Test - Virtua Fighter 5 : Segas Prügelhit mit Online-Duellen

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In Sachen Beat'em-ups hat man auf der Xbox 360 nicht viel Auswahl, das Feld wurde seit jeher vom Button-Smashing-Spezialisten 'Dead or Alive' dominiert. Mit 'Virtua Fighter 5' hält eine wahre Kampfsimulation nun auch auf der Xbox 360 Einzug und bietet mit einem perfekten Kampfsystem, Xbox-Live-Onlinemodi und dem beliebten Quest-Mode solides Gekloppe. Auf den folgenden Seiten klären wir, was der Prügler so zu bieten hat.

Typische Multiplattform-Strategie?

’Virtua Fighter 5’ präsentiert dem Spieler auf der Xbox 360 zu Anfang kaum mehr Features, Spielmodi und Kämpfer als in der PS3-Version und kommt mit den üblichen Arcade-, Versus- sowie Trainingsmodi daher. Der Kern des Spiels ist wieder der beliebte Quest-Mode. Dieser lässt die 'VF'-Spieler von Spielhalle zu Spielhalle ziehen und an fiktiven Kampfturnieren gegen KI-Abbildungen realer Spieler teilnehmen. Hier verdient ihr mit der Zeit auch eure Moneten, die ihr fleißig in den Kauf neuer Items und individueller Charaktere steckt. Daneben gesellt sich jedoch ein solider und X360-exklusiver Onlinemodus dazu, der die Duelle nun auch über Xbox Live ermöglicht – das Gameplay läuft somit nicht nur auf reiner Offline-Ebene ab.

Wie schon auf der PS3 finden sich auch hier die zwei neuen Charaktere Eileen und El Blaze im Spiel. Während der Mexikaner El Blaze mit flotten Luchador-Wrestling-Moves überrascht und quasi ein Äquivalent zu Christie aus ’Tekken’ darstellt, ähnelt Eileen eher Lion und Shun, besitzt mit ihrem Monkey-Kung-Fu jedoch einen ganz eigenen abstrakten Kampfstil. El Blaze macht dabei die deutlich spektakulärere Show und hat mit seinem Auftreten schnell viele Sympathiepunkte auf seiner Seite. Schließlich kann man diesen Kämpfer nur schwer wirklich ernst nehmen, obwohl die Moves unter der Hand eines geübten Spielers fatale Wirkungen zeigen. So sieht es auch bei Eileen aus, wobei dieser Charakter eher stark unterschätzt wird und die teils unkontrolliert wirkenden Kombos nur schwer zu verstehen sind. Oft kommt es vor, dass man völlig falsche Blocks macht und Eileen dadurch erst recht die gegnerische Energieleiste ordentlich kürzt.

The Quest

Aber zurück zum Quest-Mode. Auf einer simpel gehaltenen Karte existieren zahlreiche Spielhallen, in denen sich allerhand Spieler von gut bis schlecht finden lassen. Als lausiger Anfänger landet man natürlich schnell in Arcade-Hallen, in denen sich hauptsächlich die miesesten Schwächlinge und andere Anfänger einfinden. Gegen die Konkurrenten in relativ niedrigen Stufen kann man sich mehr oder weniger problemlos durchsetzen und nach einem Haufen verkloppter Gegner winkt auch schon das erste Anfängerturnier. Im K.o.-System geht es richtig zur Sache und am Schluss landet zur Belohnung ein netter Preis im Inventar.

Im Übrigen nutzen die Turniere alle Reglement-Variationen aus. So landet ihr zum Beispiel mal in Turnieren, die mit jeweils 15 Sekunden ein ordentliches Tempo und enormes Können fordern, da man als Anfänger allzu oft kaum zu einem K.o.-Sieg kommt. All diese Wettbewerbe setzen die Anforderungen mit der Zeit deutlich höher. Während ihr erst noch mit Kämpfern der ersten Kyu-Stufen im Ring steht, muss man sich später mit intelligenten Dan-Meistern auseinander setzen. Diese wissen, wie sie euren Kampfstil durchschauen und auch in der besten Verteidigung eine Lücke finden. Hier merkt man, dass die KI ein paar Schritte nach vorne gemacht hat, dass bestimmte Kombos nach einigen erfolgreichen Treffern nicht mehr klappen und man schnell improvisieren muss. Wer da nicht mitdenkt, bekommt richtig was auf die Zwölf und kann anschließend das Weite suchen.

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