Test - Tomb Raider: The Angel of Darkness : Tomb Raider: The Angel of Darkness

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Endlich, nach einer längeren Ruhepause meldet sich Lara Croft in der Welt der Videospiele zurück. Mit vielen Neuerungen, Änderungen und düsterer Story versucht die Ikone, wieder die Spitze des Action-Genres zu erklimmen. Allerdings erleidet sie dabei einen Absturz, wie ihr in unserem Review nachlesen könnt.

Tomb Raider: The Angel of Darkness
Lara Croft meldet sich zurück.

Die Hintergrundgeschichte
Lara wird von ihrem einstigen Mentor Werner von Croy nach Paris gebeten. Sie soll für ihn die fünf Gemälde der Finsternis für einen Kunden namens Eckhardt besorgen. Er selbst werde verfolgt und bange um sein Leben. Dann passiert etwas Grauenvolles: Werner von Croy zieht eine Pistole – Kameraschnitt – Schüsse fallen – Kameraschnitt - Schlaggeräusche – Kameraschnitt – von Croy liegt am Boden und ist tot. Nur wenige Augenblicke später rollt die Polizei an. Lara wird verfolgt und mit 16 weiteren Ritualmorden in Zusammenhang gebracht. Zunächst nur auf der Flucht vor der Polizei, gerät sie nach und nach in die Fänge einer düsteren Verschwörung.

Lara auf leisen Sohlen
Eingekleidet in Jeans und ohne jegliche Ausrüstung bei sich, versucht Ihr möglichst unerkannt in den Untergrund zu verschwinden. Euer Weg führt über die Skyline von Paris durch verfallene Wohnhäuser - immer auf der Flucht vor Hunden, Polizisten oder gar Hubschraubern. In den ersten Spielminuten werdet ihr mit der komplett überarbeiteten Steuerung vertraut gemacht. Diese kommt nun ohne digitales Steuerkreuz aus - mehr dazu später. Auch werden neue Moves und ein neues Feature erklärt. Lara beherrscht in 'Tomb Raider – The Angel of Darkness' (TR:TAoD) nämlich jetzt einige Schleichbewegungen. Ganz wie Solid Snake oder Sam Fisher bewegt sie sich lautlos über den Boden, kann robben, an Wänden entlangschleichen und um die Ecke schauen. Auch das Anschleichen und Überwältigen eines Gegners aus dem Hinterhalt ist möglich. Neu sind auch Nahkampftechniken und Fusskicks.

Tomb Raider: The Angel of Darkness
Alle neuen Features werden im Tutorial erklärt.

An vielen Passagen des Spiels ist es möglich, im Stealth-Modus zu arbeiten. Ihr könnt euch hinter zahlreichen Objekten verstecken und ohne Waffen operieren. So richtig sinnvoll ist der Modus aber oftmals nicht, denn alternativ könnt ihr euch auch mit Pistole oder besseren Waffen den Weg wie gehabt problemlos freischießen. Eine weitere große Neuerung betrifft Laras Fähigkeiten zu klettern, Objekte zu verschieben, Türen aufzubrechen, zu springen oder zu sprinten. Diese bereits aus früheren Teilen bekannten Moves sind im neuesten Abenteuer zunächst noch nicht voll entwickelt - erst im Laufe des Spiels wird Miss Croft schneller, kräftiger und besser. Bereiche, in denen Lara anfangs noch nicht weiterkommt, werden durchs Lösen von teilweise etwas unlogischen Rätseln, mit denen solch ein Upgrade der Fähigkeiten verbunden ist, dann doch zugänglich.

Small-Talk und Kurtis Trent
Zurück zum Spielgeschehen. Nachdem ihr Lara erfolgreich bei der Flucht geholfen habt, sucht sie im Pariser Ghetto nach Informationen. Hier müsst ihr mit vielen Leuten sprechen. Dabei besteht sogar die Möglichkeit, die Dialoge durch Auswählen bestimmter Fragen und Antworten zu steuern und so auch das Spielgeschehen zu beeinflussen. Wichtige Aussagen oder Feststellungen notiert sich Lara dabei in Werner von Croys Notizbuch. Hier solltet hier hin und wieder mal einen Blick hineinwerfen, um bestimmten Rätseln auf die Spur zu kommen oder den nächsten Anlaufpunkt zu erfahren. In den Gesprächen kommt Lara langsam den fünf Gemälden auf die Schliche und entschließt sich, eine Gemäldekopie aus einer Grabungsstätte unter dem Louvre zu besorgen. Hier warten auch noch weniger Gegner auf euch, dafür umso mehr Fallen, Geschicklichkeitseinlagen, Kletterpassagen und reichlich Puzzles.

Tomb Raider: The Angel of Darkness
Lara kann jetzt um die Ecke schauen.

Auch im weiteren Verlauf des Spiels bleibt es Laras Hauptaufgabe, Geschicklichkeit und Denkvermögen zu beweisen. Reine Action bleibt einer neuen spielbaren Hauptfigur überlassen: Kurtis Trent. Ihm begegnet Lara an vielen Stellen im Spielverlauf. Er ist ihr anfangs immer einen Schritt voraus und darf später selber gesteuert werden. Als ehemaliger Fremdenlegionär ist Kurtis ein erfahrener Kämpfer mit Kenntnissen der schwarzen Magie. Mit ihm geht es im Genlabor/Sanitarium richtig zur Sache. Ausgestattet mit einer Pistole, gilt es eine Menge mutierter Menschen zu vernichten und sich dem entflohenen Prototyp des Nephilim zu stellen. Den großen Show-Down überlässt er dann wieder Lara.

Schöne Welten - mit gravierenden Problemen
Core Design ist es also gelungen eine packende Geschichte mit abwechslungsreichen Spielelementen zu erzählen. Leider werden diese aber nicht einmal annähernd ausgereizt. So entsteht ein Genre-Cocktail ohne Tiefpunkt und Anspruch, dafür mit viel Abwechslung. Abwechslungsreich ist auch der Aufbau der Welten. Der Einsatz von Laras Fähigkeiten wechselt gekonnt in den teils komplexen Levelbauten - es warten lange Tauchpassagen, riesige Kletterpartien, gut getimte Plattformaktionen, teils knifflige Puzzles und natürlich auch Action auf euch. Halt das ganze Programm, wie man es von den ’Tomb Raider’-Spielen her kennt.

 

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