Test - Viewtiful Joe 2 : Viewtiful Joe 2

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Der Actiontitel 'Viewtiful Joe' sorgte in der jüngsten Vergangenheit sowohl auf dem GameCube als auch der PS2 für einiges Aufsehen. Packende Nonstop-Prügeleien mit imposanter Präsentation, eine ordentliche Portion Humor, aber auch ein knackiger Schwierigkeitsgrad ließen den Namen des Spiels sofort in die Köpfe der Fans brennen. Jetzt serviert Capcom einen Nachfolger, der genau da anknüpfen soll, wo der erste Teil aufgehört hat. Und diesmal ist der agile Joe nicht alleine.

Ein echter Superheld bekommt kaum eine Gelegenheit zum Verschnaufen, denn das Böse schläft bekanntlich nie. Die glamouröse Welt der Filme ist mal wieder in Gefahr und wird von dem mysteriösen Black Film bedroht. Eigentlich gibt es nur einen, der das Unheil abwenden und als Retter in der Not einspringen kann – Viewtiful Joe. Doch der schlagkräftige Held muss diesmal nicht alleine ins Abenteuer ziehen, denn die liebliche Silvia hat mittlerweile ebenfalls ein Heldenkostüm übergestreift und sorgt als Sexy Silvia für Recht und Ordnung. Gemeinsam stellen sie sich den finsteren Schurken und lassen es dabei ordentlich krachen.

Lahme Story, schnelle Action

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Story von 'Viewtiful Joe 2' ist ebenso flach wie einfallslos und gehört definitiv nicht zu den großen Stärken des Spiels. Sicherlich spielt sie bei der actionreichen Prügelorgie nur eine untergeordnete Rolle, doch etwas mehr Mühe hätten sich die Entwickler schon geben können, um zumindest ein solides Fundament aufzubauen. So plätschert die Alibi-Geschichte lustlos vor sich hin und hält die einzelnen Missionen eher schlecht als recht zusammen – schade, da hätte mehr draus werden können.

Doch lassen wir das, denn das Hauptaugenmerk liegt auf dem spielerischen Part. Auch hier gibt es zunächst eine kleine Ernüchterung: Allzu viel hat sich im direkten Vergleich zum Vorgänger nicht getan. Großartige Neuerungen gibt es bis auf den Charakterwechsel eigentlich nicht bzw. sind im Detailbereich zu finden. Was sich jetzt im ersten Moment ziemlich negativ anhört, ist in der Praxis jedoch nur halb so schlimm. Die ausgefeilte Spielmechanik funktionierte bereits im ersten Teil hervorragend und musste nicht wirklich überarbeitet werden. Nach wie vor schlägt und tritt sich Joe hüpfend durch mehrere Abschnitte, löst einige Rätsel und rettet in stilvoller Art und Weise die Welt.

An der Steuerung wurde ebenfalls nichts verändert, sodass Kenner des Vorgängers sofort zurechtkommen. Einsteiger müssen sich jedoch erst daran gewöhnen, dass Joe bzw. Silvia auf Knopfdruck springen und nicht bei entsprechendem Druck des Analogsticks. Das führt zuweilen zu ein wenig Verwirrung, geht aber nach einigen Minuten der Umgewöhnung in Fleisch und Blut über. Der Fokus liegt noch immer ganz klar bei den dynamisch und imposant inszenierten Kämpfen. Auf Knopfdruck lassen die beiden Helden ihre Fäuste sprechen und versemmeln ihre Gegner mit einem regelrechten Hagel aus Schlägen, Fußfegern und Uppercuts. Silvia darf sogar eine kleine Pistole zücken, um mit ihrer Hilfe aus der Distanz anzugreifen. Die gesammelten Punkte investiert man nach Abschluss eines Levels in neue Special Moves, Energie oder auch Rücksetzpunkte. Auch wenn blindes Draufhauen anfangs noch zum Erfolg führt, sollte man später etwas überlegter vorgehen. Manche Schurken verstecken sich geschickt hinter einem Schild oder greifen ebenfalls vehement an. Da hilft nur ein flinkes Ausweichmanöver mit nachfolgendem Konter.

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