Preview - Tropico : Tropico

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'Die Sims', 'Die Siedler' und 'Sim City' vereint in einem erfrischenden Ambiente. Dies bieten euch Pop Top Software und Take 2 mit ihrem neuesten Sprössling 'Tropico'. Denn ihr seid 'El Presidente' und habt die Geschicke eurer Untertanen und einer ganzen Insel in eurer Gewalt. Und so sonnt euch im Lichte der Macht und passt auf, dass ihr nicht unverhofft gestürzt werdet, denn euer Volk wird mehr brauchen als 'panem et circenses'.

Kleine südamerikanische Inseln sind bekannt für ihre Diktatoren, für ihre hübschen Frauen und das tolle Wetter. Was liegt näher, als euch die Macht über eine solche Insel zu geben. Das hat sich wohl Pop Top Software gedacht und lädt euch ein auf die Insel Tropico. Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten sind rein zufällig und natürlich nicht gewollt. Auf der Insel selbst habt ihr praktisch uneingeschränkte Macht, ihr könnt Gebäude bauen, Informationen zu jedem einzelnen Einwohner einholen, auf die produzierenden Güter Einfluss nehmen und sogar die Zeit beeinflussen, gibt es in 'Tropico' doch sechs Geschwindigkeitsstufen.

Tropico
Hola Cola ist auf Tropico sehr beliebt.

Doch halt! Ganz so einfach haben es euch die Designer dann doch nicht gemacht. Denn eure Untertanen haben ihren eigenen Willen und so habt ihr alle Jubeljahre eine Wahl zu überstehen und dies wird nur geschehen, wenn ihr für die Bewohner der Insel gut gesorgt habt und ihnen ein guter Führer wart.

Herausragendstes Merkmal von 'Tropico' ist die Individualität jedes einzelnen Charakters, denn jeder hat einen Namen, Vorlieben, Beruf und Geschichte. So entsteht bereits nach kurzer Zeit eine individuelle Bindung zu euren Untertanen, was sich wohltuend auf die Motivation des gesamten Spiels auswirkt. Auch das hinter dem Spiel steckende Wirtschaftssystem kann sich sehen lassen, so reicht es zum Beispiel nicht, einfach irgendwo ein Gebäude hinzusetzen und es wird gebaut, sondern es müssen für den Bau Arbeiter angeworben und bezahlt werden und diese kommen nur bei gerechter Bezahlung und werden für einen Hungerlohn keinen Finger krumm machen. Wohnhäuser werden nicht einfach von Leuten bezogen sondern ihr bestimmt die monatliche Miete und welche Reparaturen gemacht werden oder auch welche Art von Häusern, von der Luxusvilla bis hin zu schäbigen Bruchhütte, gebaut werden.

Tropico
Das Menü steuert zum Ambiente bei.

Auch die allgemeine Zufriedenheit hängt von Dutzenden von Variablen ab, fängt bei der Grundversorgung mit Nahrung an und hört bei der Integrität des Führers, in diesem Falle also euch, auf. So könnt ihr zum Beispiel ohne Probleme euren nächsten Wahlsieg erkaufen, sollten eure Bewohner allerdings davon Wind kriegen, ist Feuer im Karton und eine Rebellion nicht auszuschliessen. Auch das Militär spielt in der politischen Stabilität, wie es sich für eine Bananenrepublik gehört, eine gewichtige Rolle. So solltet ihr immer eine gewissen Mannstärke an Elite-Einheiten zu eurem Schutz (und natürlich zum Schutz der Bevölkerung) an der Hand haben und diese Einheiten auch möglichst gut versorgen.

Gesteuert wird 'Tropico' aus der gewohnten Iso-Perspektive, wobei sich Pop Tops Engine durch sechs Zoomstufen und eine 90 Grad Drehbarkeit auszeichnet. Durch die unterstützten Auflösungen bis 1600x1200 Pixel wirken die Figuren selbst beim nahen heranzoomen lebensecht und es macht einfach Spass, sie beim arbeiten oder auch nur spazieren gehen zu beobachten. Wenn dann die kesse Conchita den Manuel auf der Bananenplantage besucht, kommt im wahrsten Sinne des Wortes Freude auf. Klickt man auf einen Bewohner erfährt man alle bekannte Details über ihn und auch wohin des Weges er gerade wandert.

Tropico
Die Missionsauswahl ist treffend gemacht.

Diktator sein, in 'Tropico' übrigens nur ein eingeschränkter, denn es finden ja im Prinzip Wahlen statt, ist natürlich nicht ganz billig, und so verkauft ihr am besten die produzierten Waren an eure eigenen Untertanen. Im späteren Spielverlauf kommt dann zur Wirtschafts-, Politik- und Aufbausimulation auch noch die Tourismus-Sparte hinzu, so dass ihr so ziemlich alle Felder beackern dürft, die man sich nur wünschen kann.

 

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