Test - Unreal Tournament 2007 : Unreal Tournament 2007

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Es war schon eine Überraschung, als bekannt wurde, dass ausgerechnet Midway, bisher nur bekannt als Publisher für Konsolenspiele, den nächsten Teil der 'UT'-Reihe unter die Fittiche genommen hat. Doch da weiterhin Epic an der Entwicklung arbeitet, dürfte das kein Grund zur Sorge sein. Das zeigte uns auch die Präsentation auf der E3, wobei wir schnell feststellen konnten, dass sich am grundsätzlichen Gameplay des Spieles eher wenig ändern wird. Ändern wird sich allerdings das Setting im Hinblick auf die Maps, die mehr Abwechslung bieten sollen, wobei neben offenen Terrains nun auch Urban Locations, wie Straßenzüge und innerstädtische Regionen, zum Einsatz kommen.

Wie gewohnt setzt 'UT 2007' auf typische 'First Person'-Gefechte, wobei die mit 'UT 2004' eingeführten Fahrzeuge weiterhin eine große Rolle spielen, sowohl im Einzelspieler- als auch im Mehrspieler-Modus. Nachdem seitens Epic festgestellt wurde, dass weniger als 25 Prozent der Käufer das Spiel überhaupt im Multiplayer-Modus spielen, wurde besonderes Augenmerk auf einen Ausbau des Einzelspieler-Modus gelegt. Hier geht es vor allem darum, das Verhalten der Bots menschlicher zu gestalten, wofür unter anderem die Kommunikation zwischen den Bots sowie auch die Nutzung von Voice Commands sorgen sollen. Diese Erweiterung wird auch dafür sorgen, dass ihr als Spieler besser über die Aktionen der Bots auf dem Schlachtfeld informiert werdet und eure Vorgehensweise entsprechend ausrichten könnt.

Im Hinblick auf den Multiplayer-Modus wird entsprechend Wert darauf gelegt, neue Spieler in die Community zu integrieren. Die Statistik-Erfassung für die Rankings von Spielern und Clans soll unter anderem dazu genutzt werden, das Matchmaking passender zu gestalten, sodass blutige Neulinge nicht gleich auf erfahrene Profis gehetzt und durch den Frust ständiger Niederlagen nicht abgeschreckt werden. Anhand der Statistiken und des Rankings wird das Matchmaking also Server mit Spielern suchen, deren Erfahrung und Können in etwa dem eigenen gleichgesetzt sind. Auch ein neues Lobby-System sowie eine Erweiterung des Community-Bereiches sind dazu geplant.

Für den Multiplayer-Bereich sind Erweiterungen der Spiel-Modi in Planung. Neben altbewährten Modi wie 'Deathmatch', 'CTF' und 'Onslaught' steht vor allem ein neuer Modus im Hauptaugenmerk, der eine Mischung aus 'Assault' und 'Onslaught' darstellen soll. Dabei werden Schlachtfelder generiert, auf denen der Spieler gegnerische Posten und Stützpunkte zerstören soll. Ergänzt wird das Ganze durch optionale Nebenmissionen, die dem Spielverlauf mehr Würze geben sollen und die abhängig vom Verlauf der Schlacht dynamisch zum Tragen kommen. Einige Gefechte sollen sich gar über mehrere Missionen in Form kleiner Kampagnen erstrecken.

Die mit 'UT 2004' eingeführten Fahrzeuge bekommen einige Upgrades und neue Funktionen spendiert. So gibt es unter anderem eine Selbstzerstörungsfunktion, mit der ihr Fahrzeuge im Kamikaze-Stil in feindliche Einrichtungen und Truppen scheucht und sie dort wuchtig zur Explosion bringt. Neue Fahrzeuge wird es ebenfalls geben und zwar auf Basis des Necros-Teams, die sich vor allem optisch von den bisherigen stark unterscheiden werden. Im Hinblick auf die Waffen sind die letzten Entscheidungen noch nicht gefallen, denn es sollen - wenn überhaupt - nur Waffen ihren Weg ins Spiel finden, welche das bisherige Arsenal sinnvoll ergänzen. Fest steht nur, dass Impact Hammer und Stinger Mini-Gun wieder ins Spiel integriert werden.

Natürlich ändert sich auch im Hinblick auf die Technik einiges, denn mit der UnrealEngine 3 kommt der nächste Schritt der 'Unreal'-Technologie auf euch zu. Im Vergleich mit der 2004er-Engine hat sich einiges getan. Die Charaktere und Fahrzeuge sind deutlich detaillierter, alle aktuellen DirectX-9-Features werden selbstverständlich genutzt, womit eine DX9-Grafikkarte auch zu den Systemanforderungen gehört, deren endgültige Spezifikation allerdings noch einige Monate auf sich warten lassen wird. Deutlich verbesserte Animationen sowie eine wesentlich realistischere Nutzung von Licht und Schatten gehören ebenfalls zum Programm. Neu integriert wird das Novadex-Physiksystem, dessen Nutzung vor allem das Fahrzeugverhalten und die Ragdoll-Physik deutlich verbessern soll.

Mit Einführung der neuen Engine-Version werden natürlich auch die Developer-Tools überarbeitet und verbessert, die wie immer zum Lieferumfang des Spieles gehören werden. Ein neues Script-System soll levelspezifische Ereignisse und auch die Erstellung von Superwaffen ermöglichen, die passend zu den jeweiligen Maps zum Einsatz gebracht werden können.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Mit dem Sprung zur nächsten Stufe der 'Unreal'-Technologie sorgt Epic dafür, dass der Anschluss an 'Doom 3' & Co. nicht verloren wird. Zwar vermisst man etwas die umfangreicheren Veränderungen des eigentlichen Spieles, aber was an Änderungen geplant ist, macht Sinn und dürfte dafür sorgen, dass 'UT 2007' eine Menge neue Freunde findet, ohne die alten Fans zu enttäuschen. Mit 'UT 2007' dürfte der Lebenszyklus der schon legendären Shooter-Reihe wieder einmal deutlich verlängert werden.

Wertung

  • PC
    85
    %

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