Preview - Tomb Raider: Legend : Tomb Raider: Legend

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Der Fokus liegt bei dem, was die Serie groß gemacht hat: Abwechslungsreiche Sprungpassagen, das Umgehen von Fallen und zahlreiche Rätsel, bei denen die physikalisch korrekte Spielumgebung nicht selten eine Rolle spielt. Frustmomente wie ungewollte Abstürze gibt es nicht mehr, kommt Lara bei einem Sprung oder am Rande des Abgrunds mal ins Rutschen, könnt ihr mit einem beherzten Druck auf eine der Aktionstasten nachfassen und Lara vor dem Absturz retten.

Springen, kämpfen, rätseln

Das gezeigte Level bot schon einiges an Möglichkeiten. So mussten wir durch das Bewegen von Felsblöcken Wippen platzieren, Kisten auf eine höhere Ebene katapultieren, Schalter aktivieren oder auch faire Sprungpassagen an bewegten Objekten vornehmen. Nicht selten ist auch die Spielumgebung selbst nutzbar, so könnt ihr beispielsweise Felssäulen zum Einsturz bringen, um damit Gegner zu erledigen, statt euch in Feuergefechte zu begeben. Mit dem Magnethaken könnt ihr zum Teil auch metallische Objekte bewegen oder ihn für Sprungkombinationen nutzen. Und natürlich fehlt es auch nicht an Fallen und anderen kleinen Gemeinheiten, die ihr umgehen müsst. Ergänzt wird das Ganze durch kleinere Minispiele, in denen gut getimetes Drücken von Aktionstasten erforderlich ist.

Bei den Sprungpassagen fällt das Spiel durch viel Fairness auf, wer mal nicht weiter weiß, muss nur darauf achten, ob eventuell Objekte, Kanten oder andere Stellen der Umgebung leicht erleuchtet sind. Zudem geben euch kurze Zwischensequenzen Hinweise darauf, wie bestimmte Rätsel zu lösen sind. Des Weiteren könnt ihr mit eurem Fernglas auch Objekte scannen, um hinter deren Funktion zu kommen. Ganz offensichtlich will Crystal Dynamics den früher so verhassten Frustmomenten entgegenwirken und setzt auf flüssiges Gameplay und bietet zudem fair verteilte Speicherpunkte.

Schicke Optik

Das gespielte Bolivien-Level kann aber nicht nur in Sachen Gameplay überzeugen, sondern auch das Design weiß zu gefallen. Bildschöne Dschungel-Umgebungen mit viel Vegetation und hübschen Wasserfällen, düstere Höhlen (ein Hoch auf die Taschenlampe), altertümliche Ruinen, Klippen, Mauern und selbst uralte mechanische Apparaturen mit Rätselfaktor warten dort auf den Spieler. Dabei wissen auch die sehr ansehnlichen Licht- und Schattenspiele durch einfallendes Licht, sowie die sehr ordentlichen Texturen zu überzeugen, die selbst auf der PS2 schon sehr schick aussahen und uns mit Spannung auf die PC- und Xbox 360-Versionen des Spiels warten lassen. Ebenfalls ein dicker Pluspunkt sind die ungemein flüssigen Animationen, die ohne spürbare Verzögerungen sauber ineinander übergehen und sehr athletisch wirken. Ergänzt wird die Präsentation des Spiels durch einen schönen Soundtrack, ordentliche Sprachausgabe und annehmbare Umgebungsgeräusche.

'Tomb Raider: Legend' erscheint übrigens für PS2, Xbox, Xbox 360, PC und sogar PSP.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Meine anfänglichen Zweifel verflogen bereits nach wenigen Minuten: 'Tomb Raider: Legend' sieht nicht nur besser aus denn je, sondern spielt sich auch überaus erfreulich. Die intuitive Steuerung geht bereits nach kurzer Eingewöhnung flüssig von der Hand und bietet genau das, was die Serie groß gemacht hat und man so lange vermisst hat: Feine Sprung-Passagen, ordentliche Rätsel und bildschöne Umgebungen. Dabei wird die Fairness und Spielbarkeit ganz oben an gestellt – Frustmomente oder halbgare Implementierungen anderer Genres fallen unter den Tisch. Lara Croft ist nach fast zehn Jahren endlich wieder in Bestform und hat das Zeug zu einem echten Hit auf breiter Front.

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