Test - Tomb Raider: Legend : Tomb Raider: Legend

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Einige Monate hat es gedauert, doch jetzt liegt endlich die PSP-Version von 'Tomb Raider: Legend' vor. Wir haben uns nochmals hingesetzt, um mit Lara Croft ins Abenteuer zu ziehen. Allerdings kommt die Handheld-Version nicht ganz an das große Vorbild heran. Wir verraten euch, warum das so ist.

Back to the roots

Die PSP-Version von ’Tomb Raider: Legend’ ist eine schnörkellose Umsetzung der Heimversionen. So viel sei zur Story verraten: Laras Vergangenheit spielt eine nicht unwesentliche Rolle, ihr erlebt in Rückblenden und teils auch spielbaren Abschnitten Augenblicke ihrer Kindheit sowie ihre Erlebnisse mit ihrer verschollenen Freundin Amanda. Doch auch die Jagd rund um den Globus nach den Einzelteilen eines mysteriösen Schwertes spielt eine Rolle, wobei Lara immer wieder auf mächtige Widersacher trifft. Leider ist das Spiel insgesamt sehr kurz geraten; wer nicht gerade die Schuhe vor der Hose anzieht, hat Laras neue Abenteuer bereits nach acht bis zehn Stunden hinter sich. Die Locations sind gut gewählt und abwechslungsreich. Von Ruinen in Bolivien oder Peru über die eisigen Höhen des Himalaja bis hin zu japanischen Hochhäusern, einer dubiosen Forschungseinrichtung in Kasachstan und dem verregneten England wird reichlich Abwechslung geboten. Selbiges gilt auch für das Gameplay, wobei Crystal Dynamics das Ganze ordentlich entschlackt hat und sich auf die Stärken der Ur-Lara konzentriert. So bietet 'TRL' eine gesunde Mischung aus Sprungpassagen, Rätseln und Action-Einlagen sowie Kämpfen, wobei Letztere nur rund ein Viertel des Spieles ausmachen.

Der Schwierigkeitsgrad ist im Großen und Ganzen sehr moderat ausgefallen, was vor allem das breitere Publikum freuen dürfte. Bei den vielen Rätseln fällt auf, dass ihr dank des implementierten Physiksystems sehr häufig Objekte nutzen könnt, was einige der Knobeleien deutlich interessanter macht. Rätsel und Sprungpassagen reichen von sehr simpel bis hin zu knifflig, wenn beispielsweise Vorsprünge unter euren Händen zerbröseln oder bei den gelegentlichen Boss-Kämpfen in schneller Folge bestimmte Aktionen durchzuführen sind. 'Tomb Raider: Legend' bietet eine große Anzahl an Stellen, an denen automatisch gespeichert wird, sodass Fehlversuche nicht gleich in langwierigem Wiederholen von Levelabschnitten ausarten. Zusätzlich könnt ihr an beliebiger Stelle Spielstände anlegen. Nebenher erwarten euch diverse Fahrabschnitte, in welchen ihr selbst am Steuer eines Vehikels sitzt, vom Motorrad bis zum Gabelstapler. Die Motorrad-Sequenzen sind leider etwas langatmig geraten, wohingegen die Rätsellösung per Gabelstapler sehr originell daherkommt.

Das Kampfsystem wurde bewusst einfach gehalten. Zielen ist nur in bestimmten Situationen erforderlich, im Normalfall schaltet ihr auf einen Gegner auf und könnt ihn mit Schüssen beharken, solange er im Sichtfeld ist, wobei die Reichweite der Waffen eine Rolle spielt. Die Gegner an sich sind nicht sonderlich clever, allerdings ist der Kampf auch nicht wirklich Hauptaspekt des Spieles. Heikler sind da schon die Boss-Gegner, die oftmals nur mit Geschicklichkeit und dem gleichzeitigen Lösen von Rätseln zu knacken sind. Waffen, Munition und Medipacks erhaltet ihr von erlegten Gegnern, wobei Lara generell über ihre beidhändigen Pistolen verfügt, aber auch größeres Gerät, wie MP5, Sturmgewehr oder Granatwerfer, nutzen kann.

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