Test - Tomb Raider: Anniversary : Laras Erstling komplett überarbeitet

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Wie schon im PS2-Review erwähnt, handelt es sich bei 'Tomb Raider Anniversary' um ein Remake des legendären ersten Teils der Reihe. Entsprechend erlebt ihr die bekannte Story, die nur in kleinen Details etwas überarbeitet wurde. Die dubiose Firmenchefin Jacqueline Natla scheucht euch jedenfalls Richtung Peru, um dort einen Teil des Artefakts von Scion aufzustöbern, wobei ihr im Rahmen der Story auf einige unangenehme Gegner stoßt, was unsere Lara davon überzeugt, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Wie auch immer, die wilde Jagd nach den Teilen führt euch von Peru über Griechenland und Ägypten bis ins legendäre versunkene Atlantis.

Modernisierung der Architektur

Die enge Orientierung am Originalspiel hindert Crystal Dynamics nicht daran, die ursprünglichen Levels komplett auseinander zu nehmen und von Grund auf neu zu gestalten, ohne jedoch markante Punkte wegzulassen. Das wäre auch fatal, denn die Entwickler können sich sicher sein, dass die Fans der alten Schule genau nach diesen Punkten suchen werden. Stattdessen hat man die schön gestalteten Levels an das von Grund auf modernisierte Gameplay aus 'Tomb Raider Legend' angepasst und völlig neue Passagen und Abschnitte eingefügt oder aber altbekannte Abschnitte modifiziert. Gibt kaum etwas, was der Historien-Fan vermissen würde. So bleibt 'Tomb Raider Anniversary' dem Original treu ergeben und konzentriert sich genau auf die Gameplay-Aspekte, die Lara Croft zur Ikone gemacht haben. Knifflige Schalterrätsel, anspruchsvolle Sprungpassagen und nur in Ausnahmefällen erwarten euch Kämpfe gegen die mehr oder minder heimische Fauna. Dinosaurier in Peru, Bären in Griechenland und anderes Viehzeugs entsprechen jedenfalls nicht unbedingt den Erkenntnissen des Naturkunde-Unterrichts, aber wen schert es.

Einfach, aber effektiv

Die Steuerung des Spiels geht im Großen und Ganzen gut von der Hand und man gewöhnt sich sehr schnell an die möglichen Optionen. War schon die PS2-Fassung deutlich "griffiger", präsentiert sich auch die Wii-Steuerung per Nunchuck als zugänglich und überwiegend präzise. Ihr steuert Lara mithilfe des Analog-Sticks durch die Levels, wobei die Reaktionszeit zwischen Eingabe und Bewegung der hübschen Archäologin gegenüber dem Original erfreulicherweise verkürzt wurde. Apropos Reaktion: Um Frau Croft, an einer Klippe hängend, vor dem Absturz zu retten, genügt ein kurzer Druck auf das Digitalkreuz. Nur in wenigen Passagen hapert es ein wenig mit der Präzision der Steuerung – das ist aber zu verschmerzen. Ein wahrer Segen ist zudem die Möglichkeit, Gegner per Wiimote direkt anzuvisieren und unter Beschuss zu nehmen – man fühlt sich dabei fast schon wie in einem Shooter. Schade nur, dass die Kamera trotz Verstelloption etwas störrisch ist.

Das Kampfsystem wurde gegenüber 'Tomb Raider Legend' noch mal etwas überarbeitet, gibt sich aber weiterhin recht simpel. Kein Wunder, letztendlich liegt der Kern des Spieles nicht in der Ballerei, sondern im munteren Hüpfen und Rätsellösen. Der Slowmotion-Modus wurde etwas entschärft und macht derweil mehr Sinn. Statt einfach irgendwann in die Zeitlupe zu wechseln, erhaltet ihr nun gezielt die Möglichkeit, heranstürmenden Gegnern durch Abrollen auszuweichen und im richtigen Moment den Gnadenschuss zu verpassen. Das funktioniert zumeist auch gut, nur in engen Passagen kommt es ab und an zu Problemen, weil ihr den Gegner aus dem Fokus verliert. Ansonsten schaltet ihr auf einen Gegner auf und feuert ihn munter in Grund und Boden, sofern ihr ebenso munter beim Ausweichen und Abrollen seid. Manuelles Zielen ist ebenfalls möglich, kommt aber eher bei einigen Rätseln zum Einsatz. Eigentlich fast schon zu simpel. Gelegentlich erlebt ihr auch interaktive Zwischensequenzen, in denen es gilt, zur richtigen Zeit den richtigen Knopf zu drücken. Diese sind aber eher selten und dienen mehr zur Auflockerung. Apropos Rätsel: Hiervon gibt es in der Wii-Version mehr. So hebt ihr per Wiimote Objekte auf, dreht an einer Art Symbolschloss herum und einiges mehr. Wirklich bahnbrechend sind diese Kopfnüsse zwar nicht, doch immerhin haben sich die Entwickler die Mühe gemacht und neue Inhalte eingebaut.

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