Preview - Tropico 6 : El Presidente hat jetzt einen Hai im Pool

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Strafkolonien, Wahrzeichen und Raubzüge mit dem eigenen Piratenschiff: Das deutsche Entwicklerstudio Limbic Entertainment lässt seiner Fantasie bei der Fertigstellung des Aufbauspiels Tropico 6 freien Lauf. Der Diktatoren-Simulator erscheint im Januar 2019 nicht nur für PC, sondern wird noch im gleichen Jahr auf PlayStation 4 und Xbox One umgesetzt.

Die Geschichte der Tropico-Serie reicht bis ins Jahr 2001 zurück. Seitdem bietet die humorvolle Aufbaustrategie-Reihe eine willkommene Alternative zu „seriösen“ Titeln wie Anno oder Die Siedler. Mit dem sechsten Teil übernimmt Limbic Entertainment das Ruder und arbeitet aktuell fieberhaft an seiner Fertigstellung. Das 2019 erscheinende Spiel soll über 15 Mission-Maps, sowie 15 weitere Sandbox-Levels verfügen und trumpft auf der Gamescom mit seinem freien Gameplay und den vielen Möglichkeiten auf.

Tropikaner als Seeräuber

Die erste präsentierte Mission-Map nennt sich „Piratenkönig“. Der Name ist in diesem Fall Programm: El Presidente errichtete sich auf einer Vulkaninsel seinen eigenen Rückzugsort. Inmitten schroffer, schwarzer Felsformationen findet nicht nur die eigene Residenz, sondern natürlich auch die Stadt Tropico ihren Platz.

Doch dieser Standort hat einen entscheidenden Nachteil: Der Bauplatz ist begrenzt und auf dem unwegsamen Gelände wächst längst nicht alles. Dem Inselstaat geht der Zucker aus – viele Tropikaner müssen genau deshalb auf ihren liebgewonnenen Rum verzichten. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten: Wollt ihr keinen Ärger, setzt ihr auf Handel. Doch der Import von Waren ist teuer und das Spiel würfelt die im Umlauf befindlichen Güter mitsamt ihrer Routen alle sechs Monate neu aus. Der Rumnachschub steht also auf verdammt wackeligen Beinen.

In Tropico 6 bleibt das Ära-System der Vorgänger erhalten. Die Entwicklung eurer Mini-Zivilisation durchschreitet also verschiedene Epochen. Ab der Kolonialzeit könnt ihr eure Untertanen auf Raids schicken. Das bedeutet: Eure braven Tropikaner mutieren zu Piraten und besorgen euch wertvolle Ressourcen. Dabei ziehen sie auch Zucker an Land, den ihr schließlich zu Rum verarbeiten könnt.

Krumme Geschäfte

Funktionierende Warenkreisläufe spielen in Tropico 6 weiterhin eine tragende Rolle. Schließlich müsst ihr ja irgendwie den ausschweifenden Lebensstil von El Presidente finanzieren. Dieser verfügt erneut über ein Schweizer Bankkonto, auf dem ihr euer nicht ganz rechtens verdientes Geld unterbringt.

Tropico 6 - gamescom 2018 Trailer
Anlässlich der gamescom 2018 in Köln gibt es auch zum neuen Tropico 6 einen frischen Trailer.

Beispielsweise schließt ihr diesmal Verträge mit anderen Ländern ab und nehmt im Gegenzug Verbrecher in Strafkolonien auf. Dadurch steigt zwar die Kriminalitätsrate, aber auch für dieses Problem gibt es eine Lösung. Mit besonders finsteren Gestalten paktiert ihr nun und weist die Polizei an, gelegentlich wegzuschauen. Das Schwarzgeld wiederum landet dann zum Teil auf eurem Schweizer Bankkonto. Mit dem Zaster spekuliert ihr bei dem zwielichtigen Broker und kauft davon etwa Informationen über Handelsrouten oder Blaupausen für Gebäude. Durch diese Verbindung erhält die Schwarzgeldkasse endlich einen Sinn innerhalb des Wirtschaftssystems.

Ebenfalls neu: Ihr baut nun euren eigenen Palast. Im Verlauf passt ihr ihn an eure optischen Wünsche an und versetzt ihn auf einen beliebigen Platz eures Landes. So verändert ihr das Layout der Anlage, platziert Poolanlagen, Springbrunnen oder eine goldene Statue von El Presidente. Vielleicht mögt ihr es auch ein wenig extravaganter. Dann baut ihr ein Aquarium mit einem Hai darin auf das Dach eures Anwesens. Natürlich könnt ihr auch Wahrzeichen anderer Nationen klauen. Sie ziehen zusätzliche Touristen an und bringen Boni mit sich. Die Hagia Sophia etwa verhindert, dass Kranke trotz schlechten Gesundheitssystems sterben und sorgt so für eine längere Produktivität eurer Bewohner.

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