Test - UFC Undisputed 3 : Souveräne Titelverteidigung

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Lehrstunde

Steht ein Match bevor, hat euer Kämpfer mehrere Optionen zur Verfügung, um sich adäquat vorzubereiten. Allerdings gibt es pro Kampf nur eine bestimmte Anzahl an Aktionen, die ihr nutzen dürft. Entweder verbessert ihr in Trainingssitzungen in Form von Minispielen diverse Attribute, erlernt in Camp-Sitzungen neue Angriffe oder verbessert bestehende Attacken. Alternativ dürft ihr an der eigenen Strategie feilen. Hier müsst ihr in einem Übungskampf die Taktik erfolgreich umsetzen, indem ihr die drei gesteckten Ziele erreicht. Stellt ihr neue Sparringspartner ein, helfen sie euch, die Begrenzung einiger Attribute nach oben zu setzen, damit ihr in diesen Kategorien noch besser werdet.

Im Laufe der Karriere werdet ihr von UFC-Kommentator Mike Goldberg begleitet, der euch mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem werden vor Schlüsselmomenten, wie beispielsweise dem ersten Titelkampf, kleine Echtzeitfilmchen eingespielt, in denen die unterschiedlichsten Profis über ihre Erfahrungen plaudern. Das ist nicht nur aufwendig gemacht und kommt einer kurzen Dokumentation gleich, sondern trägt auch erheblich zur Atmosphäre bei. Leider überträgt sich diese Atmosphäre nicht auf den ganzen Karrieremodus. Das liegt daran, dass ihr euch die meiste Zeit in sterilen Menüs herumschlagt. Mehr Interaktion mit der UFC-Welt, zum Beispiel in Form von Pressekonferenzen, hätte Wunder gewirkt.

Wie im Fernsehen

Wenn ihr dann allerdings mal eine UFC-Pay-per-View startet, sei es im Karrieremodus oder aus dem Hauptmenü heraus, lösen sich diese Mankos in Luft auf. Schon beim Intro habt ihr das Gefühl, einer echten UFC-Veranstaltung am Fernseher beizuwohnen. Mike Goldberg begrüßt euch am Anfang und quatscht mit seinem Kollegen Joe Rogan vor der Kamera über den Abend. Wenn die Kämpfe starten, wird jeder Athlet wie in der realen TV-Produktion kurz im Portrait vorgestellt. Die Einzüge in den Käfig wurden im Gegensatz zum letzten Jahr visuell deutlich aufgewertet. Die UFC-Profis interagieren mit den Trainern, laufen in den Ring und werden dann stilecht von Bruce Buffer vorgestellt.

Zwischen den Runden versorgen Ärzte Wunden und Verletzungen. Leider seid ihr zum Zuschauen verdammt und könnt nicht wie bei der Fight-Night-Serie selbst eingreifen. Eine kleine Analyse schätzt eure Leistung ein und gibt wertvolle Ratschläge. Dazwischen werden Wiederholungen mit den Höhepunkten der vergangenen Runde eingeblendet. Natürlich darf nach der Auseinandersetzung eine ausführliche Verkündung des Siegers nicht fehlen.

Grafisch gibt sich das Spiel keine Blöße. Jeder der 150 Kämpfer sieht realistisch aus und hat seine entsprechenden Tattoos oder visuellen Merkmale. Schweiß perlt mit der Zeit vom Körper, Blutspritzer landen auf der Matte. Kameramänner filmen von außen das Geschehen und der Ringrichter beobachtet aufmerksam die Athleten. Alles wirkt aus einem Guss. Das gilt auch für die Bewegungen. Gerade im Clinch oder Bodenkampf macht es eine Menge Spaß, dem Treiben zuzuschauen.

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