Preview - Vietcong : Vietcong

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Vietcong
In dem Dickicht sieht man die eigene Hand kaum.

Die Feuergefechte selbst entwickeln sich zu einer spannenden Sache. Bei Feindkontakt empfiehlt es sich, erst mal schnell Deckung zu suchen und die vorhandenen Möglichkeiten der Umgebung auszunutzen. Die eigenen Team-Mitglieder machen das recht eindrucksvoll vor, auch wenn daran bis zum Release noch ein bisschen zu feilen ist, denn nicht selten stehen sich die Kameraden noch gegenseitig im Weg. Die Gegner wiederum agieren ebenfalls geschickt, nutzen die Deckungen resolut aus, beharken euch mit Sperrfeuer und sind allgemein sehr agil. Vier Schwierigkeitsgrade werden in der finalen Version dafür sorgen, dass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen.

Steuerung und Spiel-Modi
Die Steuerung im Spiel entspricht der gängigen Shooter-Steuerung und kann natürlich frei belegt werden. Euer Alter Ego kann springen, laufen, rennen, kriechen und schleichen sowie sich zur Seite lehnen. Die Bewegungen wirken dabei recht natürlich und nicht übertrieben. Auch haben Größe und Gewicht der Waffe einen spürbaren Einfluss auf euer Tempo. Das gilt es durchaus zu berücksichtigen, denn bei Feindkontakt können die zusätzlichen Sekunden, die man benötigt, um in Deckung zu hechten, das Leben verkürzen. Viele Objekte können auch aufgehoben oder benutzt werden. Trefft ihr auf ein solches Objekt, verändert sich das Fadenkreuz zu einem Kreis und mittels der 'Benutzen'-Taste könnt ihr das Objekt aufheben oder benutzen.

Vietcong
Besuch in einem (noch) friedlichen Dorf.

Neben der Einzelspieler-Kampagne aus besagten 20 Missionen und dem Multiplayer gibt es noch weitere Spiel-Modi. Interessant ist dabei der 'Quickfight'-Modus, der im wesentlichen einem Multiplayer-Modus mit Bots entspricht. Dort könnt ihr die Multiplayer-Maps nutzen, wählt Spiel-Modus, Seite, Waffe, Begleiter und Gegnerzahl und schon geht's ins Gefecht. Für Multiplayer-Server soll es später auch die Möglichkeit geben, einen 'Hardcore'-Modus zu aktivieren, in welchem das komplette HUD ausgeschaltet wird und ihr ohne Radar und Fadenkreuz in den Einsatz zieht. Welche Modi im Multiplayer-Modus auf euch warten, steht noch nicht 100-prozentig fest, die Spiel-Modi aus der Demo – 'Deathmatch', 'CTF' und 'Rescue the Pilot'– werden aber mit Sicherheit enthalten sein, ebenso wie die sechs Charakterklassen.

Viel Atmosphäre in Ton und Bild
Grafisch setzt das Spiel zwar keine neuen Maßstäbe, kann aber ohne Probleme mit der gängigen Konkurrenz mithalten. Zu gefallen weiß vor allem die gute Umsetzung der dichten Dschungelvegetation und die detaillierten Models der Soldaten. Auch wirken die Locations ausgesprochen authentisch, man merkt deutlich, dass die Entwickler für einige Tage vor Ort in Vietnam waren und von dort zentnerweise Bild- und Filmmaterial mitgebracht haben. Hübsche Schmankerl nebenher sind kleine Effekte wie herunterfallendes Laub oder Wasserspritzer, wenn Kugeln ins Wasser schlagen. Schießt ihr auf einen Baumstamm, werden euch auch munter Holzsplitter um die Ohren fliegen. Berührt ihr einen Busch, bewegt sich dieser ebenfalls.

Vietcong
Eine kleine sportliche Einlage.

Einen großen Bestandteil der gelungenen Atmosphäre des Spieles macht die exzellente Soundkulisse aus. Geräusche wie Rascheln der Vegetation und die in Dschungeln immer wieder zu hörenden Tierstimmen sorgen für eine tolle Stimmung, ebenso wie eure selbst verursachten Geräusche wie Schritte und das Klappern eurer Ausrüstung. Hinzu kommen die markigen Kommentare eurer Teamkameraden, welche den Jungs ordentlich Persönlichkeit verpassen. Eine Besonderheit wird im Multiplayer-Modus via LAN geboten, nämlich eine neue Voice-Technologie für die Kommunikation mit euren Mitspielern. Wird diese genutzt, hat nämlich die Lautstärke, in der ihr in euer Mikrofon sprecht, eine nicht unbeträchtliche Wirkung. Flüstert ihr, so werden euch nur die Spieler hören, deren Charaktere auch im Spiel in eurer Nähe sind. Schreit ihr ins Mikro, wird das wiederum von allen gehört.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Die Multiplayer-Demo von 'Vietcong' konnte bisher noch nicht jeden Shooter-Fan überzeugen, was wir allerdings vom Singleplayer-Modus gesehen haben, ist sehr vielversprechend. Die überaus ansehnliche Grafik gepaart mit der exzellenten Soundkulisse sorgt für eine Menge Atmosphäre. Das Gameplay wiederum erinnert an 'Medal of Honor: Allied Assault', erweitert um die Team-Komponente, und vermittelt ein ähnliches Mitten-drin-Gefühl. Die KI macht bereits einen guten Eindruck, wenn auch hier und da bis zum Release noch etwas gefeilt werden muss. Offen ist noch, wie letztendlich der Multiplayer-Modus aussehen wird. Auf jeden Fall ein Titel, aus dem mehr werden könnte, als nur ein Geheimtipp.  

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