09.10.2012 - Andreas Philipp
Alles begann im Jahre 1994. Okay, eigentlich etwas früher, wenn man die Planung und Entwicklung mit einbezieht. Eben in jenem Jahr wurde der erste Teil der Serie mit dem Titel UFO: Enemy Unknown (in Amerika X-COM: UFO Defense) veröffentlicht, und zwar seinerzeit für Amiga und MS-DOS-Systeme sowie für die Amiga-CD32-Konsole. Ein Jahr später folgte unter dem Titel X-COM: Enemy Unknown noch eine Umsetzung für die PlayStation. Der Entwickler Mythos Games unter der Führung von Julian Gollop war für den Titel verantwortlich, der ursprünglich als Nachfolger des 1988 veröffentlichten Laser Squad geplant war.
Die Handlung ist im Jahre 1998 angesiedelt, als zunehmende Ufo-Sichtungen und angebliche Angriffe von Außerirdischen zur Gründung einer internationalen paramilitärischen Organisation zur Abwehr der Übergriffe und zur Erforschung von Gegenmaßnahmen führen. Und damit sind wir bei der Entstehung des Begriffes X-COM (später XCOM) angekommen. Denn diese Bezeichnung ist nicht mehr und nicht weniger als eine Kurzform des Namens der Organisation: Extraterrestrial Combat. Wie ihr euch denken könnt, übernehmt ihr im Spiel die Kontrolle über diese Organisation mit dem Ziel, die Erde zu verteidigen und am Ende den entscheidenden Gegenschlag auf dem Mars zu lenken.
Enemy Unknown kam gleich mit einigen spielerischen Besonderheiten daher. Das beginnt damit, dass es prinzipiell zwei Spielebenen gibt: Geoscape und Battlescape. Geoscape ist eine übergreifende strategische Ansicht der gesamten Erde, wo ihr quasi den Aufbau und die Organisation der X-COM-Einheit leitet. Ihr baut Basen aus, kümmert euch um Forschung und Entwicklung, Personal und Ausrüstung und vieles mehr. Und ihr zerlegt Alien-Artefakte zum Zwecke der eigenen Forschung. Geld bekommt ihr von den 16 Ländern, welche die Organisation bilden. Allerdings kann es durchaus sein, dass einzelne Nationen abspringen oder ihre Zuschüsse verringern, wenn ihre Situation zu ernst wird, sprich: eure Anstrengungen nicht ausreichen.
Die Battlescape hingegen ist eine taktische Kampfansicht, wo es richtig zur Sache geht und die von euch ausgesandten Truppen auf Aliens treffen. Hier wechselt das Spiel zu einer isometrischen Ansicht, in der ihr eure Einheiten rundenbasiert steuert. Für die Gefechte gibt es drei mögliche Ausgänge: Sieg, Niederlage oder Rückzug. Neben Soldaten, die in ihren Rängen aufsteigen und im Überlebensfall stärker werden, setzt ihr dabei auch Fahrzeuge ein. Ihr erbeutet Artefakte, die dann in der Basis erforscht und zu eigenen Zwecken genutzt werden können. Oder ihr nehmt Aliens gefangen, die euch wiederum mit hilfreichen Informationen versorgen.
Der taktische Anteil der Gefechte ist immens hoch, zudem herrscht eine spannende Atmosphäre, da eure Einheiten immer anfällig für Angriffe sind. Stetig stellen sich euch neue Alien-Formen entgegen, weshalb es immer wieder zu neuen Herausforderungen kommt, zumal ihr nie im Voraus wisst, was die Gegner auf dem Kasten haben. UFO: Enemy Unknown wurde durch seine vielschichtigen Bestandteile zu einem Riesenerfolg im seinerzeit boomenden Genre der rundenbasierten Strategiespiele und zu einer harten Konkurrenz für das ebenfalls 1994 erschienene Jagged Alliance. Mittlerweile zählen beide Titel zu den absoluten Klassikern des Genres. weiter...
