29.10.2012 - Sebastian Werner
Bei einem Ausflug mit seinen Roboterkumpels wird unser namenloser Blechheld von einem plötzlich auftauchenden Rohr in ein riesiges unterirdisches Labyrinth hinabgezogen. Unten angekommen muss er feststellen, dass ihm irgendjemand eine Fülle von Rätseln vor die metallische Nase gesetzt hat. Warum dies alles geschieht, wird erst ganz am Ende des Spiels aufgelöst. Bis dahin müsst ihr euch selbst zusammenreimen, was es mit der surrealen Unterwelt auf sich hat. Dieser erzählerische Kniff sorgt für eine geheimnisvolle Grundstimmung, die durch die atmosphärische Umgebung des Spiels hervorragend unterstützt wird. Ihr erforscht düstere Lavahöhlen sowie komplexe Stahlkonstruktionen und trefft auf organische Maschinen, deren Zweck euch verborgen bleibt. Weil ihr bis auf wenige Ausnahmen immer allein unterwegs seid und ständig mit merkwürdigen Ereignissen konfrontiert werdet, ist Unmechanical ein außergewöhnliches Spielerlebnis.
Mit WASD oder den Pfeiltasten steuert ihr den fliegenden Roboter geschmeidig durch die 2-D-Umgebung. Ein Druck auf die Leertaste aktiviert einen Traktorstrahl, mit dem ihr Gegenstände aufheben und transportieren könnt. Dank der gut simulierten Physik lässt sich jedes Objekt glaubwürdig manipulieren. So könnt ihr Steine auf Knöpfe werfen oder Waagen austarieren, um Türen zu öffnen. Neben Physikrätseln gibt es auch Logik- und Gedächtnis-Puzzles, bei denen ihr beispielsweise Laser umleiten oder Melodien nachspielen müsst.
Durch die intuitive Steuerung arten eure Lösungswege nie in Fummelarbeit aus, sondern lassen sich durchgehend problemlos bewerkstelligen. Habt ihr eine Herausforderung geschafft, speichert das Spiel automatisch. Im Laufe der Handlung werden die Rätsel immer komplexer und erstrecken sich bald über mehrere Räume. Damit kein Frust aufkommt, sind Einzelaufgaben jeweils durch Energiebarrieren getrennt, die keine Gegenstände durchlassen. Bei einem schwierigen Puzzle könnt ihr somit immer sicher sein, dass sich die Lösung innerhalb dieser Barrieren befindet.
Obwohl euch Unmechanical mit komplexen Rätseln konfrontiert, kommt das Spiel ganz ohne Hinweistafeln aus. Alle Aufgaben müssen durch eine gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe gelöst werden. Lernt ihr einen neuen Gegenstand kennen, wird dieser zuerst in einem Minirätsel eingeführt, bevor ihr das Erlernte an einer größeren Herausforderung anwenden müsst. Das erfordert ordentlich Gehirnschmalz und macht dabei so viel Spaß, dass man bei der Lösung manchmal regelrecht jubelt. Gute Laune kommt auch durch die äußerst gelungene Präsentation auf. Grafisch ist Unmechanical ein echter Augenschmaus und strotzt nur so vor detailverliebten Strukturen, plastischen Hintergründen und erstklassigen Licht- und Blendeneffekten. Ein unaufdringlicher Synthie-Soundtrack unterstreicht die Stimmung des jeweiligen Schauplatzes ganz hervorragend.
Leider schmälern zwei Kritikpunkte das Spielvergnügen. Obwohl Unmechanical recht geradlinig ist, irrt man im späteren Verlauf manchmal orientierungslos herum, weil es keine Hinweise auf eine neu geöffnete Tür oder einen schwer erkennbaren Eingang gibt. Außerdem ist das Spielvergnügen schon nach etwa vier Stunden vorbei. Ob euch das den Kaufpreis von circa 13 Euro wert ist, müsst ihr selbst entscheiden. Wir finden jedoch, es lohnt sich. weiter...
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Kommentare zu Unmechanical
Ne, Ne, Ne...Auf ne Weltkarte kann ich verzichten
äh wieso 50 euro? sind doch nur 8,99....
Er wollte das sicher für den Skyrim Beitrag verfassen.
Ne, Ne, Ne...Auf ne Weltkarte kann ich verzichten
äh wieso 50 euro? sind doch nur 8,99....
Ich liebe solche spiele. Werde es mir holen.
Premium Edition, schön und gut... Aber 50€ und keinen DLC oder andere In-Game Extras?

Ne, Ne, Ne...Auf ne Weltkarte kann ich verzichten