Test - Trackmania Turbo : Gebt Gas und kriegt Spaß!

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Mit Trackmania Turbo feiert die berühmte Rennspielserie nach fast sechs Jahren ihr Comeback auf den Konsolen. Das alleine ist schon Grund genug, um sich voller Vorfreude wieder hinter das Lenkrad zu setzen. Doch es stellt sich natürlich die Frage, ob die Entwickler von Nadeo die Faszination des bewährten Spielprinzips ins Jahr 2016 retten konnten.

Adrenalin, halsbrecherische Stunts, waghalsige Fahrten am Limit des Möglichen und das bei Höchstgeschwindigkeiten, all das sind Elemente, die Trackmania seit dem Debüt im Jahr 2003 auszeichnen und der Serie zu großer Beliebtheit verholfen haben. Seit dem Release des Erstlings sind ein Dutzend Jahre ins Land gezogen, dennoch hat die Reihe nichts von ihrer Faszination verloren – oder etwa doch? Genau dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen, als wir uns beim jüngsten Ableger Trackmania Turbo erneut hinter das Steuer geschwungen haben – und zwar zum ersten Mal nach 2009 auch wieder auf einer Konsole.

Gewohnt rasant, gewohnt spaßig

Das grundlegende Konzept von Trackmania ist schnell erklärt: Wir klemmen uns hinter das Lenkrad eines flinken Sportwagens und kämpfen auf zahlreichen Rennstrecken um die Bestzeit. Im Kern war es das eigentlich auch schon, doch damit wird man der Faszination des Spiels nicht gerecht. Das fängt bereits mit dem teilweise ziemlich abgedrehten Design der Rennstrecken an, die von langgezogenen Steilkurven, über Sprungrampen bis hin zu gigantischen Loopings alles bieten, was das Herz eines PS-Fans höherschlagen lässt.

Im Vordergrund steht dabei stets der Kampf um eine möglichst gute Zeit: Vor allem im direkten Vergleich mit Freunden versucht man oftmals stundenlang, die bis zur neuen Bestmarke fehlende Zehntelsekunde rauszupressen. Hinzu kommt das unglaublich intensive Gefühl von Geschwindigkeit, gepaart mit einem leichten Einstieg – fertig ist die Erfolgsformel.

Diesem Konzept ist Nadeo auch bei Trackmania Turbo treu geblieben, hat das Spielgeschehen aber noch konsequenter auf Arcade getrimmt. Das zeigt sich schon beim Startbildschirm, auf dem uns die augenzwinkernde Aufforderung erwartet, doch bitte eine Münze einzuwerfen – eine Hommage an die Arcade-Automaten aus der Spielhalle. Auch die Renn-Action als solche ist etwas intensiver und steuert sich einen Tick direkter als bei den Vorgängern. Selbst Anfänger finden somit sehr schnell ins Spielgeschehen und feiern schon bald erste Erfolge.

Das Rad erfindet Nadeo mit Trackmania Turbo demnach nicht völlig neu, sondern setzt größtenteils auf bewährte Kost. Das zeigt sich unter anderem auch bei den Szenarien: Drei der insgesamt vier Themenwelten Canyon, Valley sowie Stadium kennen wir bereits aus früheren Episoden. Zwar haben die Grafiker deren Erscheinungsbild deutlich aufgemöbelt, doch wirklich neu ist lediglich die Rollercoaster-Lagune mit ihrer Mischung aus Urlaubsparadies und Achterbahnbauten. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, da die Schauplätze dennoch genügend Abwechslung und Augenschmaus bieten.