Preview - UFC: Tapout : UFC: Tapout

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Die muskulösen und gnadenlosen Kämpfer der 'Ultimate Fighting Championship' hatten bereits auf dem Dreamcast ihren Auftritt und konnten eine beachtliche Anzahl an Fans finden. Vielen war aber nicht nur der Lizenzgeber, dessen Veranstaltungen schon öfters von der Presse unter Beschuss genommen wurden, ein Dorn im Auge, sondern auch das überaus realistische Gameplay, das Kämpfe teilweise schon nach wenigen Sekunden zum Ende kommen lies. Ob 'UFC Tapout' für die Xbox seinen Wurzeln treu geblieben ist oder eher die Massen an Prügelfans erreichen will, und was für Neuerungen 'UFC'-Fans erwartet, erfahrt ihr in diesem Preview.

UFC: Tapout
Schon im Intro ist knallharte Action angesagt.

Zwei große, muskulöse Gestalten mit verzogener Miene treten gegeneinander an, um zu entscheiden, wer der bessere Kämpfer ist. Regeln gibt es dabei nur einige wenige, um einen fairen Kampf zu garantieren. Für eine Auseinandersetzung solchen Kalibers reicht aber natürlich nicht irgendein Ring, hier muss schon eine mit Maschendrahtzaun umzogene, achteckige Kampfarena her, die dann noch auf den passenden Namen 'Octagon' getauft wird. Das Motto des Ganzen lautet klar und deutlich: 'Zwei gehen rein, einer kommt raus'.

So oder so ähnlich stellt man sich wohl den Entscheidungskampf eines billigen Action-Streifens vor, der spät in der Nacht über die Mattscheibe flimmert. Bei den Kämpfen der 'Ultimate Fighting Championship' (UFC) wird das aber zur Wirklichkeit. In dieser amerikanischen Kampfsportliga treten nämlich tatsächlich Kämpfer gegeneinander an, um einen fast regellosen Kampf zu bestreiten. Sogar der Kampfstil variiert von Kämpfer zu Kämpfer, so dass einige Kämpfer eher mit Schlägen und Tritten versuchen, den Gegner davon zu überzeugen, auf der Matte zu bleiben, während die anderen wiederum auf so genannte 'Submission Holds', also Aufgabegriffe, setzen.

UFC: Tapout
Bruce Buffer stellt die Kämpfer vor.

Die Prügelmodi
Wem sich jetzt schon die Haare sträuben sollte 'UFC Tapout' schleunigst wieder vergessen, denn auch bei der virtuellen Umsetzung des knallharten Sports geht es heftig zur Sache, wie schon das Intro des Spiels vermuten lässt, in dem verschiedene Ausschnitte aus echten Kämpfen zu sehen und mit passender Rock-Musik unterlegt sind. Sobald das Intro überstanden oder übersprungen ist, geht es mit dem Hauptmenü weiter. Hier müsst ihr euch zunächst für einen der vier Spielmodi entscheiden, die da wären: 'Arcade Mode', 'UFC Mode', 'Tournament Mode' und 'Exhibition Mode'. Den 'Arcade'-Modus hätte eigentlich auch als 'Survival'-Modus betitelt werden können, da ihr hier einfach versucht, möglichst viele Gegner am Stück zu bezwingen, ohne ein einziges Mal zu verlieren. Wem das zu öde klingt, für den gibt es den 'UFC'-Modus. Hier müsst ihr euch in einem Wettkampf mit insgesamt acht Kämpfern behaupten, in dem nach dem KO-System verfahren wird. Wer also verliert, scheidet aus, während der Gewinner eine Runde weiterkommt. Nach drei Siegen haltet ihr dann auch schon den Gürtel in der Hand und könnt dasselbe mit einem anderen Kämpfer noch einmal versuchen. Der 'Tournament'-Modus ist eigentlich genau dasselbe, nur dass ihr hier alle acht Kämpfer, die teilnehmen sollen, frei auswählen und von menschlichen Spielern kontrollieren lassen könnt. Der 'Exhibition'-Modus erlaubt wie gewohnt ein schnelles Kämpfchen zwischendurch, bei dem auch bestimmt werden kann, gegen wen euer Alter Ego antritt.

Was einigen von euch bereits auffallen dürfte, ist das völlige Fehlen eines Karriere-Modus, von dem im Vorfeld die Rede war. Zwar handelt es sich bei der hier vorliegenden Version des Spiels nicht um eine fertiggestellte, dass sich dieser Modus im fertigen Spiel aber findet, ist unwahrscheinlich, da auch die bereits erschienene US-Version ohne ihn auskommen musste. Hoffen kann man ja aber trotzdem, denn wie ihr bereits vermuten werdet, besteht ohne Karriere-Modus ziemlich wenig Grund für Einzelspieler, sich länger mit 'UFC Tapout' zu beschäftigen - zumal die oben erwähnten Modi ja auch nicht besonders abwechslungsreich sind.

UFC: Tapout
Die Auswahl kann sich sehen lassen.

Create-A-Muskelmann
Einer der auch für Einzelspieler interessanten Punkte ist aber auf jeden Fall das Erstellen eines eigenen Charakters. Nach dem Auswählen des Menüpunkts 'Create Fighter' könnt ihr eure Eigenentwicklung mit Vor-, Nach- und Spitznamen ausstatten, sowie auch die Größe, das Gewicht und das Alter nach Wunsch editieren. Um dem Kämpfer noch ein Profil zu verpassen, wählt ihr noch ein Heimatland und eine Stadt und legt drei Spezialattribute fest, die allerdings mehr Schein als Sein sind, da diese Texte dann einfach während des Einmarsches eingeblendet werden. Während die Auswahlmöglichkeiten bis hierhin mehr als ausreichend waren, wird es bei der visuellen Gestaltung des eigenen Kämpfers etwas eng. Gesichter stehen zwar jede Menge zur Verfügung, perfekt passen wird aber selten eines, da man die einzelnen Teile des Gesichts nicht selber bestimmen kann. Bei den Körpern wird es dann richtig schlimm: Es stehen lediglich fünf komplette Körperarten zur Auswahl, die dann noch in der Farbe der Kleidung etwas verändert werden können.

Wer nun hofft, dass der 'Create Fighter'-Modus eher auf die 'inneren Werte' achtet und deshalb sehr detaillierte Variationen von Kampfstilen erlaubt, hat sich geschnitten. Zwar ist die Liste an Kampfstilen recht groß, wie genau sich euer Kämpfer im 'Octagon' dann aber verhält, könnt ihr erst nach der Entscheidung beurteilen. Angenehmer ist die Verteilung der 'Skill'-Punkte auf vier verschiedene Werte, die über Fitness, Ausdauer, Schlag- und Trittkraft entscheiden. Alles bis zum Maximum zu bringen geht natürlich nicht, so dass ihr entweder einen ausgeglichenen Kämpfer schafft oder Kompromisse eingeht, indem ihr beispielsweise die Ausdauer vernachlässigt und stattdessen auf eine enorme Schlagkraft setzt.

 

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