Test

Transformers: Kampf um Cybertron

Kampf der Maschinen

  • PC
  • PS3
  • X360

Entwickler High Moon Studios steckt euch in die stählerne Hülle von riesigen Kampfrobotern und entfacht in Transformers: Kampf um Cybertron eine actionreiche Materialschlacht. Wir sagen euch, ob sich der Kauf lohnt.

Als die Testmuster von Transformers: Kampf um Cybertron in der Redaktion eintrafen, wanderten unsere Mundwinkel im gleichen Maß nach unten, wie sich unsere Augenbrauen hoben. Ein Lizenzspiel - und noch dazu mit den Transformers? Ganz ehrlich: Wir hegten die schlimmsten Befürchtungen, da uns in der Vergangenheit Lizenzspiele so manch negatives Erlebnis beschert hatten. Doch wir wurden erfreulicherweise eines Besseren belehrt und verbrachten einige unterhaltsame Stunden mit dem Spiel.

Maschinenkrieger an die Front

Bei Transformers: Kampf um Cybertron handelt es sich um ein lupenreines Action-Spiel, das ungefähr in dieselbe Kerbe schlägt wie die hierzulande indizierte Shooter-Serie von Epic Games. Im Vordergrund stehen unzählige Gefechte gegen riesige Gegnerhorden, bei denen ihr kaum Zeit zum Verschnaufen habt. Übrigens ist das Spiel nicht etwa an die Kinofilme von Regisseur Michael Bay, sondern vielmehr an die älteren Comics angelehnt - sowohl inhaltlich als auch stilistisch. So dreht sich alles um den Kampf, der auf dem Heimatplaneten der Transformers tobt, bevor es Optimus Prime & Co. auf die Erde verschlägt.

Die Handlung ist in insgesamt zehn Kapitel unterteilt, die ihr zur Hälfte aufseiten der „bösen" Decepticons und zur Hälfte mit den Autobots durchlebt. Für welchen Strang ihr euch zuerst entscheidet, liegt in eurer Hand. Allerdings empfehlen wir euch, mit der Fraktion der Decepticons zu beginnen, da euch nur so alle Hintergründe und Wendungen in chronologischer Reihenfolge serviert werden. Das kommt dem Verständnis sehr zugute. Cineastische Höhepunkte solltet ihr von der Handlung - einigen interessanten Wendungen zum Trotz - nicht erwarten. Dennoch ist es spannend genug, um die Missionen gekonnt miteinander zu verbinden und einen Effekt à la „Wie geht das nun weiter?" zu erzielen.

Transformers: War for Cybertron - Launch Trailer

Das ist alles auch eher nebensächlich, denn bei Transformers: Kampf um Cybertron steht ganz klar die Action im Vordergrund. Egal ob Autobots oder Decepticons: Ihr zieht stets mit einer Dreiergruppe von Robotern in den Kampf. Davor wählt ihr aus, in welche Blechhülle ihr schlüpfen wollt. Diese Wahl ist nicht ganz unwichtig, denn immerhin bietet jeder Charakter andere Werte in Kategorien wie Panzerung oder Schnelligkeit.

Zudem verfügen die Transformers natürlich über ihre bekannte Wandlungsfähigkeit. So kann sich Starscream beispielsweise in einen Jet transformieren, während aus Optimus Prime bekanntlich ein mächtiger Lkw wird. Diese Wandlung erfolgt auf Knopfdruck und ist eindrucksvoll in Szene gesetzt. Allerdings muss man der Ehrlichkeit halber eingestehen, dass ihr die meiste Zeit über doch in der humanoiden Form unterwegs sein werdet. Zum Überbrücken größerer Strecken oder an bestimmten Missionspunkten sind die Vehikelformen ganz klar im Vorteil oder sogar fest vorgegeben. Abgesehen davon stellen sie jedoch eher ein nettes Gimmick dar.

Action ohne Pause

Doch nochmals zurück zu den Charakteren. Diese dürfen bis zu zwei Waffen gleichzeitig tragen und verfügen zudem über einen Nahkampfangriff. Wenn euch danach ist, könnt ihr sogar stationäre Geschütze aus der Verankerung reißen und mit deren Hilfe - auf Kosten eurer Beweglichkeit - besonders kräftig losballern. Und das ist stellenweise auch nötig, denn in den zehn Kapiteln bekommt ihr es vornehmlich mit großen Horden von Gegnern zu tun. Kaum habt ihr eine Gruppe in die ewigen Transformers-Jagdgründe geschickt, taucht auch schon der nächste Trupp auf. Zeit zum Verschnaufen bekommt ihr nur selten.

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