Preview - ÜberSoldier : ÜberSoldier

  • PC
Von Kommentieren

Zweiter Weltkrieg mal anders: Die Deutschen basteln kurz vor Kriegsende an menschlicher DNA herum, um Soldaten mit übermenschlichen Fähigkeiten in den Kampf zu schicken. Die Konsequenzen solcher Basteleien erlebt ihr in 'UberSoldier', dem neuen Shooter von Burut.

Skrupellose Experimente

Wir schreiben das Kriegsjahr 1944. Europa liegt in Schutt und Asche und Hitlers Wehrmacht hat den zahlenmäßig weit überlegenen alliierten Streitkräften nichts mehr entgegenzusetzen, als deutsche Wissenschaftler einen letzten verzweifelten Versuch unternehmen, das Kriegsglück zugunsten des deutschen Reiches zu drehen. Durch Manipulation menschlicher DNA gelingt es ihnen, verstorbene Landser zurück ins Leben zu rufen und sie mit schier übermenschlichen Fähigkeiten auszustatten. Einer dieser 'Übersoldaten' ist Karl Stolz, Offizier der Wehrmacht, der bei einem Partisanenangriff getötet wurde. Doch es ist die beißende Erinnerung an den Wiederbelebungsprozess, die ihn von den restlichen Zombiekriegern unterscheidet. Die Stunden grausamer Qualen haben sich in sein Gedächtnis eingebrannt. Sie sind es, die ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Ihn treibt die zermürbende Frage nach dem Warum an. Warum er? Warum mussten die Wissenschaftler ausgerechnet ihn für ihre perfiden Experimente missbrauchen? Karl Stolz dürstet nach Rache, er dürstet nach dem Blut seiner Peiniger. In der Rolle des 'Ubersoldier' beginnt ihr in einer verwüsteten Irrenanstalt euren Feldzug und nehmt es im Verlauf der zwölf Missionen umfassenden Kampagne schließlich mit den Größen des Naziregimes auf!

Ein klassischer Oldschool-Vertreter

Entwickler Burut Software bleibt dabei dem Weg, den er mit 'Kreed' eingeschlagen hat, treu. 'UberSoldier' gibt sich als klassischer Oldschool-Vertreter. Kurze Rätseleinlagen, Stealth-Elemente oder Interaktionen mit der Umwelt bleibt man dem Spieler schuldig. Stattdessen setzt das Spiel auf ein äußerst geradliniges Gameplay, satte Action und eine fast ungeschminkte Darstellung von Gewalt. Wenn Karl Stolz auf seine Widersacher trifft, färbt sich der Bildschirm blutrot. Je erbarmungsloser Stolz vorgeht, desto stärker wird er. Besonders gewalttätige Aktionen belohnt 'UberSoldier' mit Bonusfähigkeiten, wie dem Telekinese-Schild, mit dessen Hilfe ihr Geschosse in der Luft einfrieren und zurück auf den Gegner werfen könnt. Doch damit nicht genug. Euch stehen zudem noch 16 originalgetreu nachgebildete Waffen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zur Verfügung. Angefangen von der Luger über die bekannten Stielhandgranaten bis hin zum mächtigen Flammenwerfer: 'Ubersoldier' bietet nahezu alles auf, was zur damaligen Zeit im Arsenal der Wehrmacht Rang und Namen hatte. Das ist auch bitter nötig. Die Gegnerhorden, die sich euch in den Weg stellen, erledigen sich nicht von selbst – wenngleich sie primär durch ihre schiere Anzahl, nicht aber durch ihr geschicktes Vorgehen eine Gefahr für euer Leben darstellen. Die künstliche Intelligenz ist nämlich wie auch schon in 'Kreed', der letzten Veröffentlichung der Spieleschmiede, verbesserungswürdig.

Ansonsten hinterlässt 'Ubersoldier' technisch einen soliden Eindruck. Die hauseigene Grafik-Engine zaubert detailliert gestaltete Levels auf den Bildschirm, die hervorragend ausgeleuchteten Umgebungen erzeugen ein beängstigendes Gefühl im Magen und das Knistern elektrischer Funken schafft Atmosphäre. Allerdings wäre Burut gut beraten, die Performance in der verbleibenden Entwicklungszeit zu verbessern. In der uns vorliegenden Preview-Version hatten wir stellenweise mit erheblichen Einbrüchen der Bildwiederholungsrate zu kämpfen.

Fazit

von Michael Beer
Klare Sache: Mit 'UberSoldier' hat Burut Software einen grundsoliden Ego-Shooter in der Pipeline. Das Spiel überzeugt uns schon jetzt mit seiner geraden Linie und den actionbetonten Kämpfen. Grund zur Klage geben eigentlich zum jetzigen Zeitpunkt neben der etwas übertriebenen Gewaltdarstellung nur die verbesserungswürdige KI, die Performanceprobleme und das Fehlen eines Mehrspielermodus.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel