Test - Twisted Metal: Black : Twisted Metal: Black

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Vorallem alten PSone-Veteranen sollte die 'Twisted Metal'-Reihe ein Begriff sein. Der erste Teil der Serie war auch einer der ersten Spiele für die alte PlayStation und stellt wohl den Vater aller 'Car-Combat'-Spiele dar. Leider ging es mit dem dritten und vierten Teil steil bergab, weshalb Fans der Serie immer noch auf die ersten beiden Spiele setzen und vorerst recht wenig von 'Twisted Metal: Black' erwartet haben. Da beim ersten PlayStation 2-Spiel der Serie aber viele Entwickler des ursprünglichen Teams mitgearbeitet haben, erwartet 'Twisted Metal'-Fans ein wahrer Leckerbissen. Alles weitere erfahrt ihr in diesem Review.

Twisted Metal: Black
Einer der durchgedrehten Fahrer.

Die Story
Obwohl 'Twisted Metal: Black' eigentlich als simples Action-Spiel durchgehen könnte, haben es sich die Entwickler nicht nehmen lassen und eine detaillierte Storyline mit ins Spiel gepackt. Seinen Anfang nimmt alles damit, dass ein mysteriöser Mann namens Calypso einen Wettbewerb der etwas anderen Art veranstalten will. Er will, dass sich acht Fahrer in ihren mit verschiedenen Waffen aufgemotzten Fahrzeugen bekämpfen. Der Gewinner ist dabei derjenige, der als letzter noch am Leben ist. Klingt makaber, ist makaber. Da es allerdings eher unwahrscheinlich ist, dass jemand einfach so bei diesem Wettbewerb mitmacht, bietet Calypso dem Gewinner natürlich eine ganz besondere Belohnung. Dem Gewinner soll nämlich ein Wunsch erfüllt werden.

Hinzu kommt allerdings noch, dass die verschiedenen Fahrer, die Calypsos Herausforderung annehmen, fast ausschliesslich aus dem örtlichen Krankenhaus für geistig Kranke stammen. Natürlich sitzt man nicht grundlos in einem solchen Krankenhaus und so bringt jede der insgesamt 15 morbiden Gestalten seine ganz eigene Geschichte mit sich. Die Thematik dieser Geschichten erklärt dann ausserdem das 'Black' im Titel und kann einen sehr verdorbenen Charme vorweisen, der wohl nicht jedermanns Sache ist. Leider hat die Sache mit der Story einen grossen Haken. Wie sich so mancher von euch wohl erinnern kann, wurde die PAL-Version von 'Twisted Metal: Black' sehr lange verschoben, und zwar aufgrund der schockierenden Ereignisse am 11. September. Mit dem Erscheinen des Spiels haben sich nun die Befürchtungen vieler Fans bewahrheitet: es wurde Material entfernt.

Während einige kleine aber bedenkliche Dinge wie die nun fehlende Möglichkeit, in einem der Level ein kreisendes Flugzeug abzuschiessen sehr leicht verschmerzt werden können, gibt es einige Veränderungen am Spiel, die auf ihre ganz eigene Art und Weise bedenklich sind. So wurden nämlich fast alle Zwischensequenzen aus dem Spiel entfernt, wodurch der Story-Modus seinen Namen eigentlich schlicht nicht mehr verdient hat, da ihr während dem Spielen absolut gar nichts über die Motivation oder das Ziel eures gewählten Fahrers erfährt. Wenn man dann allerdings in einem Level über mehrere verlassene und sichtlich mitgenommene Hochhäuser fährt und Sitzreihen in einem abgestürzten oder zumindest teilweise zerstörten Flugzeug umfahren kann, fragt man sich, ob die Zensur in diesem Falle besonders überlegt vonstatten gegangen ist. Denn auch wenn die 'kranken' Charaktere und ihre Geschichten keineswegs harmlos sind, eine direkte Verbindungen zum Grund der Entschärfung gibt es keine.

Twisted Metal: Black
Eine der wenigen Zwischensequenzen.

Die Spielmodi
Wenn ihr im Hauptmenü angekommen seid, müsst ihr euch ersteinmal entscheiden, ob ihr alleine oder mit bis zu drei Mitspielern antreten wollt. Für Einzelspieler bietet 'Twisted Metal: Black' neben dem Story-Modus, bei dem ihr insgesamt acht Runden überstehen müsst, den Wettkampf-Modus, bei dem ihr frei eine der insgesamt zehn Arenen und bis zu acht Gegner auswählen könnt. Zusätzlich gibt es dann noch den Ausdauer-Modus, der ähnlich wie bei diversen Prügelspielen eine unendliche Anzahl von Gegnern nacheinander gegen euch antreten lässt. Habt ihr alles freigespielt oder einfach nur genug von computergesteuerten Gegnern gilt es die Mehrspielermodi zu erkunden.

Während bei mehr als zwei Spielern nur der selbsterklärende 'Deathmatch'-Modus zur Auswahl steht, können bei zwei Spielern zusätzlich der Gruppe-Modus und der 'Letzter Gewinnt'-Modus gespielt werden. Bei ersterem tretet ihr zu zweit gegen sechs Gegner an und kämpft euch nacheinander durch acht Levels - eigentlich also dasselbe wie beim Story-Modus, nur dass ihr hier eben zu zweit seid. Der 'Letzter Gewinnt'-Modus ist etwas komplizierter und stellt eine gelungene Alternative zum simplen 'Deathmatch' dar. Vor dem Beginn des Spiels müssen vier Autos gewählt werden, wobei beide Spieler je zwei auswählen. Dann wird noch eine Arena gewählt und es kann losgehen. Nun beginnen beide mit dem selben Fahrzeug und haben die drei anderen Maschinen als 'Reserve'. Sobald die Energieleiste eines Spielers leer ist, muss er das nächste Auto verwenden. Ist schliesslich auch die vierte und letzte Karosse dem Erdboden gleich gemacht, ist das Spiel verloren.

Das Gameplay
Bevor ihr euch in die Arenen mit den alles andere als anfängerfreundlichen Gegnern wagt, solltet ihr ersteinmal versuchen, die Steuerung zu verinnerlichen. Diese zeigt sich nämlich, besonders für Rennspiel-Fans, ziemlich ungewohnt. Gas gegeben wird, anders als bei den meisten Rennspielen, mit der Viereck-Taste. Zusätzlich könnt ihr durch zweimaliges Drücken noch einen Turbo aktivieren. Wer nun annimmt, dass die X-Taste für das Bremsen zuständig ist, liegt falsch. Mit der X-Taste könnt ihr engere Kurven ausführen, was in etwa der Handbremse in anderen Spielen gleichkommt. Die richtige Bremse löst ihr durch Druck auf die Kreis-Taste aus. Alternativ könnt ihr mit dem rechten Analog-Stick oder auch dem digitalen Steuerkreuz Gas geben und bremsen.

Twisted Metal: Black
Outlaw räumt auf.

Die mit wichtigsten Bestandteile des Spiels sind natürlich die Waffen, mit denen ihr euren Widersachern einheizen müsst. Mit den L1- und R1-Tasten wählt ihr zwischen den aufgesammelten Waffen und mit L2 feuert ihr diese ab. Da man aber nicht immer spezielle Waffen zur Hand hat, besitzt jedes der Fahrzeuge natürlich auch noch standardmässig ein Maschinengewehr, dass mit der R2-Taste benutzt wird. Die Durchschlagkraft des Maschinengewehrs lässt aber stark zu wünschen übrig, so dass ihr während dem Ballern schonmal anfangen solltet, nach herumliegenden Waffen Ausschau zu halten. Wem diese Steuerung nun absolut nicht zusagt kann auf einer der beiden anderen Belegungen zurückgreifen, weniger exotisch sind diese aber nicht.

Die Auswahl an Waffen reicht hierbei von verschiedenen Raketen die entweder wärmesuchend oder einfach sehr stark sind, bis hin zu ausgefallenen Konstruktionen wie einem Gerät, dass die Umgebung beeinflusst und beispielsweise dafür sorgt, dass der anvisierte Gegner die Blitze einer Gewitterwolke zu spüren bekommt. Zusätzlich verfügt jedes Fahrzeug noch über ein Spezialmanöver, dass sich immer wieder auflädt und so von neuem verwendet werden kann. Von der Stärke her sind diese Aktionen recht ausgeglichen und richten sich natürlich auch nach eurem jeweiligen Fahrzeug. Wenn ihr beispielsweise mit dem flinken Motorrad von Mr. Grimm unterwegs seid dürft ihr kein zerstörerisches Spezialmanöver erwarten, mit dem ihr jeden Gegner sofort zur Strecke bringt. Schon eher für Stärke steht der riesige Truck von Darkside, dessen Spezialmanöver dann auch aus einer Rammattacke besteht.

 

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