch und werden weiter als Ziele erkannt. Die eigenen Einheiten verteidigen sich oftmals nicht wenn sie unter Beschuss geraten und stehen völlig hilflos in der Gegend herum. Die Wegfindung lässt noch sehr zu wünschen übrig und in Gebäuden verschanzte Infanteristen lassen sich wie die Hasen wehrlos abballern.

Die Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden und zu einer gewissen Skepsis führen, was den zu erwartenden Reifegrad des Verkaufsproduktes angeht. Wenn allerdings Digital Reality in den letzten drei Monaten ihre Hausaufgaben gemacht haben bleibt Grund zur Hoffnung auf ein großartiges Spiel. Zur Kampagne und dem Multiplayer lässt sich an dieser Stelle noch nicht viel sagen, da die Kampagne nicht spielbar war und der Multiplayer im Sumpf der Bugs versank, wenn auch hier die Maps toll aussehen und die Grafik alle Versuche unternimmt über jeden Programmfehler hinweg zutäuschen.

Fazit

von Stefan Spill
Grafik ist nicht alles. Und abgeguckt ist fast geklaut. Es gibt bestimmt noch mehr Halbweisheiten die man ’War on Terror’ um die Ohren hauen könnte. Innovationen seitens des Spielvergnügens sind nicht zu erwarten, was wahrscheinlich auch für das Handling der Einheiten zutreffen wird. Wäre das Spiel nicht so verdammt hübsch anzuschauen, würde der Bewertungs-Daumen auf ein Befriedigend abrutschen. In der Hoffnung auf ein Bug freies Spiel mit tollem Kampagnenmodus, verteilen wir Vorschuss-Lorbeeren und freuen uns diebisch, wenn die Entwickler dieses Ziel bis zum Release noch erreichen.

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