Test - Viva Pinata : Viva Pinata

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Microsoft will die Xbox 360 auch neuen Spielerschichten schmackhaft machen und ’Viva Pinata’ soll im wahrsten Sinne des Wortes das Zugpferd sein, um junge Zocker an die Konsole zu locken. Wir ließen es uns nicht nehmen, den Rare-Titel trotz Überschreitung des Zielgruppen-Alters genauer anzuschauen.

Eines muss man Microsoft lassen: Das Unternehmen ist sehr ehrlich und direkt, was ’Viva Pinata’ angeht. Der von Rare in England entwickelte Titel ist eine strategisch durch und durch konzipierte Franchise, welche die junge Zielgruppe in Scharen zur Xbox 360 treiben soll – ähnlich wie es vielleicht Nintendo mit ’Pokémon’ und Konami mit ’Yu-Gi-O’ gelungen ist. Dass so was nicht auf die Konsole beschränkt sein darf, ist auch Microsoft klar – entsprechend soll 4Kids Entertainment dafür sorgen, dass ’Viva Pinata’ auch als TV-Serie und als Merchandising-Produkt die Kassen klingeln lässt. In den USA geht die TV-Reihe bereits im Herbst 2006 gleichzeitig mit dem Spielrelease an den Start, in Europa müssen wir uns für das TV-Spektakel – im Gegensatz zum hierzulande ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinenden X360-Spiel – bis zum Herbst 2007 gedulden.

Marketing-Strategien hin oder her – mehr interessierte uns ja das ’Viva Pinata’-Spiel. Glücklicherweise machte dies auf der GC 06, nachdem erst mal eine fehlerhafte Version ausgewechselt wurde, einen überaus ordentlichen Eindruck. Im Grunde handelt es sich bei dem Titel um eine fantasievolle Lebenssimulation von seltsamen Wesen, am ehesten noch vergleichbar mit Nintendos ’Animal Crossing’. Alles dreht sich um Pappmaché-Puppen in Tierform. Diese so genannten Pinatas werden in Mexiko von jedem Kind geliebt. Schließlich lassen sie sich auf Kindergeburtstagen unzählige Spielsachen und Süßigkeiten entlocken, wenn man sie zerbricht. Geschieht dies und stirbt quasi das Tier, wandert dessen Seele zurück nach Pinata Island, wo es weiter leben darf. Dies will uns Rare zumindest im Spiel glauben machen.

Auf einem Teil dieser Insel habt ihr einen Garten zur Verfügung, den ihr erst mal auf Vordermann bringen müsst. Mit einer wackeligen Schaufel lockert ihr den Boden und macht Schmutz und Abfall den Garaus. So hegt und pflegt ihr euer Gebiet, pflanzt allerlei Gemüse, Sträucher, Gräser, Bäume und sonstiges Gewächs an und baut das eine oder andere Gebäude. Allerdings werden diese Sachen erst nach und nach freigeschaltet. Um dies zu bewerkstelligen, müsst ihr Pinatas in euen Garten locken, was durch das Erfüllen bestimmter Aufgaben geschieht. Durch das Lockern des Bodens kommt dann auch schon ein Pinata-Wurm daher, den es zufrieden zu stellen gilt. Ist dies getan und habt ihr das Tierchen nach euren Wünschen individualisiert, solltet ihr versuchen, es zu einer Liebelei mit einem anderen Wurm-Pinata anzuspornen. Schafft ihr das, startet ein kleines Minispiel, wie zum Beispiel das Absolvieren eines Labyrinths, worauf die Liebschaft geglückt ist. Nun ziehen sich die beiden rückgratlosen Liebenden in ihr Heim zurück und beginnen einen Paarungstanz, der sich je nach Gattung unterscheidet. Das Ende vom Lied (im wahrsten Sinn des Wortes): Der Storch bringt ein Ei, aus dem ein weiterer Pinata-Wurm entspringt. Diesen könnt ihr natürlich entweder behalten oder aber mit eurem Tagbild versehen und mit einem Kumpel tauschen. So kann es durchaus passieren, dass eure Kreaturen von Spieler zu Spieler weitergegeben und verändert werden – seid ihr richtig gut, könnt ihr euch einen richtigen Namen als Pinata-Züchter und Gestalter machen.

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