Test - Tony Hawk's Project 8 : Skater-Tony beehrt die PS3.

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Klassischer Kickflip, lässiger Airwalk, krachender Nosegrind, donnernder Bankdrop – das kann nur eines bedeuten: The Birdman is back! Großmeister Tony Hawk gibt sich erneut die Ehre und lässt Freunde gediegener Funsportarten wieder zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Wir haben uns pünktlich zum Start der PlayStation 3 Neversofts 'Tony Hawk's Project 8' etwas näher angeschaut.

Erst vergangenen November erreichte unsere Redaktion die fertige Version von Neversofts neuestem Skate-Titel namens 'Tony Hawk's Project 8'. Besonders die Xbox-360-Fassung konnte überzeugen: ansehnliche Grafik, kombiniert mit klassischen 'THPS'-Gameplay und XBL-Mehrspieler-Modus. Jetzt, gut vier Monate später, rollt auch die Version für Sonys PlayStation 3 an. Grundsätzlich hat sich wenig am Konzept geändert. Der Plot beginnt nach wie vor mit der Ansage der Skate-Legende, ein Team aus acht Amateurskatern zusammenstellen zu wollen. Natürlich darf da unser goldiger Vorstadtjunge mit Profiambitionen nicht fehlen: Flugs über die leider stark limitierten äußerlichen Einstellungen geklickt und einen 08/15-Jungen in teure Markenklamotten gesteckt. Überspringt man als 'Hawk'-Kenner das für Anfänger wirklich empfehlenswerte Tutorial, geht es dann aber auch schon in die Vollen: Auf Rang 200 in Tonys Amateurliste beginnen wir, uns mithilfe diverser Contests nach vorn zu bugsieren, beeindrucken dabei den ein oder anderen Pro, überfahren hier und da herumstehende Zuschauer und legen uns in der komplett offenen virtuellen Welt wesentlich öfter aufs Brett.

Technischer Grind auf der Überholspur

Schon auf der Xbox 360 sah 'Tony Hawk's Project 8' ganz gut aus. Die PS3-Variante wirkt im Direktvergleich dank 1080p schärfer und detaillierter. Die Schattenseite bilden unschöne Treppeneffekte, die vollkommen übertriebenen Beleuchtungseffekte und einige Ruckler, die schon auf der Microsoft-Konsole störten. Richtig schön und flüssig sind also beide Versionen nicht. Besser gefallen da schon die butterweichen Motion-Capturing-Animationen und die wiedererkennbaren Profiskater. Auch die komplett offene Welt präsentiert sich erneut in positivem Licht und die Havok-Physikengine ist ebenfalls wieder am Start. Durch deren Einsatz fallen nur zerstörbare Elemente realitätsnah zu Boden. Leider! Der Ragdoll-Effekt gleicht hingegen eher einem Gummiball: Legt man sich in etwas höherer Position in die Horizontale, findet man sich nach Vollendung der lästigen Stunt-Einlage schon fast im anderen Vorort wieder. Mit Realität hat das jedenfalls nicht viel tun und wurde schon auf der Xbox 360 kritisiert! Schade, dass sich daran nichts geändert hat.

Insgesamt sind zehn Gebiete spielbar, die nach und nach freigeschaltet werden müssen. Gezeigt wird grundsätzlich nichts Neues: Von Schule, Vorstadt und Erlebnispark bis hin zur Industriefabrik ist alles dabei, was der erfahrene 'Tony Hawk'-Spieler schon vor Jahren gesehen hat. Trotz Kompass leidet die Orientierung innerhalb der Levels. Wir hätten uns an dieser Stelle eine Übersichtskarte gewünscht, die anzeigt, wo genau sich eine neue Aufgabe befindet, und uns dank GPS direkt zum Ort des Geschehens navigiert – ab und an ist diese Pfeil-Navigation nämlich schon integriert. An den verschiedenen Locations trifft man immer wieder auf Pro-Skater, darunter bekannte Namen wie Rodney Mullen, MTV-Rüpel Bam Margera oder Paul Rodriguez. Die machen es sich zur Aufgabe, euch mit komplizierten Fingerverknotern zu Höchstleistungen zu treiben. Das steigert nicht nur euer Selbstwertgefühl, sondern erhöht auch die typisch levelbaren Statistiken und – ebenfalls enorm wichtig – eure Position in Tonys Liste. Wer sich neue Klamotten oder Boards kaufen möchte, muss sich diese übrigens nicht erschnorren. Regelmäßig begegnen euch schaulustige Passanten, die euch bei gelungenen Tricks zujubeln. Klappt eine Kombo, steigt das so genannte Heizer-Konto, mit dem ihr die Rechnungen im Laden eures Vertrauens begleichen könnt.

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