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Kommentare zu X-COM History
Die ersten 2 Originalteile waren wirklich schwer und wirklich spaßig.Hab mit beidem sehr viel Zeit verbracht.Teil 2 war objektiv gesehen natürlich Abzocke weil es quasi das gleiche wie Teil 1 war aber ok darüber hat man damals glaube ich gern hinweggesehen.

Teil 3 war wirklich nicht ganz ausgereift, hatte aber wirklich wie schon gesagt wurde nette Ideen.Da hätte man mehr drauß machen können, Roboter und Mensch-Alienhybriden waren leider zu sehr eine Randerscheinung.Das hätte man als Storyteil mehr einbinden können.
Alles andere der Serie habe ich nicht gespielt aber es gab ja genug die den ersten beiden Teilen nachgeeifert haben.Geschafft hat es leider kaum eins, was am ehesten rankam war UFO:Extraterrestials.Das war schon extrem wie der erste Teil mit netten Ideen aber das Spiel hatte leider nie die Fanbasis glaube ich.Die Teile von Cenega/altair fand ich pers. sehr sehr gut.Vor allen Dingen waren sie sehr Modbar was ich wichtig finde und man konnte eine Menge Dinge machen.In Afterlight z.b. änderte sich durch Terraforming die Landschaft was das Spielgeschehen durchaus beeinflusst hat.Schade das auch hier Bugs und Designfehler das Pot. zunichte gemacht haben.
Den aktuellen Teil von Fireaxis sehe ich sehr kritisch wie man sicher unter dem zugehörigen Test lesen kann.Vieles ist mir zu simpel, 2012 würde ich da einfach mehr FReiheiten erwarten aber gespielt habe ich es natürlich noch nicht.Ich bin gespannt wann ich die Gelegenheit bekomme es zu zocken, ne faire Chance bekommt es natürlich
Xenonauts
Xenonauts könnte man in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch erwähnen, tritt es doch sehr in die Fussstapfen des ursprünglichen XCOM:
http://www.xenonauts.com/
Bin komischerweise bei Teil 1 damals beim ersten Durchgang noch am weitesten gekommen (als man dann selbst UFOs bauen konnte, die mit Elerium betrieben wurden - aber mir ging dann immer der Treibstoff aus und ich hab keinen Nachschub mehr finden können). Aber bei jedem weiteren Versuch später bin ich immer schon viel eher gescheitert (weil auf einmal die richtig fiesen Alienarten schon viel eher vorkamen und meine Truppen überrannt haben) und habe es dadurch nie zuende gespielt. Schade eigentlich...vielleicht schaff ichs ja irgendwann noch mal.

Ich hab mir ja immer eine Mischung aus UFO Defence und Apocalypse gewünscht, denn Apocalypse hatte wirklich ein paar tolle neue Ideen (wie die Roboter und Alien-Mensch-Hybriden als spielbare Charaktere), aber leider war das Spiel insgesamt nicht mehr so toll. Weder der Runden- noch der Echtzeitmodus hat so richtig gut funktioniert. Sie hätten sich da lieber auf eine Variante festlegen sollen.
Hatte mir das Spiel damals in einem Strategie-Bundle gekauft, wo auch noch Jagged Alliance, Civilization und Heroes of Might and Magic drin waren. Die kannte ich zu dem Zeitpunkt alle noch nicht und war sofort restlos begeistert - damit war ich über Jahre beschäftigt. Der wohl beste Kauf meines Lebens für gerade mal 50 Mark.
Interessanter Rückblick, Danke dafür.
Später habe ich es dann am PC durchgespielt, und musste lernen dass der Tod meiner Soldaten zum Alltag gehört und man quasi nie eine Mission "perfekt" abschließen konnte (im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen).
Ich habe damals X-COM: Ufo Defense bei einem Freund am PC gespielt und war total begeistert, weil es die Ufo- und Akte X-Atmosphäre nahezu perfekt eingefangen hat. Da ich noch zu jung war um mir einen guten PC leisten zu können habe ich mir dann X-COM: Enemy Unknown auf der PS1 gekauft.
Das habe ich dann mit Freunden und alleine sehr lange gespielt, aber das Ende nie gesehen, weil es sehr schwer war.