Test - Tropico 5 : Der Alleinherrscher-Simulator

  • PC
Von Kommentieren

Zum fünften Mal schickt Kalypso Media aus Worms El Presidente ins Rennen, um das Genre der Aufbaustrategie aufzumischen. Wobei, was heißt hier aufzumischen - zu unterjochen. Schließlich ist Tropico der Diktatorsimulator schlechthin. Das beweist einmal mehr der fünfte Teil, der mit vielen kleineren und größeren Neuerungen glänzt. Das Streben nach der Weltherrschaft auf der Insel Tropico verspricht mit dem neuen Werk noch mehr Spielspaß. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind und ob El Presidente am Ende sogar den Thron der Aufbaustrategie erklimmen kann, verraten wir euch in unserem Test.

Die Faktenlage zu Beginn ist denkbar simpel. Als Diktator El Presidente müsst ihr aus eurem Eiland Tropico einen mächtigen Inselstaat machen. Das hört sich simpel an, ist es jedoch nicht. Mit einer gehörigen Portion Überlegung und Organisation wird dies ein reizvolles Unterfangen. Vor allem müsst ihr euch so lange wie möglich im Amt halten. Wie in der Reihe üblich gehört auch das Quäntchen Glück dazu. Denn noch immer können über euch von der KI fies ausgeheckte Ereignisse wie Naturkatastrophen hereinbrechen, die eurem Inselimperium überaus hart zusetzen. Doch letzten Ende steht und fällt eure Herrschaft mit eurer Spielintelligenz.

Aber lasst das nicht den Diktator hören. Im Grunde ist es weiterhin euch selbst überlassen, wie ihr zum Strippenzieher der Welt werdet. Hierbei könnt ihr alle Asse ausspielen, die ein Diktator so zur Verfügung hat. Von Manipulation über Gewaltherrschaft und Erpressung bis zu Mordaufträgen gegen widerspenstige Mitstreiter gibt es etliche Möglichkeiten, wie ihr euch eure Inselbewohner und andere Länder gefügig macht.

Start in die Jahrhunderte

Wie dem auch sei, Einsteiger starten am besten mit der 15 Missionen umfassenden Kampagne, um die Despotenschule zu besuchen und alle Menüs, Optionen sowie das grundlegende Spielprinzip zu erlernen. Tropico-Vertraute können sich durchaus direkt ins freie Spiel begeben und ordentlich den Alleinherrscher raushängen lassen. So kommen wir zu einer der größten Neuerungen: den Epochen. Erstmalig in der Reihe lenkt ihr euren Staat durch vier Jahrhunderte. Beginnend in der Kolonialzeit, geht es durch zwei Weltkriege und den Kalten Krieg bis zur Moderne.

Tropico 5 - Die Redaktion spielt
Wir konnten auf einem Event von Kalypso Tropico 5 etwas anzocken. Ob Sonja mit den Neuerungen zurecht kam erzählt sie euch im Video.

Ihr startet im 19. Jahrhundert als Kolonialist und müsst pro Zeitalter völlig unterschiedliche wirtschaftliche und politische Zustände meistern. Das ist nicht nur spannend, sondern erhöht auch enorm den Spielspaß. Denn je Zeitabschnitt ändern sich auch Einheiten, Gebäude und Forschungsziele. Das wiederum bringt viele taktische Neuerungen mit sich. Hat man zum Beispiel einmal die Technologie der Satellitentechnik entdeckt, kann man den Kriegsnebel komplett verschwinden lassen. Ansonsten müsst ihr mühsam die Welt erkunden und sehen, wer euch die Weltherrschaft streitig machen will - obwohl dieses Erkunden natürlich seinen ganz eigenen Reiz hat. Insgesamt erinnert die Mechanik der Epochen stark an Civilization, wobei Tropico weiterhin sein beliebtes Diktator-Flair bewahrt.

Sei gut zu deinen Bürgern

Einen der wichtigsten Aspekte, die ihr in Tropico unter Kontrolle haben müsst, sind die eigenen Bürger. Ist das Volk unzufrieden, weil ihr es mies behandelt, dann geht es euch an den Kragen und ihr verliert euren Posten als Inselobermacker. Also ist eines der immerwährenden Ziele, seine Bürger zufriedenzustellen. Dies erreicht ihr meist mit klugen wirtschaftlichen wie politischen Entscheidungen. Vorausschauendes Denken ist daher Pflicht in Tropico.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel